Winter-Ausgabe 	Heft 2/2007




Abendessens-Vorbereitungs-Idylle an der Maas im Mai 2007

 


Jahreshauptversammlung 2007

 

Hallo zusammen!

Schon wieder ist ein Jahr um und es ist Zeit für die BBB-JHV 2007.

 

Termin: Montag, 19.11.2007 um 19:30 Uhr

Ort: Seminarraum über der BBB-Halle am Kemnader See

 

Programm:

 

TOP1

Begrüßung + Feststellung der Tagesordnung

TOP2

Genehmigung der Protokolle vom November 2006 und vom 16.04.2007

TOP3

Bericht des Vorstandes und der Mitglieder über die Aktivitäten2007

TOP4

Kassenbericht

TOP5

Bericht der Kassenprüfer

TOP6

Entlastung des Vorstandes

TOP7

Neuwahl/Bestätigung des Vorstandes

TOP8

Anschaffungen

TOP9

Reparaturen/Reparaturtermine

TOP10

Wintertermine 2007/2008

TOP11

Planung/Bekanntgabe der Sommeraktivitäten und Termine Saison 2008

TOP12

Verschiedenes

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen

Herzliche Grüße

Achim & Birgit

 


Frohsinn, Reibekuchen und Schwentine

Wenn Engel rudern, lacht der Himmel - so, na ja so ähnlich spricht der weise Volksmund. Recht hat er.


Als wir Sonntag früh am 22. Juli vom Seefrieden zum Frohsinn wechseln, schweben wir freilich nicht gerade engelgleich. Es regnet nämlich Strippen. Macht aber gar nichts. Denn: Wir, die Wanderfahrer vom Blauen Band Bochum, haben am Samstag gerudert, und die Sonne schien, wir haben am Freitag gerudert, und die Sonne schien. Wir haben am Donnerstag gerudert, und die Sonne schien. Wir haben am Dienstag gerudert, und... Wir haben am Montag gerudert, und...Wir haben am Sonntag gerudert, klaro im Sonnenschein. In der Gewässerlandschaft Plön-Malente haben wir an sechs Tagen an die zehn Seen befahren. Und auch der Wind hat durchweg Maß gehalten.

Was Mittwoch war? Da hatten wir sportiven Bildungsbürger Kulturtag. Da durfte es regnen und hat es auch. Sogar ein Gewitter hat uns gestreift. Um genau zu sein. Nicht immer war purer Sonnenschein. Manchmal hat der Himmel mit Wolken gespielt, die jedoch stets dicht gehalten haben.


Wir - wer sind das diesmal? Es sind: Elke, Ulla, Doris, Allu, Dirk, Hein, Helli, Jürgen, Karl-Heinz, Norbert, Peter, Theo, Herbert. Macht 13, doch trotz dieser Zahl ist die Harmonie vom Anfang bis Ende ungetrübt. Alle sind aufmerksam zu allen. Wenn einer redet, machen alle interessierte Gesichter - auch wenn es um medizinische Fachfragen geht. Greift einer zum zehnten Mal in seine etwas müffelnde Witzkiste, brechen alle in schallendes Gelächter aus. So sind Ruderer eben. Noch eins zu vermerken: Zwei vom Team sind leidenschaftliche Radfahrer, die dem Rollsitz entsagt haben. - Falsch! Unter uns ist noch ein dritter, an Leidenschaft nicht zu übertreffender Zweiradtreter, der aber ebenso leidenschaftlich-olympisch die Skulls durchs Wasser zieht. Helli heißt er.

Als am 22. Juli die Kilometer abgerudert und die Gläser Pils (respektive Schorle) geschluckt sind, können die Wanderfahrer auf eine respektable Leistungskurve zurückblicken mit Höhepunkten zu Lande und zu Wasser. Zum Beispiel Freitagmorgen, 20. Juli. 76 (in Worten: sechsundsiebzig) Lichter brennen auf der Frühstückstafel. Als Karl-Heinz den Raum betritt, sieht er sich eingehüllt von Wunderkerzenfunkensprühen. K.-H. muss sich Gratulationsliedchen anhören aus teilweise noch morgendlich belegten Kehlen: Karl-Heinz hat nämlich heute Geburtstag. An alles haben die Arrangeure Elke und Ulla gedacht. So fehlt es trotz der Tischlichterkette auch nicht an der Torte mit Kerzengesteck, mit dessen Hilfe
sich beim Auspusten fantasieanregendste (bzw. phantasieanregendste) Gebilde auf die Tischdecke auftragen lassen. Alle sind frohgemut. Das Geburtstagskind ob der spürbaren Zuneigung, seine Gattin Doris, weil auch sie angemessen was von der Sympathiewelle abkriegt. Alle anderen in der Erwartung der Runden, die am Abend fällig sein werden.

Aber mal von vorn:

 


14. Juli, Samstag 2007

Es starten am Kemnader See: Doris, Elke, Ulla, Hein, Allu, Karl-Heinz, Jürgen, Theo und Peter. Wieder ein Fiat Ducato, der farblich den Ferrari markiert, drangehängt Felix und Suomi, Begleitfahrzeug der bewährte Volvo. De-luxe-Ticket für Herbert. Er darf sich vor der Haustür in Dortmund in die Volvo-Lederpolster werfen. Dirk wird in Gütersloh vom Geleitzug aufgegabelt. Helli, der nicht von seinem Radl lassen will, und Norbert, der mit seinem Daimler aus Stade kommt, werden am Ziel erwartet. Neun Stunden Anfahrt. Zeit genug, um widerliche Autobahnstaus und angenehme menschliche Hilfsbereitschaft zu erleben. Auf einem Parkplatz, wer weiß wo, lässt sich die Schiebetür des erst 8 000 km gelaufenen Ducato nicht mehr öffnen. Fummel, Fummel unserer Fachleute - nix. Ein junger Mann lässt seine Familie warten, holt sein Werkzeugkistchen und Fummel, Fummel - Tür geht wieder. Allu weiß zu erzählen, die junge Mann sei VW-Mechaniker.

Wir glauben, nun sei der Einstieg zum "Fahrgastraum" ein für alle Mal gesichert. Denkste! Noch zwei Mal springt die verfluchte Tür-Laufrolle aus der Führung. Es gibt zwar immer noch ältliche Wanderfahrer, denen der Umgang mit Handys unheimlich zu sein scheint. Aber wie hätten wir ohne dieselben die zuständigen Callcenter erreicht, welche uns den Weg zu den zuständigen Fiat-Werkstätten wiesen? Nach der dritten Reparatur behandeln wir auf Jürgens Rat die Tür, als staple ich dahinter eine Großladung Eier - mit Erfolg.

Zweite menschliche Hilfe: Nach einem Halt setzt sich ein Motorradfahrer neben den Volvo und brüllt gegen den Fahrtwind: "Die Klappe steht offen." Welche? Tatsächlich tut die Heckklappe das, aber noch ist nichts rausgefallen, fällt auch nichts mehr raus bis zum nächsten Parkplatz.

Nachmittags Ankunft in Bosau am Gasthaus Frohsinn. Norbert wartet schon ungeduldig, Helli hat inzwischen tief in die Lebensgeschichte eines redseligen alten Herrn eintauchen können. Bezug der Zimmer im Haus Seefrieden. Durststillen, Essen, Restdurststillen. Zwischendurch erstes Seelenweiten beim Blick über das Märchenpanorama des Großen Plöner Sees. Man könnte dichten, wenn man´s könnte.

 

15. Juli, Sonntag

Frühaufsteher sehen sich im Dorf um. Im Dorfkern die Kirche des Bischofs Vicelin aus dem 12. Jahrhundert. Drumherum ein romantischer Kirchhof, der bis ans Wasser reicht - und den Toten nasse Füße macht? Ein dicker Stein am Eingang des Friedhofs behauptet: "HIER ENDET JEDERMANNS WEG". Aber, bitteschön, doch nicht so bald. Frühstück lässt nichts zu wünschen übrig. Helli hat exklusiv was erlebt. Tollende Buben haben sein Haus zerstört, aber hilfreiche Anwohner mitten in der Nacht beim Wiederaufbau geholfen.

Dann endlich an die Boote und in die Boote. Erste Ruderstrecke von Bosau nach Dersau. So säuisch, wie sich das anhört, verläuft der erste Tag keineswegs. Weites, glattes Gewässer, Sonne vom blauen Himmel, nur vereinzelte Wolkenschlieren, grüne Ufer, lauschige Inselchen. Vorbei am Naturschutzgebiet und der schnatternden Gänse-Großkolonie. Norbert probiert seine Bandscheiben aus und ist glücklich: Das Kreuz hält.

Rast in Dersau am Ufer der "Mühle am See". Auch die Radfahrer treffen ein. Rudern ist herrlich. Aber ankommen und Doris, Elke und Ulla ihre Lachsbütterkes und andere Spezialitäten genießen, dabei von Helli und Karl-Heinz innerlich bierfeucht gehalten werden - das ist auch klasse.

Beim Bootsbesatzungswechsel für die Rückfahrt nach Bosau geht einiges durcheinander. Elke und Hein schwingen sich auf die Räder zur auf Tour de Plön, Doris und Norbert schiffen sich ein und nehmen im Touristenboot Kurs auf Bosau. Der Landdienst ist früh zurück. Das Hotel hat totale Ruh´. Muss der Landdienst folglich die Natur genießen oder sich ein kühles Gesäß im kalten Seewasser holen - bis die Boote endlich anlegen.

Episode beim Abendessen: In Erinnerung ans große Schmausen bei der Wanderfahrt vor einem Jahr die vorsichtige Frage, ob wir denn auch einmal Reibekuchen serviert bekommen könnten. "Reibekuchen! Is was fürn Kindergeburtstag!!!" entgegnet Frau Wirtin und rauscht davon. War das nun unfreundlich? Der allzeit gut gelaunte und pfiffige Kellner Christof fragt nach Frau Wirtins Abgang: "Reibekuchen? - etwa Kartoffelpuffer? In der Küchenkulisse klärt Christof offenbar seine Chefin auf - und wir kriegen an einem Abend Kartoffel-Reibe-Kuchen-Puffer -reichlich.

Ins Bett gehen wir mit den Gedanken an Theo und seinen verschwundenen Kugelschreiber. Theo leidet tagelang. Bis unsere mitfühlenden Frauen den schmerzlichen Verlust vergessen machen durch einen weit schöneren Stift im Leuchtturmdesign.

 

16. Juli, Montag

Klar doch, nicht um zu essen, zu trinken und mehr oder weniger geistvoll daherzureden, sind wir auf Wanderfahrt, sondern des Ruderns wegen. Der Plan der Unternehmensleitung für heute: übern Großen Plöner See bis Spitzenort, Boote an der Schurre umsetzen und übern Kleinen Plöner See , in die Schwentine rein, übern Kron- und Lanker See bis Preetz. Wer in Spitzenort ins Boot steigt, rudert aber erst einmal bis Dörnick, ein idealer Anlege- und Rastplatz. So ideal nun doch nicht. Eine streng dreinblickende, anscheinend einheimische Dame bedeutet uns, so nahe dürfe unser Versorgungswagen gar nicht an die in Sonne und Wasser Badenden heranfahren. Weil Privatgelände! Wir geben uns ahnungslos. Hinter Dörnick macht die Schwentine erst einmal den Eindruck, als sei bei der großen Schmelze am Ende der Eiszeit schon an die Ruderer gedacht worden. Breit und brav bietet sie sich an, lässt die Ruderer nur stückweis Enge trainieren, bevor sie sich in den Lanker See öffnet.

Beim Preetzer Kanuheim Ende für heute. Boote bleiben hier. Sondermission für Dirk und Herbert, wg Tür haben sie eine Fiat-Werkstatt aufzusuchen. Als alle einschließlich der Radfahrer beisammen sind, lassen die Männer sich in die Bestuhlung der Kanutenterrasse sinken, während die emsigen Frauen Fingerfood zubereiten. Ulla greift in die Kühlkiste und lässt eine Flasche Becherowka kreisen. Dann geht es mit vergnügtem Sinn zurück nach Standort Bosau hin (hätte Theo deklamiert).

 

17. Juli, Dienstag

Das Befahren der Schwentine wird zum Abenteuer. Ab Preetz, wo die Boote über Nacht gelegen haben, zum Rosensee. Jetzt sind alle Künste der Steuerleute gefordert. Schmales Gewässer, noch verengt durch überhängende oder umgestürzte Bäume, starke Strömung, knappe Biegungen und tückisch-niedrige Kopf-ab-Brücken. Am Ende des Rosensees, auf dem hier und da Wasserrosen schwimmen, werden für die Rückfahrt nach Preetz noch einmal die Besatzungen gewechselt, damit jeder, der will, die Schwentine genießen kann - ein Genuss ist sie nämlich trotz oder gerade wegen der Schwierigkeit, sie zu befahren Den Spaß an der Fahrt durch die grüne Hölle vermag auch ein Angler nicht zu verderben, der, bräsig in seinem Kahn sitzend, fragt: "Da wollt ihr lang? Ohne umzukippen? Vor zwei Wochen sind hier noch zwei Vierer abgesoffen." Erstens rudern wir klugerweise keine Vierer. Und zweitens sind wir unumkippbar. Verstanden?


Randbemerkung: Auf den Seen paddeln viele Menschen herum, die sich weit unterhalb des Leistungsniveaus der Goldkanuten bewegen. Meist sind es freundliche Familien, die sich noch im Vor-Amateurstatus befinden und nicht begreifen, dass ein Ruderboot eine breitere Angelegenheit ist. Aber dafür haben wir Helli dabei. Der springt an kritischer Umsetzstelle in die Strömung und richtet alles.

Dienstags gönnt sich Haus Frohsinn einen Ruhetag. Deshalb - als die Boote wieder in Bosau angelandet sind- Essen beim Dorfbalkanesen. Der stopft uns voll, als wolle er uns übermorgen gewinnbringend schlachten. Auf die schweren Bäuche dann noch Norberts Geständnis, er wolle uns morgen verlassen. Mit nach Schleswig will er noch, aber von dort haut er ab nach Stade. Wir müssen einsehen, dass der Mediziner und Bandscheiben-Rekonvaleszent sich medizinisch vernünftig verhält.

 

18. Juli, Mittwoch, Kulturtag

Die Autokarawane steuert Schleswig an, noch mit Norbert, aber ohne Helli, der Besuche anderswo auf seinem Programm hat. Zuerst Gottorf, das Juwel von Schloss mit dem zauberhaften Barockgarten, den historischen Sammlungen sowie den Galerien voller Kostbarkeiten an Gemälden und Plastiken. Im Globushaus, dessen moderne Architektur mitten in barocker Umgebung ein prächtiges Gesamtkunstwerk ausmacht, klettern wir in die Nachbildung der Erdkugel, deren äußere Hülle die Erde kartografisch abbildet und deren Inneres den Sternenhimmel ausbreitet. Von einem kundigen Führer lassen wir uns berichten, dass das technisch äußerst raffiniert konstruierte Original 1713 von Zar Peter dem Großen "als Geschenk erbeten" worden sei, nachdem die Gottorfer in einer militärischen Balgerei mit der dänischen Krone den Kürzeren gezogen hatten. In solchen Zusammenhängen ist heute von Beutekunst die Rede.

Freunde von Ulla und Hein führen uns in die Stadt zum Mittagessen. Danach lassen wir den mächtigen Bau des St. Petri-Doms und seinen berühmten Bordesholmer Altar von Hans Brüggemann auf uns wirken. Danach Gang durch die Altstadt zum Holm. Das ist ein Friedhof, wieder einer, aber einer von ganz besonderer Art. Mitten in einem Rund von schmucken Fischerhäusern liegt das eisenumzäunte Gräberfeld, nur für zahlende Vereinsmitglieder. Gezahlt wird von Geburt an, dafür umsonst beerdigt. Ergo: früher Tod spart Geld.

Zurück zum Schloss. Die einen gehen das Nydam-Boot und Moorleichen gucken, die anderen laufen durch die reich ausgestatteten Galerien. Kleine Auswahl: Ernst Noldes Blumengarten, Ernst Barlachs Der Schwebende, Otto Müllers Badende in Landschaft, Alexej von Jawlenskys Frau aus Ascona, die Pietà von Käthe Kollwitz in ihrer ursprünglichen Gestalt als Kleinplastik. Wer nicht genug kriegen kann, schaut sich noch die wunderlichen Bilder von Paul Wunderlich an.

 

19. Juli, Donnerstag


Große Fahrt, Ziel Eutin. Erste Etappe über Fegetasche Behler See, Dieksee nach Malente Gremsmühlen. Warum heißen hier oben eigentlich alle schmalen Wasserläufe Schwentine? Und warum stehen dann, wenn die Strömung am stärksten ist, mittendrin noch Pfähle mit unlesbaren Schildern, an denen die Boote sich so gerne quer legen? In Gremsmühlen sind "Felix" und "Suomi" runde 300Meter weit und über eine stark befahrene Straße zu tragen. Schaffen wir auch und genehmigen uns eine Kartoffelsuppe oder sonst was in der Mühle von Grevesmühlen bei Frau - wie hieß sie noch?

Schwentine-Abenteuer, zweiter Teil. Der Wasserlauf bis zum Kellersee wird wieder zum (hin)reißenden Erlebnis. Der Landdienst hat inzwischen Stellung bezogen am letzten Schwentine-Stück vor Eutin. Hier an der Fissauer Mühle müssen die Boote vorbeikommen. Tun sie nicht. Anruf: Sind umgekehrt und haben ein schönes Plätzchen gefunden. Landdienst hin. Ruderer sitzen schon auf der Terrasse des Seeschlosses am Kellersee, Boote liegen davor auf dem Rasen. Vor der Autorückfahrt nach Bosau vertilgen wir den Restkuchen des Seeschlosses, welches sich Hotel und Erholungszentrum mit geistlichen Angeboten nennt. Im Haus Frohsinn besagte Reibekuchen. Das sagt alles über den Abend des 19. Juli.


 


20. Juli, Freitag

Morgenfeier für K.-H. Zurückgerudert vom Seeschloss am Kellersee nach Gremsmühlen und nach der Mittagspause weiter über Dieksee, Behler in den Großen Plöner nach Bosau. Gegen 16 Uhr liegen die Boote bereits wieder auf Frohsinns Rasen.

Die Abendrunde spaltet sich. Die nach Höherem Strebenden hören sich in der Kirche die Trompetenorgel an. Der Rest - na was tut der wohl? (Oder war die Musike am Samstag? Egal.) In der Runde der spätberufenen Freitagstrinker fragt plötzlich jemand nach dem Ducato-Schlüssel. Suchaktion! Allu, schon im Bett, murmelt: Herbert hat ihn. Herbert, der sich auch schon zurückgezogen hat, hat ihn nicht. Theo, schon im attraktiven Nachtflanell, hat ihn auch nicht. Am nächsten Morgen Jürgen: "Klar, ich habe ihn, hat ihn jemand gebraucht?"

 

21. Juli, Samstag

Skulls zur letzten Tour eingelegt. Nach Plön zum Schüler Ruder und Segler Verein. Kann der Kemnader Hallenmieter schon neidisch werden, wenn er sieht, wie unterhalb des weißstrahlenden Plöner Schlosses den Mägdelein und Knaben ein Wassersportparadies geschaffen wurde. Dabei ist weit und breit kein Nachwuchs zu sehen. Der Bootsbauer, der das weite Gelände hütet und freundlicherweise das Tor öffnet, erklärt die Leere: die Jugend hat Ferien und erholt sich als Ferntouris vom Stress der Schule und des Sports.

Hauptsache unsere Ruderer können an einem der zahlreichen Schüler-Stege der nächsten Besatzung Platz machen, und die Neuen können Kurs auf Dersau nehmen. Als das zweite Boot sich dem Dersauer Ufer nähert, haben die drin sitzenden Ruderer eine Erscheinung, die sich - O Wunder - als Realität erweist: Helli schwebt übers Wasser heran - mit einem Tablett voller Pils, darunter versteckt auch Apfelschorle. Wenn Herbert später mit einen der Plastiksessel zusammenkracht, hat das damit gar nichts zu tun. Zurück in Bosau sind wir nach dem frühen Abgang von Norbert wieder 13, eine weitere Ulla bereichert uns, Jürgen seine.

 

22. Juli, Sonntag

Heimfahrt in Regen und Staus. Nach erneut neun Stunden wieder im alten Revier Kemnader See.

Dank an Ulla, Dank an Hein. Die Wanderfahrt 07 war hervorragend geplant, vorbereitet und abgewickelt. Standort Bosau zu allseitiger höchster Zufriedenheit ausgewählt. Betten weich, Essen gut, Pilz frisch, was will man mehr. Exkursion in Kultur wunderschöne Sache. Einen Haufen von individualistischen Älteren und Alten bestens gelenkt und geleitet. Dankeschön.

Herbert Wagner

 

Ruder-WANDER-Himmelfahrt 2007

„In diesem Jahr wird die Himmelfahrtstour eine etwas anderen Charakter haben als in den vergangenen Jahren, weil:

1.   die RWF durch drei Länder geht (Personalausweis!),

2.   zunächst ein Fluss bergab (Maas) und dann ein Flüsschen bergauf   (Niers) gerudert wird,

3.   die Übernachtungen unterschiedlicher Natur sein werden“


....so war es im STIPP 1/2007 angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir allerdings noch nichts von Punkt Nr.4, der wahren Bedeutung des jahrzehntelang unreflektiert benutzten zusammengesetzten Substantivs Ruderwanderfahrt und der praktischen Umsetzung der einzelnen Wortbausteine. Doch dazu später mehr.

Der Wetterbericht verhieß nicht nur Gutes, Helli zeigte sich diesbezüglich sogar recht pessimistisch, versuchte trotzdem zu stimulieren mit der Äußerung: „Das Wetter wird definitiv nicht schön, aber die Fahrt“.

15 Teilnehmer ließen sich durch nichts abschrecken und nahmen unter der Voraussetzung der Punkte 1-3 an der Himmelfahrtstour teil: Helli, Andrea, Anja, Kathy, Achim, Michael, Jutta, Kiki, Martin, Andreas, Willu, Robert, Anne, Jürgen und Doro. Verladen wurden die Boote „Zappa“, „Weichei“, „Und Tüss“ und „Suomi“. Margit entschloss sich zur Landschutz-, Rettungs- und Pionierbegleitung auf ihrem Drahtesel – wohl einzigartig in der BBB –Ruderwanderchronik.


Bis auf einen kleinen Zwischenfall –Andreas konnte dem Drang und der Sucht nicht widerstehen und lotste die nichtsahnende Kathy in Venlo direkt zu einem Coffeeshop, wo er sich großzügig bediente, den ganzen Stoff dann über die belgische Grenze schmuggelte und Kathy an einer Polizeikontrolle mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeirauschte (Alles wird gut!) – kamen alle, teils zu mitternächtlicher Stunde, aber wohlauf in Maaseik an. Und dann kam auch der vom Orakel Lebert prophezeite Regen.

 


1. Etappe: Maaseik - Kessel (37 km)  

Jedoch: als Doro und Jutta zum Antritt des Frühstücksdienstes aus dem Zelt krabbelten zog sich der Regen sofort zurück. Gut gesättigt und durch Kaffeegenuss aufgepäppelt, fühlte sich auch die/der Letzte in der Lage, unseren Geburtstagskindern Andrea und Jürgen ein Ständchen zu bringen und die Geschenke (äußerst praktische, dem Alter angemessene Outdoor-Sitzgelegenheiten - siehe links) zu übergeben.

Es folgte eine kurze Wanderung zum Startsee, einem ausgebaggerten Nebenarm der Maas, mit Parallel-Einsatzmöglichkeit am Strand. Der Abschnitt zwischen Maaseik und Roermond ist wegen seiner zahlreichen Nebenarme und Baggerseen ein beliebtes Motorbootrevier, aber ob des bedeckten Wetters hatten wir eine ruhige erste Teiletappe. Ruderer und Kanuten gelten auf diesem Abschnitt als Exoten und sind eher selten anzutreffen.

In Roermond (sehr schönes Städtchen) erwartete uns eine winkende Margit, lotste uns zum Anlegen in die Roer-Mündung und verbrachte mit uns die Mittagspause. Und dann kam auf den letzten 10 Kilometern auch die Sonne durch.


Als etwas problematisch erwies sich am Zielort Kessel das Ausladen und Ausheben der Boote, da es am Ufer des Campingplatzes vor kleinen hohen Motorbootanlegern nur so wimmelte. Kessel entpuppte sich als ein nettes Städtchen mit ehemaligem Mädchenpensionat und einer malerischen Burgruine, die von Martin, Jürgen und Doro zu mitternächtlicher Stunde noch besichtigt wurde.

2. Etappe: Kessel - Maashees (40 km)

Eitel Sonne und zunehmend schöner werdende Landschaft charakterisierten die zweite Etappe. Venlo wurde durchrudert und ein sanfter Rückenwind lud ein zu Segelwettbewerben in den Pausenphasen.

Der Suomi mit Steuermann Michael entpuppte sich als schwuchtelndes Verniedlichungsboot („in die Auslage – lös-chen“, „nur noch 5 Kilometerchen“, „Stößchen“, „Böötchen Steuerbord voraus“, usä.)

Es folgte eine Bilderbuch-Mittagspause im kleinen Passantenhafen von Arcen mit nahegelegener Eisdiele und einem Wasserschloss, das von etlichen BBBlern auch in Augenschein genommen wurde.

Nur der Supermarkt war ein wenig weit vom „Häfchen“ entfernt. Der zweite Teil der Etappe verlief ebenfalls in angenehmer Atmosphäre und mit nur mäßigem Berufsschifffahrtsverkehr relativ ereignislos (abgesehen vom Frontalangriff auf eine grüne Tonne durch Steuerfrau Jutta). Das wurmte den Fahrtenleiter und er nötigte die Crew des Suomi kurz vor dem Ziel in ein kleines „Kanälchen“ zur Burgruine von Geysteren hineinzurudern, ein Weiterfahrtverbotsschild zu missachten und schlussendlich in einem kleinen videoüberwachten Hafenbereich zu landen, in dem sich gleichermaßen kleine wie dubiose Schabrackenbarkassen befanden. Man hätte hier anlegen müssen um über einen Wall zur Burgruine hätte gelangen können, doch man entschloss sich dann lieber doch zum Rückzug mit freundlichem Winken in die Kamera.

Der Campingplatz in Maashees, der uns erwartete, war dann aber ganz im Sinne der Fahrtenteilnehmer: eine langgezogene Wiese mit Waldhintergrund am Flussufer und recht malerischem Blick auf die Maas. Schadenfroh konnte unter Applaus beobachtet werden, wie es einen Wassermotorrad-Typen zerlegte, der zuvor durch sein Hin- und Her das Ausladen der Boote erschwerte.

Alles schien sich prächtig zu entwickeln, wäre da nicht das Wasser gewesen, das frecher Weise in das vorzügliche und nett anzuschauende Abendessen hineinregnete.

Ein bemerkenswerter Akt fand an diesem Abend auch noch statt.

Achims langjährige, hautenge Begleiterin wurde offiziell entsorgt - seine mittlerweile partiell transparente Ruderhose.

 

3. Etappe: Maashees – Viller Mühle (33 km)

Die dritte Etappe versprach Einiges. Zunächst 20 km die Maas abwärts, dann 13 km die mit Spannung erwartete Niers aufwärts. Irgendeinem Kanuführer konnte man entnehmen: bei Kilometer 0,2: „ Krautfanganlage (links umtragen)“.

Mental bestens auf Aufwärtsrudern und Umtragen eingestellt setzte man sich in die Boote. Die 20 Maaskilometer wurden recht locker abgerudert. Lediglich eine Schleuse und ein paar Fähren unterbrachen das zyklische “Vor-und-Zurück“.   Leidlich Zeit um darüber zu sinnieren, ob es sich bei der zu erwartenden Fanganlage möglicherweise um eine für „The Krauts“ handeln könnte. Und dann begann der sportliche Teil des Tages, bei dem auch die Steuerleute auf ihre Kosten kamen.

Die Niers entpuppte sich als recht ansehnliches Wald- und Wiesenflüsschen, teilweise sehr eng und mit vielen Windungen, aber ruderbar. Nur, die Krautfanganlage wollte einfach nicht kommen. 200m vor der Mündung war nichts und erst nach ungefähr einem (gefühlten) Kilometer warteten heimtückisch gespannte Drähte und ein quer über den Fluss ragender Stahlarm mit gierig wartenden Eisenkrallen auf the Krauts vom BBB. Doch mit ein paar „Dicken“, „Ruder lang!“ und „Köpfe runter!“ wurde dieses Hindernis souverän bewältigt.

Der Umstand, nicht umtragen zu müssen stimmte froh und machte den folgenden Aufwärtskilometer bis zur Pausenstation in Gennep erträglich. Auch in diesem Städtchen ließ sich bei Sonnenschein gut pausieren. Dann ging es auf   die restlichen 11,5 Kilometer flussauf. Bisweilen musste aus erholungs-technischen Gründen „eingeschilft“ werden um keinen Zentimeter zurückgetrieben zu werden. Irgendwann wurde die Niers zum Grenzfluss zwischen NL und Deutschland.

Und plötzlich war das deutsche Ufer gespickt mit Panzern, Panzern und nochmals Panzern! Man hatte in der Tat den Eindruck, dass ein gewisses Misstrauen gegenüber der ehemaligen Kolonialmacht Holland besteht. Nach einer Rechtskurve ging es auf die letzten zwei rein deutschen Flusskilometer bis zum Tagesziel: das Wehr an der Villerschen Mühle. Und hier offenbarte sich, dass auch gegenüber den Fahrtenleitern ein gewisses Misstrauen angebracht gewesen wäre, denn die Angaben im oben erwähnten Kanuführer waren eindeutig: „Wehr Villersche Mühle, keine Umtragemöglichkeit, Befahrung vermeiden“. Bei der Erkundungsfahrt unterließen es Doro und Jürgen, genau dieses Wehr ob der herrschenden Dunkelheit um 23.00 Uhr in Augenschein zu nehmen und vertrauten den Worten des Mühlenbesitzers „alles möglich, alles kein Problem!“ Irrte der Kanuführer bei der Krautfanganlage, so hatte er diesmal recht. Das Ausladen, Herausnehmen und dann sehr weite Umtragen wäre bereits an den steilen verkrauteten U ferböschungen gescheitert. Was also tun? Jürgen schwang sich auf Margits Rad und radelte zur Viller Mühle. Hier waren die Vorbereitungen zum kabarettistischen Abendevent mit Winfried Schmickler und ca.200 Zuschauern in vollem Gange. Der WDR war da, um eine Hörfunkaufzeichnung zu machen. Der Hausherr der Mühle, der wahnsinnige Puppenspieler Heinz Boemler, rotierte, bemühte sich aber uns nach Kräften zu helfen und gestattete ein Hineinrudern in den Graben, der zu Betriebszeiten der Mühle als Abflusskanal diente.

Da die Mühle jedoch seit ewigen Zeiten nicht mehr als solche in Betrieb war, gestaltete sich das Hineinrudern in den verschlickten Graben (einige Boote benötigten dazu mehrere Anläufe kombiniert mit ruderischen Finessen um die Kurve zu kriegen) und das Herausnehmen der Boote als etwas problematisch. Aber für das kampferprobte BBB-Team war es lediglich eine Herausforderung mehr, die es abzuhaken galt. Es sollte die teuerste Übernachtung werden, zumindest auf Himmel-/Fronleichnamsfahrten und das Nennen des Preises sorgte zunächst für Verstimmung. Doch es wurde ein legendärer Abend, der schlussendlich alle zufrieden stellte. Da war zunächst die Villersche Mühle. Sie entpuppte sich als ein Panoptikum voller historischer Kuriositäten (kurzum: authentischer alter Krempel – vor allem Blechschilder). Übernachten durften wir in einem echten Bunker aus dem 2.Weltkrieg, der bisweilen für private Feten zu Verfügung steht.

 

Vor dem Bunker befand sich ein Biergarten mit herrlichem Blick auf unseren Zieleinlauf-Kanal, mit verrosteten Tischen und Stühlen und leider auch dem Generator des WDR, der auch erst nach der Vorstellung abgeschaltet wurde. Während Kiki aus dem korrodierten Mobiliar eine schmucke Tafel zauberte und der Küchendienst um Anne (die gleichzeitig kochte, nicht unwesentlich dem Alkohol zusprach, sich mit dem Mitarbeiter des wahnsinnigen Puppenspielers anlegte und nebenbei mit Doros Handy mit dem ihr unbekannten Carsten flirtete) ein köstliches Mahl zubereitete, amüsierten sich die restlichen Ruderer köstlich bei der geduldeten, kostenlosen Visitation des Kabarettprogramms (mit dem Stargast Doktor Stratmann).

Mit der Absicht die Übernachtungskosten erträglicher zu gestalten, wurde die mittelalterliche Spargelschälerin Margit vor den Bunker gesetzt, die von etlichen Kabarettgästen als lebendes Inventar identifiziert und abgelichtet wurde. Doch nicht ein einziger Cent wurde eingespielt.

Als dann das Essen fertig war und der Generator abgestellt wurde, gerieten die Frustrationen des Tages und auch das zwischenzeitliche Fluten der Bunkerküche durch das Nutzen der Bunkerdusche in Vergessenheit.

 

4. Etappe: Viller Mühle – Jan an de Fähr (15 km)

Am Vorabend wurde nicht lange diskutiert, wie es denn nun weiter gehen solle, beim Frühstück wurden nur noch die organisatorischen Details geklärt. Der Beschluss war eindeutig: wir wandern die 4. Etappe an der Niers entlang!

Gleichwohl wurde die obligatorische Bootsplatzverlosung durchgeführt, bei der Anja, Kathi und Helli den „und Tüss“ zogen.


Den ursprünglich geplanten Zielort, „Jan an de Fähr“ in Goch erreichten schlussendlich nur Doro, Anne, Anja, Willu und Jürgen denn dort stand der Hänger. Währenddessen suchen sich die anderen Wanderer ein schmuckes Cafe um das restliche Bargeld aus der Wanderfahrtskasse auszugeben. Andreas, Kathy und Andrea nahmen dann als krönenden Abschluss noch ein Bad in einem Baggersee, an dem wir vorbeikamen. Ein Teil unserer Wanderung an der Niers entlang absolvierten wir übrigens auf dem Jakobsweg. Es handelte sich also quasi um: Promi-Pilgern!

Wer hat’s erfunden?

Doro Erlemann – Jürgen Dassow

 

Sein alter Arbeitsplatz ist nicht wegrationalisiert, nur sein Büro existiert nicht mehr. Ob er sich noch einmal einarbeiten könnte, ist schwierig zu beantworten. Aber den Mut dazu hätte er allemal.

Herbert lud uns in „seine
“ Ruhr Nachrichten nach Dortmund ein.

Über 30 Jahre gestaltete er als stellvertretender Chefredakteur dieses renommierte Blatt mit. Die Lensing - Gruppe stellt sich als respektables Medienunternehmen dar, mit Druckhäusern in Münster und Dortmund. Die RN betreut den Großraum Dortmund, Münster und Münsterland mit einer Auflage von täglich 260.000 Exemplaren mit 32 lokalen Ausführungen. Die Investitionen des letzten Jahres beliefen sich auf 38 Mio €

Einen Teil dieser Investitionen hatten wir Gelegenheit zu besichtigen. Riesige Druckanlagen mit einer computergesteuerten Peripherie sind heute das technische Herzstück eines Druckhauses. In diesem technischen Teil eines Verlages sind nur noch wenige Menschen beschäftigt. Die tonnenschweren Papierrollen werden vollautomatisch gewechselt, ohne dass die Rotationsgeschwindigkeit der Druckanlage vermindert wird. Der Ausschuss durch den Rollenwechsel liegt bei 30 – 50 Zeitungsexemplaren. Ausgerollt misst das Druckpapier einer Rolle rund 1,5 km. Die Zeiten des alten Gutenbergs sind Urhistorie, aber das Rohrsystem der guten alten Rohrpost, das die Vernetzung zwischen den Redaktionen und Setzerei ermöglichte, ist noch vorhanden. Nur die Druckluft gibt es nicht mehr.

Die eigentlichen Zeitungsmacher sind heute Computerspezialisten, der Setzkasten mit den Bleilettern hat nur noch museale Bedeutung.

Aber ohne die Redakteure wie Herbert, der nach seinem Germanistikstudium seinen Job von der berühmten Pike auf erlernt hat, läuft gar nichts. Die Spannung und Hektik zum Redaktionsschluss ist seit je her die gleiche. Die Kundennähe und damit verbunden die Themen von lokalem Interesse, sind jedem Journalisten heilig. Die neuen Techniken erlauben Schnellschüsse, von denen Herbert zu Beginn seines Journalistenlebens nur träumen konnte.

Die überregionalen Informationen müssen neutral, genau und vor allem schnell übermittelt werden. Eine spannende Aufgabe.

Herbert hat nie richtig aufgehört, Ruhr-Nachrichtler und Journalist zu sein. Nach kurzer Anwesenheit in der Redaktion war er wieder mitten im Zeitungsgeschehen und übernahm wie selbstverständlich teilweise die Führung und Erklärung in der Redaktion, bis er merkte, dass auch er nur Besucher war. Seine Wanderfahrtberichte sind ein Genuss zu lesen und spiegeln sein Zeitungsherz wider.

Der gemütliche Teil unserer Bildungsreise endete in der sympathischen Atmosphäre von Hövels Hausbrauerei. Hier durften wir Herberts Gäste sein.

Lieber Herbert, Du hast uns einen Einblick in Dein Berufsleben mit seinen rasanten Veränderungen verschafft. Vieles, was wir sehen konnten, war Neuland für uns und wird haften bleiben. Danke für diesen gelungenen Tag.

Allu Lehmann

 

Themen-Schwerpunkt: Ruder – Weltmeisterschaft München 2007

 


Nach 1981 (München), 1983 (Duisburg) und 1998 (Köln) fanden die Ruder- Weltmeisterschaften zum vierten Mal in Deutschland statt, vom 26.08. – 02.09., wieder mal in München.

Weltmeisterschaften im eigenen Land sind eine Chance, sich als Zuschauer sein eigenes Bild zu machen. Sechs Mitglieder des Blauen Bands haben diese Chance genutzt. Hier die Eindrücke von fünf dieser Teilnehmer.

 

Meine Ruder-WM München 2007 (Andrea Kahnert)

Mein Besuch bei der Ruder-WM in München beschränkte sich auf 3 Tage. Zu den Halbfinals am Freitag reisten wir mit insgesamt 12 Kollegen gesponsert von der Uniklinik Ulm früh morgens aus Ulm an und nahmen auf den noch relativ leeren Rängen der sichtbar gealterten Regattatribüne Platz. Diesmal gab es nichts Dienstliches für mich zu tun, so dass ich mich ganz auf die Rennen und das Drumherum konzentrieren konnte. Kurz nach der Ankunft schloss ich mich per Handy mit Helli kurz und traf ihn kurze Zeit später für ein kleines Pläuschchen. Wieder neben meinen Kollegen sitzend erblickte mich Allu wenig später und winkte mir freundlich zu („Du kennst aber viele alte Leute hier“ – Kommentar einer Kollegin).

Text Box: Mich interessierten dieses Mal besonders die Rennen der Skuller, da ich an vier Messterminen in diesem und letztem Jahr in Ratzeburg, Berlin und München deren Ohren zur Laktatabnahme zerstechen und ihre hübschen Gesichter durch das Aufsetzen von Masken zur Messung der Sauerstoffaufnahme verschandeln durfte („Ist doch scheiße mit der Maske“-  Maske?, welche Maske??). An so Tagen bekommt man doch recht viel von den unterschiedlichen Charakteren mit… Es ist auch toll zu sehen, wie sich Ruderer entwickeln. Hans Gruhne (Doppelvierer) zum Beispiel war in meinem ersten Jahr in Ulm 2005 bei den Junioren auf der WM in Brandenburg dabei und wurde 2. im Doppelzweier. Bei der WM 2006 in Amsterdam wurde er Juniorenweltmeister im Einer. Und dieses Jahr fuhr er zum ersten Mal bei den Senioren im Doppelvierer mit und gewann direkt die Bronzemedaille. Sehr beeindruckend.

Der Messtermin in München lag ca. 2 Wochen vor Beginn der WM und ich wunderte mich etwas über den noch sehr „unaufgeräumten“ Zustand der 35 Jahre alten olympischen Anlage und die Selbstverständlichkeit der herumstehenden Bauzäune. Ich erwartete eigentlich betriebsame Hektik angesichts des Großereignisses mit 1285 Athleten aus 68 Nationen in 474 Booten und 60000 Zuschauern. Das Gegenteil war der Fall: alle wirkten sehr gelassen und die bereits angereisten Nationen trainierten entspannt auf dem bayrischen Gewässer.

Zu Beginn der WM sah es zwar nicht wesentlich besser aus, doch zumindest die Organisation stand einigermaßen. In jedem Fall konnte man den Hauch von 1972 noch spüren.

An besagtem Freitag waren Helli und Allu nicht die einzigen Bekannten aus dem Ruhrgebiet, die ich traf. Mein Studien- und Hochschulsportskollege Jochen Wittor zeltete mit einer ganzen Armada an Herner Vereinsmitgliedern neben Hellis Behausung. Herner Ruderer können ja bekanntlich besonders gut feiern, sehr zu Hellis Leid.

Text Box: Die Rennen waren schon am frühen Nachmittag zu Ende, so dass wir Ulmer noch in Freising in einem netten Gasthaus eine Kleinigkeit aßen. Anschließend bezogen einige von uns unsere Zimmer im recht einfachen, aber frommen Gästehaus der Pallotiner. Abends kam Helli noch nach Freising raus und wir durften die Eröffnung des großen Freisinger Volksfestes miterleben. Bei einem Absacker im Cafe trafen wir lustigerweise den gesamten Ruderachter, der wohl noch vor dem großen Finalen zu entspannen versuchte (kein Alkohol!).

Am Samstag wurden die Tribünen wesentlich voller und die Ordner kontrollierten auch besser. Ich hatte zwar eine Akkreditierung, aber keinen festen Platz, so dass die Platzwahl sehr schwierig war. Ein weiteres Mitglied des BBB erschien schließlich an der Regatta: Angela, die zu einem Betriebsausflug in München unterwegs war. Text Box: Angela, Helli und ich schauten uns die Rennen gemeinsam an und genossen die gute Stimmung. Nach dem Ende gelang Angela im Shuttlebus Richtung Bahnhof Oberschleißheim ein grandioses Foto von Text Box: Helli, das auf Anfrage eingesehen werden kann. Ich sach nur: “Ein voll aufgeblasener Riesenballon hätte den Wettbewerb um Prallheit mit Hellis Gesicht kläglich verloren. So kamen wir nach einem Lach-Spektakel hervorragend gelaunt in Text Box: München City an, wo sich unsere Wege dann trennten, d.h. Helli und ich zogen gemeinsam noch einige Stunden durch die bayrische Landeshauptstadt. Am Finaltag am Sonntag war für mich dann gar kein Platz mehr auf der Tribüne, so dass uns der Chef auf die Pressetribüne schmuggelte. Von dort hatte man aber einen grandiosen Überblick. Dies gelang aber auch nur bis zum Mittag, danach stellte ich mich ans Ufer hinter der Ziellinie. Von dort konnte man die Rennen nicht perfekt verfolgen, aber dafür bekam ich unmittelbar die ersten Reaktionen der Ruderer und deren Betreuer nach der Zieldurchfahrt mit.

Der DRV kann mit einigen Booten sicherlich sehr zufrieden sein, jedoch gab es auch Enttäuschungen. Die Erwartungen waren angesichts des „Heimvorteils“ sehr hoch Fehlendes Gold wurde von vielen Seiten beklagt, aber in dieser Leistungsdichte ist es auch nicht einfach, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Die Zuschauer haben diese Weltmeisterschaft stimmungsmäßig in jedem Fall zur Heim WM gemacht und ich bin froh, dabei gewesen zu sein.

 

Ruder-WM München 2007 (Angela Andree)

Es traf sich gut, dass wir mit unserer Geschäftsstelle des Judo-Verbandes just an diesem Wochenende einen Betriebsausflug nach München machten. Paul, unser ehemaliger Bayer, suchte die Programmpunkte aus, die - allerdings - zumeist kulinarisch waren: Brauhäuser, Cafés, Brotzeit im Englischen Garten und im Kloster Andechs . . . – man hätte meinen können, eine Gruppe der Zeitschrift „Essen & Trinken“ wäre zum Testen unterwegs . . .. Meinem Vorschlag „wir sind doch ein Sportverband, lasst uns zur Ruder-WM fahren“ folgten wenige (um nicht zu sagen keine der Mitreisenden) - glücklicherweise wusste ich, dass das Blaue Band vor Ort war und freute mich auf ein Wiedersehen mit Andrea, Helli und weiteren Blauen Bändlern.

 

Ruder – WM – Eindrücke (Allu Lehmann)

Die nicht gewonnene Ruder-Goldmedaille war für uns WM-Zuschauer gar nicht so tragisch, obwohl es schön gewesen wäre, auch einmal die deutsche Hymne zu hören.

Aber wir waren dabei und haben spannende Rennen und begeisterte, großartige Zuschauer gesehen.

Sage nur noch einmal jemand, deutsche Fans wären „lahm“. Die Fußball- und Handball-WM-Euphorie wurde nach Oberschleißheim transportiert. Eine klasse Stimmung, obwohl die Bierlogistik eine Katastrophe war. Auch die dem Bier zwangsläufig nachgeschaltete Entsorgung war wenig weltmeisterschaftlich. Aber so sind se nun `mal, die Bayern.

Vor mir saß am letzten Finaltag eine kleine Gruppe Kanadier. Es war eine Freude, diesen temperamentvollen jungen Leuten zuzuhören und –zusehen, wie sie ihre Mannschaften anfeuerten.

 

In ähnlicher Gruppierung waren Fans aller teilnehmenden Nationen über die Tribünen verteilt. Natürlich war die Gruppenstärke der Anrainerstaaten (Holland, Frankreich etc.) höher als z.B. der Blauen Bändler, Neuseeländer, Australier, Amerikaner, Chinesen. Es war ein wunderbares, buntes Völkergemisch und dementsprechend war auch die Gesamtstimmung.

Dass Rudern nur eine Randsportart ist, zeigte sich vor allem am „äußerst schlappen“ Catering für die normalen Fans. Und so ein WM-Tag ist sehr lang. Also musste an einem der Regattatage der „Fressnapf“ von Karstadt an der Kaufinger Str. unsere Mampflust befriedigen. Die Fischsuppe und der trockene Riesling waren vom Feinsten und sind wirklich zu empfehlen. Wenn alle diese Suppe mit Zubehör essen, macht Knoblauch gar nicht einsam.

Am ersten Finaltag klappte der Bus – Shuttle vom Bahnhof Schleißheim zur Regattastrecke nicht so richtig (riesiger Stau) und die Schlachtenbummler standen zunächst etwas hilflos an der Bushalte. Es wurde nicht gemeckert, vielleicht ein wenig gegrummelt, aber mehr nicht.

Wie es sich für wahre Sportler gehört, suchten viele Gruppen auf dem nächsten Stadtplan den kürzesten Fußweg und ab ging`s über 3,5 km. Wahrlich weltmeisterlich.

Meine Münchener Freunde und ich hatten das Glück, von einem Oberschleißheimer, der gerade für seine Familie die Frühstücksemmel kaufen musste, per PKW auf Schleichwegen in Tribünennähe gefahren zu werden. Eine Kostenbeteiligung in Höhe der Taxigebühren o.ä. lehnte er ab: „Schließlich sind wir das unseren Gästen schuldig“. Ich glaube, solch eine Haltung ist auch „weltmeisterlich“. Nochmals danke schön.

Die WM war ein schönes Erlebnis und München ist es immer.

 


Meine Ruder-WM München 2007 (Helli Lebert)

Zwei Welten: Akkreditierte und zahlende Zuschauer : Die Ruder-WM hatte viel Zulauf an Prominenz: Bundesinnenminister Schäuble, Ministerpräsident Platzeck (Brandenburg), Deutsche Bank - Chef Ackermann, Theo Waigel mit Gattin Irene Epple-Waigel, Blacky Fuchsberger, die IOC-Mitglieder Bach und Tröger, drei bayrische Staatsminister und viele bekannte Sportgrößen aus Vergangenheit und Gegenwart. Diese alle schwärmten von einer gelungenen Veranstaltung. Sie befanden sich ja auch auf der Sonnenseite der Veranstaltung. Die WM habe gezeigt, dass die für die Spiele 1972 errichtete Regatta-Anlage „immer noch eine tolle Sportstätte ist“, so der für den Leistungssport zuständige Bundesminister. Die Ruder-WM demonstriere nach vielen großen Sportereignissen 2006 und 2007 in Deutschland einmal mehr, „dass wir solche großen Sportveranstaltungen sehr gut organisieren können“. Erstaunlicherweise fehlten der Münchner Oberbürgermeister Ude und der damalige Noch-Ministerpräsident Stoiber.

Auch die überaus zahlreichen Zuschauer (am zweiten Finaltag 15.000) – unter anderem auch ich - hatten viel Spaß an den spannenden Wettkämpfen.

Hier zum Beispiel das Finale im Frauen-Achter. Deutschland wurde „nur“ Fünfter. Die Statistik ist gnadenlos. Tatsächlich lag das Boot nur 2.79 sec hinter dem Gold-medaillen-gewinner und nur 0.33 sec hinter der Bronzemedaille. Der Männer-Achter gewann mit 2.27 sec hinter Kanada Silber. Aber so ist das eben im Sport, der Platz ist entscheidend, und zwischen Platz 1 und 2 und zwischen Platz 3 und 4 klaffen in der Bewertung von außen Welten.

Wir Zuschauer hatten mit Widrigkeiten zu leben, und das muss auch gesagt werden. Selten so viele lange Schlangen gesehen, vor den Toiletten (sogar vor den Männer-Toiletten!?!), an den Shuttle-Bushaltestellen zu Beginn und Ende der Wettkämpfe, am S-Bahnhof, vor den Essensständen (tagelang gab es dort ausschließlich nur die Varianten „Semmel mit Leberkäse“ und „Semmel mit einem Paar Wiener“, immerhin aber mit zwei Senf-Varianten „süß“ und „mittelscharf“). Ich habe mich da als Deutscher bayrischer Herkunft schon öfter mal vor unseren vielen - eigentlich immer freundlichen – aus- und inländischen Gästen etwas geschämt. Die S-Bahn hätte für zwei Stunden an den Finaltagen die Vertaktung intensivieren können, oder wenigstens mit drei statt zwei Zugteilen fahren können, anstatt im üblichen Trott, der den Zuschauermassen nicht gewachsen war. Franchise-Unternehmen hätten die Essens- und Toiletten-Situation entspannen können. Bei den Shuttle-Bussen hätte man für einen begrenzten Zeitraum einfach die dreifache Zahl einsetzen müssen, zumal die Zugangs- und Abgangsstraßen durch die Pkw’s zusätzlich massiv belastet waren und die Busse am Hin- und Zurückkommen hinderten. Die Anlagen waren ohne Renovierung noch original 1972 spartanisch, der Zahn der Zeit hat verschiedentlich sehr genagt. Das größte Chaos war am ersten Finaltag. Die Zugänge zu den ca. 80 verschiedenen, natürlich qualitativ sehr unterschiedlichen Tribünenblöcken wurden nicht kontrolliert. Jeder setzte sich dorthin, wo er wollte, Folge: unendlicher Frust bei den Inhabern der besseren Plätze. Man stelle sich vor, was in der Schalke-Arena passieren würde, wenn die Zugänge zu den Sitzplätzen auf der Haupttribüne nicht kontrolliert würden. Die Zeltplätze hinter der Tribüne waren limitiert und zumindest theoretisch an eine Voranmeldung mit Bestätigung gebunden. Praktisch pflanzte aber jeder – egal ob angemeldet oder nicht - sein Zelt oder seinen Wohnwagen dort auf, wo er wollte, in der Mitte eine streng verteidigte große holländische Wohn-Wagenburg. Der nette ältere Herr, der allein ohne Unterstützung mit dem Fahrrad herum fuhr und die Gebühren kassierte – ein letzter echter Amateur -, konnte eine solche Kontrolle nicht leisten und war hoffnungslos überfordert.

The Mamas and the Papas:  Zufälllig saß ich in meinem Block nahe bei Müttern und Vätern von startenden Ruderern. Deren Schicksal ist ein schönes und hartes Los zugleich. Ich konnte tagelang die Gefühls-Höhen und –Tiefen bei den Eltern des Achter-Ruderers Ulf Siemes aus Oberhausen miterleben. Sie hatten eine große Deutschlandfahne mit dabei, die von der sehr erfolgreichen Riemenruderer-Generation nach dem Achter-Desaster Sydney 2000 Jahr für Jahr mit Autogrammen kontinuierlich bestückt worden war. Vater Siemes schwenkte die Fahne bei jedem Auftritt deutscher Ruderer, eine wahrhaft athletische Leistung. Sohn Ulf hatte sich trotz zahlreicher SMS und Telefonate der Eltern eher rar gemacht. Das ZDF wollte parallel zum Endlauf des Achters die Eltern filmen, ich habe dafür auch gerne meinen Platz geräumt. „Ist mir eigentlich etwas peinlich“, sagte Mutter Siemes. Aber offensichtlich hat sich das ZDF dann spontan doch anders entschieden.

Und da waren auch die Eltern der erfolgreichen Zwillinge im leichten Zweier-ohne der Männer, Martin und Jochen Kühner. Die Fahne vom sympathischen Vater Kühner war kleiner und war auf einer flexiblen Angelrute befestigt, deutlich einfacher zu handeln. Den Zwillingen hatte ich am ehesten Gold zugetraut, sie schafften Silber. Allerdings ist ihre Bootsgattung nicht-olympisch. Ich bin aber zuversichtlich, dass sie nächstes Jahr den Kern eines guten leichten Vierer-ohne bilden. In dieser Bootsgattung und im Frauen-Einer muss im nächsten Jahr die Olympia-Qualifikation noch geschafft werden, in allen anderen zwölf Bootsgattungen ist man vom DRV her glücklicherweise durch. Denn im olympischen Jahr ist die Rest-Qualifikation deutlich schwieriger als die normale Qualifikation im vorolympischen Jahr.

Hinter mir saß eine kleine italienische Kolonie. Diese flippte beim Rennen des Zweier-mit völlig aus, vor allem eine leicht korpulente Frau, deren Stimme sich mehr und mehr überschlug und die dem Kollaps bedrohlich nahe kam. Nachdem das Rennen beendet war (Italien gewann Silber), informierte sie die Umstehenden entschuldigend mit einem herrlichen italienischen Redeschwall, dass sie die Mamma eines der Ruderer sei. Dann griff sie zum Handy und rief sofort zuhause an und schwärmte von „fantastico“ und „entusiasta“. Nur ganz allmählich kriegte sie sich wieder ein, es war einfach wunderschön, da daneben stehen zu dürfen.

Damals und heute: Wenn ich so an meine Wettkampfzeit vor über 40 Jahren zurück denke und sie mit heute vergleiche, fallen mir Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.

Gemeinsam ist ein langes, hartes Training, auch bei uns im Sommer bereits 14x die Woche. Auch die unendlich lange Wartezeit vom Trainingsbeginn im Herbst bis zum nächsten Sommer, an dem endlich klar wird, wo man tatsächlich steht, ist gleich geblieben. Wir haben allerdings - nach heutigen trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen - völlig falsch trainiert, insgesamt sehr, sehr wenig Ausdauer, Kraft nur im Winter, im Sommer ausschließlich intensives Intervalltraining (vormittags und nachmittags jeweils 8 x 560 m) mit kurzen Erholungspausen.

Gemeinsam ist das Gefühl einer kleinen, aber intensiven Ruder-Familie aus Athleten, Trainern und Fans. Es gab viele herzliche Wiedersehens-Erlebnisse, als wäre zwischendurch keine Zeit vergangen, bei mir etwa u.a. mit meinem Partner und Freund von Tokio 1964, Josef Steffes-Mies, und mit meinem – mittlerweile 80jährigen, aber immer noch sehr fitten - Trainer Heinz Beham aus erfolgreichen Passauer Zeiten, und vielen Anderen mehr.

Unterschiedlich ist die Attraktivität von Ruderwettkämpfen für Zuschauer. Bei uns kriegten die Zuschauer nur mit, was auf den letzten 250 Metern passierte, und da war manches Rennen natürlich schon längst entschieden. Zuschauen beim Rudern war damals langweilig. Heute hat man eine sehr professionelle Streckenreportage und eine große Video-Leinwand, die einen von Start bis Ziel aktuell informiert.

Unterschiedlich ist die heutige enorme Breite in der Spitze. Bei uns starteten damals neben allen europäischen Nationen nur noch Australien, Neuseeland, USA und Kanada erfolgreich. In München waren 68 Nationen am Start. Die große Zahl liegt zum einen daran, dass europäische Staaten auseinander gefallen sind. Früher gab es nur die Sowjetunion, heute gibt es dafür Russland, Litauen, Lettland, Estland, Belarus, Ukraine, Armenien, Georgien, Kasachstan und Usbekistan. Ähnlich ist es mit Jugoslawien und der Tschechoslowakei. Und von anderen Kontinenten (Asien, Afrika, Südamerika) melden immer mehr Mannschaften, die eindrucksvollste Entwicklung hat zweifellos China zu vermelden; man kann nur hoffen, dass es dabei auch immer mit rechten Dingen zuging.

Unterschiedlich ist das Betreuungssystem. Zu „meiner“ Zeit gab es noch keine Bundestrainer, jedes Boot bei internationalen Meisterschaften hatte seinen Heimtrainer dabei, heute sind die Mannschaften in der Obhut von Bundestrainern. Die einzelnen deutschen Bundestrainer im Rudern scheinen sich heute eher voneinander abzuschotten und im Wettbewerb untereinander zu stehen, wer denn am erfolgreichsten ist. Ich kann das nicht belegen, ist nur ein persönliches Gefühl. Wie im wirklichen Leben gibt es auch im Rudern in Deutschland noch ein Ost und West, allerdings ist das Gefälle hier noch anders rum als im wirklichen Leben.

Und sonst? Noch ein paar Erlebnisse:

Bei der Siegerehrung im Vierer-ohne fiel mitten in der neuseeländischen Nationalhymne peinlicherweise der Lautsprecher komplett aus. Ein neuseeländischer Schlachtenbummler sang die Hymne unter gleichzeitigem Schwenken der Fahne textsicher und lautstark bis zum Ende … Tosender Applaus von allen Zuschauern, zu Recht.

„Ruderwelt hackt auf Hacker rum.“ „Am Ende war er nach einem Albtraum im Einer im Eimer.“ Schöne Wortspiele, Kollege!  (Wiesbadener Kurier, 03.09.07.)

Am Zeltplatz Wiedersehen mit Jochen Wittor, ehemaliger Sportstudent, heute erfolgreicher Ruder-Trainer in Wanne und nebenbei Lehrbeauftragter für Rudern an der Ruhr-Uni. Er war mit 60 Leuten aus seinem Verein gekommen, um den Schlagmann des Deutschland-Achters, Bernd Heidicker aus Wanne, anzufeuern. Wahnsinn, wo gibt es so was noch?

Zu Beginn der A-Finals am Samstag und Sonntag marschierten jeweils fünf Schützen aus dem nahe gelegenen  Unterschleißheim unter Begleitung der Hierarchie des Vereins in Trachtenanzügen wortlos an die Strecke, luden auf präzises Kommando hin schweigend ihre historischen Waffen, hielten sie in die Luft, und dann machte es kräftig „Puff!“. Die Rauchwolken verzogen sich langsam. Dann traten die Schützen ebenso wortlos wieder ab.

Mein junger Sitz-Nachbar aus NRW. „Das ist nicht wahr?!?“

Ich sage nur: Zwei Welten!

Helli Lebert

 

Dirk Masuhr aus Garmisch besuchte auch die WM

Die Eröffnungsfeier fand am Samstag, 25.08.2007, Beginn 18.00 Uhr, statt.

Für die Anreise Garmisch-Oberschleißheim hatte ich eine Fahrzeit von ca. 60 Minuten eingeplant. Laura und Lukas nörgelten im Auto, warum wir bei einem so schönen Wetter überhaupt so weit fahren müssen. An meine "Rudervergangenheit" verschwendeten sie natürlich überhaupt keinen Gedanken. Sie wollten viel lieber im Garten auf dem Trampolin springen. Nun ja, die Anreise war eigentlich ganz prima, bis zu dem Zeitpunkt, als wir auf die Bundesstrasse zwischen Dachau und Oberschleißheim einbogen. Hier waren dann doch sehr viele Verkehrsteilnehmer mit dem gleichen Fahrtziel unterwegs....

Somit hatten wir dann nach dem Bezahlen eines weltmeisterschaftswürdigen Parkbeitrags, in einer ungemähten Wiese, gleich die ersten 30 Minuten der Eröffnungsfeier verpasst. Der Eintritt war erstaunlicherweise frei und wir setzten uns auf die Haupttribüne. Dann ging es los, aber für mich eher enttäuschend: Über den Programminhalt einer solch großen Veranstaltung lässt sich mit Sicherheit lange diskutieren, doch es wurde für meinen Geschmack zu viel oberbayerische Kultur der Weltöffentlichkeit und dem verwöhnten Münchner Publikum geboten. Die Schleißheimer Schlosspfeifer erinnerten mich mit Ihren alten Uniformen und den blonden Perücken an eine Faschingskapelle und auch der Einmarsch der Wallgauer-Musikkapelle mit Gebirgssschützen und Trachtlern war doch eher klischeehaft. Zur Steigerung des Bayerischen Kulturguts moderierten die zwei Rehmmadln aus Partenkirchen, eine in bajuwarischem Englisch, eine in Deutsch, den Abend. "Mittenwalder-Hoachhaxate", d.h. Stelzengeher in historischen Kostümen waren für die Kinder nett anzuschauen. Die Bootsparade mit einem großen Römerschiff und venezianischen Gondeln war eine  nette Idee, die durch eine riesige (Sport)-Ruderbootarmada ergänzt wurde. VIP`s dürfen natürlich auf so einer Veranstaltung auch nicht fehlen; u.a. winkte "unsre" Magdalena Neuner aus Wallgau ins Publikum.... Der Einmarsch der Nationen war dann aber wirklich sehenswert: 70 Models der AMD Akademie für Mode & Design München führten die Teilnehmer in bezaubernden Eigenkreationen an...., einfach schön!!! Die Showtanzgruppe des TSV-Schleißheim und Kunstradfahrer sorgten für etwas Kurzweil nach dem offiziellen Teil, doch leider nervte immer wieder die musikalische Unterhaltung: entweder spielte die Wallgauer Blaskapelle oder es sang eine Murnauer Chanson-Sängerin in Begleitung eines Jazz-Orchesters. Für meinen Geschmack eher unpassend. Das nächtliche Feuerwerk haben wir uns daher geschenkt.

Am Schlusstag der WM bin ich mit dem Motorrad alleine nach Oberschleißheim gefahren; vorbei an den Bootshallen und an der Tennisschule Niki Pilic in einem Rutsch vors Tickethäuschen: bester Gratis-Parkplatz inklusive!!! Die 8 Euro Eintritt für die "Picknick-Area" neben der großen Haupttribüne waren o.k. Die Wiese war in den Morgenstunden noch etwas feucht, aber die Stimmung
war auch bei den B-Finals, insbesondere bei deutscher Beteiligung, nicht schlecht. Mit dem Beginn der A-Finals war dann auch das "Münchner-Publikum" ausgeschlafen, was man an den unqualifizierten Kommentaren hören konnte. Sportlich hat es dann leider für die deutsche Nationalmannschaft nicht für WM-Gold gereicht, aber trotzdem war auf der Wiese und auf den Rängen eine prima Stimmung. Die Siegerehrungen fanden für meinen Geschmack an einem unmöglichen Platz, in der Nähe des Zielturms, statt. Ohne die Videowand hätte ich nur wenig davon mitbekommen.  Etwas nervig fand ich den VIP-Fahrdienst während den Rennläufen am Finaltag, sowie den Wahnsinnigen in seinem Audi RS4 Safety-Car, (warum eigentlich? Die Schiedsrichter saßen doch in den Motorbooten), der immer wieder die zwei Kilometer zum Start in einem Höllentempo runterbretterte. Die Abschlussfeierlichkeiten hatten dann nur noch offiziellen Charakter: es wurden den vielen Helfern symbolisch eine FISA-Medaille überreicht, und die üblichen Dankesreden zelebriert.  Trotzdem war es ein unterhaltsamer, schöner Sonntag für mich, der mit einer ruhigen Motorrad-Tour zurück in die Berge endete.

 

Sommermärchen

Die mail von Andrea unter dem Stichwort „Sommermärchen“ an die lieben Blaubändler:

„Wie auch in den letzten Winterausgaben des Stipps sammle ich kurze oder lange Beiträge über Eure Sommererlebnisse, gerne auch mit Fotos. Also, wenn ihr etwas zu erzählen habt, raus damit und schickt mir oder Helli Eure literarischen Ergüsse.“

Und hier sind sie nun:

Jürgen Dassow

Mein "Sommermärchen" ist eine kleine "Prinzessin", die am 4.8.07 zur Welt gekommen ist und Carolin heißt.

 

Helli Lebert

Meine Outdoor-Saison 2007. Unterm Strich mittlere Unternehmungen: zwei Ruderwanderfahrten mit dem Blauen Band (Himmelfahrt Maas und Niers; Juli Schwentine und angrenzende Seen), drei Rad-Touren (Juni Zürich – Passau, einige Tage dabei auf dem Bodensee-Königssee-Radweg zusammen mit Andrea (zum jährlichen Familien-Treffen mit meinen vier Brüdern), Juli/August Neisse/Lausitz - zu fünft mit Aktiven vom Wittener ADFC, September Kaiserstuhl/Elsass/Schwarzwald – zu acht mit der traditionellen, latent übergewichtigen ADFC-Herren-Crew) und eine Solo-Kanu-/Fahrrad-Tour um Augustow im äußersten Osten Polens. Diese letztgenannte Tour war die unsicherste (weit weg, keine Ortskenntnisse, kaum Sprachkenntnisse, allein unterwegs), also genau der richtige Mix für einen emotionalen Schub, sofern die Fahrt gelingt. Von dieser letztgenannten Tour will ich ein wenig berichten.


Ich hab auf die Mitnahme meines Fahrrads verzichtet, und konnte deshalb entspannt im ICE erst mal nach Berlin fahren. Dort ließ ich von mittags bis abends die unvorstellbaren Veränderungen im Regierungsviertel, um das Brandenburger Tor und am Potsdamer Platz einfach auf mich wirken. Ich hatte in meiner Lebensspanne einen Zusammenbruch der DDR nie einkalkuliert, und nun eine solch atemberaubende Entwicklung in den vergangenen 17 Jahren.

Um 21 h bestieg ich dann den Masuren-Express, der mich um 13 h des nächsten Tags nach Elk bringen sollte, für den Preis von 29 €. Wir waren fünf Fahrgäste in zwei Kurswagen, die ganze Fahrt über flankiert von zwei deutschen Schaffnern, kann nicht sehr gewinnbringend für die DB gewesen sein.

Samstagnachmittag in Elk, das Touri-Büro war grade noch offen, ich hatte keine Zlotys, „very difficult“ meinte die Dame, die Banken hatten zu. Gibt es vielleicht Automaten für ec-Karten? Es gab sie, das erste Problem konnte gelöst werden. Weiter mit dem Linienbus nach Augustow. Ich ging zur angegebenen Adresse meines Kanu-Vermieters, keiner da, außer zwei Schäferhunden, die aber einen wenig einladenden Eindruck vermittelten. Über das Touri-Büro erreichte ich am nächsten Morgen den Chef von SZOT (www.szot.pl), er konnte erfreulicherweise ganz passabel Deutsch. Und von nun an ging alles seinen Gang: Als Boot empfahl er mir einen breiten Zweier-Kajak, als Startort einen privaten Zeltplatz nahe dem Kloster Wigry. Für eine Woche Kajak-Miete, den Transport zum Start und das Abholen vom Ziel drückte ich umgerechnet et
wa 100 € ab, was ich als ausgesprochen preiswert empfand. Es waren zwei sehr schöne Wochen, im Kajak auf der Czarna Hancza mit ihrem klaren Wasser und auf dem Augustow-Kanal, mit dem Fahrrad sternförmig in alle Richtungen von Augustow aus. Und das Wetter war die ganze Zeit über super. Die zweite Woche wohnte ich für billiges Geld in einer einfachen, aber soliden polnischen Ferienwohnung, gönnte mir aber leckeres Essen und aß mich durch alle polnischen Spezialitäten von barszsz und bigos über zahlreiche Süßwasser-Fischsorten bis pierogi mit allen erdenklichen Füllungen. Und eine Idee für eine spätere Unternehmung hat sich bei mir auch festgesetzt: Eine Kanu-Tour wieder von Wigry aus, dann bei der Einmündung in den Augustow-Kanal aber links ab durch Belarus und weiter nach Litauen. Diese Tour würde ich aber nur geführt durch SZOT machen, da ist mir die Situation in Belarus zu unsicher.


Ein kleines Erlebnis zum Schluss. Am dritten Tag fand ich an der Czarna Hancza abends einen wunderschönen Zeltplatz unterhalb eines Bauernhofs. Etwas weiter flußabwärts war ein PTTK-Zeltplatz, zu dem ich am Spätnachmittag hochschlenderte. Ich fragte den bärtigen Wirt der Kneipe, ob ich was zu essen bekommen könnte. „Na, klar!“ Er empfahl mir Fisch aus der Czarna Hancza. Wir einigten uns auf eine bestimmte Sorte, die er mir empfahl, und auf das Gewicht des Fisches (es gibt in Polen bei Fisch keinen festen Preis, sondern er wird nach Gewicht bezahlt). Dann setzte ich mich mit einer Flasche Pivo Zubr auf die Terrasse und genoss die Sommersonne und den Blick auf den Fluss. Nach einer halben Stunde holte ich mir ein zweites Zubr. Als ich das dritte Zubr nach einer Stunde holte, fragte ich vorsichtig, ob es Probleme bei meiner Bestellung gäbe. „Nein, aber nein!“ Aber der Wirt hatte entgegen meiner Vermutung gar keinen Fisch in der Tiefkühl-Truhe gehabt, sondern umgehend einen befreundeten Fischer über Handy gebeten, den bestellten Fisch möglichst schnell zu angeln. Es hat geklappt, wenn auch mit Zeitverzögerung. So kam ich in Francki zum frischesten Fischgericht meines Lebens.

 


Anja und Kathy: Urlaubsbericht 2007

Auch in diesem Jahr verbrachten wir unseren Spätsommerurlaub wandernd auf vertrautem griechischem Boden…

Wir hatten über den „Corfu-Trail“ gelesen, einen die griechische Insel von Süd nach Nord durchziehenden Wanderweg, den es erst seit etwas 5 Jahren gibt. Er bindet vor allem alte, beinahe vergessene Hirten-/Eselpfade mit ein und soll abgelegene, teilweise verlassene Dörfer anbinden.

Leider war der einzig existierende englischsprachige Wanderführer bereits seit 2 Jahren vergriffen, so dass wir uns mit wenig, nicht sehr genauen Infomaterial auf den Weg machten. Dieser gestaltete sich dann auch oft schwierig, wir haben sicherlich einige Kilometer zu viel gemacht und oft das dornige Gestrüpp verflucht. Entschädigend für alle Umwege waren doch zahlreiche malerischen Küstenausblicke, die jeden brennenden Kratzer und jede Blase für einen magischen Augenblick vergessen ließen.

Korfu ist eine wunderschöne, sehr, sehr vielseitige Insel. Da die 10-tätige Wanderung immer im Zick-Zack-Kurs zwischen der eher lieblichen Ost- und der rauen Westküste hin- und herführte, konnten wir wirklich die ganze Insel erkunden. Wie schon früher stellten wir fest, dass die Griechen kein Wandervolk sind – wir ernteten zwar Zuspruch und Anerkennung, aber warum nicht den Bus zum nächsten Ort nehmen?…

Für Wanderinteressierte ist Korfu wirklich zu empfehlen – und vielleicht gibt es ja doch irgendwann eine Neuauflage des „Corfu-Trail“-Wanderführers…?

 

 

Angela: Burhave 2007

In diesem Jahr haben wir es endlich wieder geschafft – unser geliebtes Frauen-Wochenende in Burhave zu erleben und uns (fast) von Kopf bis Fuß zu pflegen. Leider fing der Wellness-Trip mit einem dicken Stau von Duisburg über Bochum nach Unna an und setzte sich dann nahtlos über Münster fort. Entgegen unserer Gewohnheiten kamen wir – nicht weniger erfreut – gegen 23 Uhr in Burhave an. Trotz diversen Fahr-Sektes gelang es uns noch eine hervorragende Mahlzeit zu zaubern (ein Dank an Susanne - alias Püppi - und ihrem Griechen). Der nächste Tag war dann voll mit den Dingen, die wir immer in Burhave zu tun pflegen und lieben: gut & ausgiebig frühstücken, Bernie – unseren einzigen an diesem Wochenende zugelassenen männlichen Besucher – zu besuchen, um ihn zum Doko spielen einzuladen, laufen und natürlich gut essen & trinken). Der Tag danach sollte dann ganz im Zeichen des Wellness-Programms stehen, aber auch dieser Tag begann bereits mit einer ungewollten Verzögerung - der frühmorgendliche Lauf mit Anja erwies sich als „Ausdauerlauf über fast zwei Stunden“ – glücklicherweise hatte Anja selbst den Weg ausgesucht, so dass sich keine von uns irgendwelche Vorwürfe anhören musste. Nach einem wiederum hervorragenden Frühstück sollte die Wellness nicht zu kurz kommen. Annes hervorragendes Haar-Massage-Gerät übertraf an diesem Tag allerdings fast alles und die weiteren Massagen konnte da nicht mehr mithalten. Gestärkt durch ein weiteres Doko-Spiel und diverser Speisen bei unserer Fisch-Kajüte brachen wir in Richtung Heimat auf, die wir diesmal staufrei erreichten!!!

Und vom Urlaub 2007:

Nach dem zweiten verregneten Sommerurlaub hintereinander machte Frederic (16jähriger Sohn von Dieter) nachfolgende Feststellung: „Vielleicht sollten wir den Papa mal nach Griechenland schicken . . .“ (Zitat an einem schönen Sommerabend in Nieder-Olm – nach unserem Urlaub -, während in Griechenland die Feuer wüteten. . .).

 

Neues von der Homepage

Wind und Wasser

Auf der Seite „Aktuelles“ findet Ihr einen Rahmen mit ruderrelevanten Wetter- und Wasserstandsnachrichten. Rechts befindet sich eine Ampel.

Bei grün

ist alles ok, bis auf das Wetter von oben. Da hilft zu Entscheidung ein Blick aus dem Fenster.

Bei gelb

ist entweder der Wasserstand sehr hoch (>280cm),

die Strömung doppelt so hoch wie normal (>140m³/s)

oder der Wind stark (>25Km/h, Kleine etwas längere Wellen, vereinzelt Schaumkronen) ist.

Bei rot:

Ist der Wasserstand höher als 323cm. Dies ist der Wasserstand bei dem der See offiziell gesperrt wird.

Die Strömung drei mal so hoch wie normal (>220m³/s ),

oder der Wind stark (>35Km/h, Lange Wellen mit weißen Schaumkämmen - Gischt) ist.

Durch Klick auf die beiden Knöpfe erhält man weitere Informationen.

Hält man den Mauszeiger über den Windknopf, wird die Auswirkung der Windstärke angezeigt. Bei Maus über der Ampel wird die Begründung für die Farbe angezeigt.

Events

Dort werden Fotoserien von Zusammenkünften/Ausflügen ohne Boot gezeigt. Ich stelle noch gerne Bilder von anderen Zusammenkünften ein.

Mitgliederbereich

Hier sind Adressen aller Mitglieder sichtbar und Protokolle der Hauptversammlungen. Der Zugang ist nur über Passwort möglich. Passwort vergessen? Kein Problem, Ihr werdet nach der uns bekannten Email gefragt und bekommt das Passwort zugeschickt. Wem das Einloggen zu umständlich ist, der kann über sich „Autologin“ jedes Mal automatisch einloggen lassen. Es wird hierzu ein Cookie auf Eurem PC gesetzt.

Peter Seibold

 

Dattelner Bungee-Rudern

Der Ruderverein Datteln hat am 19. August den 3. Dattelner-Bungee-Ruderwettbewerb durchgeführt. Die ungewöhnliche Idee hat mich gereizt, das einmal persönlich anzusehen. Und so bin ich zum Dattelner Kanalfestival gefahren, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfindet. Dort wird Eintritt (4 € für die Tageskarte) verlangt, dafür wird aber auch viel geboten. Auch das ganze Ambiente zu beiden Seiten des Dortmund-Ems-Kanals und auf der Brücke zwischen beiden Ufern gibt vom Rahmen schon einiges her.


Das Rudern am Gummiseil findet vom Bootssteg des RV Datteln aus statt. Es gab drei Wettkämpfe (Junioren, Senioren, Mixed).

Die Erläuterung des gastgebenden Vereins fast die Idee knapp zusammen: „Gerudert wird in einem Doppelvierer, dessen Heck durch ein 20m langes Latexseil mit dem Ufer verbunden ist. Wegen der enormen Dehnfähigkeit des Gummiseils, ca. 250%, lassen sich Strecken bis zu 70 m zurücklegen. Das Rudern gegen den sich aufbauenden Widerstand des Gummiseiles ist vergleichbar mit dem Rudern gegen eine stärker werdende Strömung; ist kein Vortrieb mehr möglich, wird die Mannschaft bei ausgehobenen Blättern zwangsläufig von der aufgebauten Seilspannung zurückgezogen.

Gewinner dieses Wettbewerbs ist die Mannschaft, die das Seil am weitesten gedehnt hat, die Länge des Seils wird mit einem mitlaufenden Messband erfasst. Das Boot wird vom Ruderverein Datteln gestellt, Startgelder werden nicht erhoben. Pro Mannschaft werden zwei Wertungsläufe gerudert, der bessere geht in die Platzierung ein. Die Siegerehrungen erfolgen am Ende des Wettbewerbs gegen 16.00 Uhr.“

Der Wettbewerb war eine vorwiegend lokale Angelegenheit, fast alle Mannschaften kamen von den Kanalvereinen Datteln, Waltrop, Marl und Rauxel. Insgesamt gingen neun Mannschaften an den Start. Sehr viel mehr wäre in Datteln organisatorisch allerdings nicht zu verkraften, da immer wieder auf durchfahrende Schiffe Rücksicht genommen werden muss und der Bungee-Wettbewerbs-Zeitraum in ein konkurrierendes Gesamtprogramm eingebettet ist, das nur relativ enge Zeitfenster ermöglicht. Da jede Mannschaft einen Probe- und zwei Wertungsläufe macht, und die Rödelei vor dem jeweiligen Start einiges an Zeit frisst, ist die Zahl möglicher Mannschaften naturgemäß eingeschränkt.

Ich fand das Bungee-Rudern sehr kurzweilig für Zuschauer. Sie sind ganz nah an den Mannschaften und dem Wettbewerb. Auf normalen Regatten werden Rennen häufig auf der Strecke entschieden, wo kein Zuschauer ist. Der Zieleinlauf ist dann häufig wenig spektakulär. In Datteln wird häufig beim Ablegen geflachst, man kennt sich ja und die Zuschauer sind nur 10 Meter von den Mannschaften entfernt. Im Maximum rudern sie dann etwas mehr als 70 Meter von den Zuschauern weg und werden von der Flitsche schnell wieder zurückgeholt. Fazit: Mir hat’s ausgesprochen gut gefallen.

Helli Lebert

 

Schwanenwerder im Kemnader See

Ein weißer Schwan. Mein lieber Schwan. Stolz wie ein Schwan. Königlich wie ein Schwan. Sie hat einen edlen Schwanenhals.

Man kann ins Schwärmen kommen, wenn man diese Attribute für ein wirklich schönes Tier hört oder liest.

Szenenwechsel.

Freitags, zu bester Ruderzeit, treffen sich die Unentwegten und wollen Ruderboote zu Wasser lassen.

Der Schwimmsteg wappert ruhig und behäbig auf dem windbewegten Stausee. Er strahlt Sicherheit aus. Muss er auch, denn er trägt rund 15 ausgewachsene weiße Schwäne und diverse andere Schwimmvögel. Die restlichen, sehr vielen Schwäne gleiten, vielleicht neidisch, um die Schwaneninsel (das ist unser Steg) herum und warten auf einen frei werdenden Platz.

Aussichtslos! Denn:

Hardenstein und Felix mit ihren Transportkarren haben erheblich ältere Rechte auf den Steg und vertreiben die faulenzende Vogelschar.

Keine Spur mehr von Vogelidylle.

Das o.e. Schwärmen mit den schönen Attributen ist weg. Einfach weg.

Schwanenwerder war einmal.

Hardenstein und Felix und die Conti-Reifen der Karren glitschen über „Côte D’azur“.

Die possierlichen Tierchen hatten den Kunststoff– in einen „naturbelassenen“ Steg gezaubert.

Mit großer Akribie haben sie über die gesamte Länge und Breite des Stegs das verarbeitete erste und zweite Frühstück verteilt. Jeder ausgewachsene Schäferhund hätte im Volumen-Ranking maximal die Silbermedaille gewonnen. Mein lieber Schwan.

Mit Eimern und Schrubbern bewaffnet, begaben sich fünf (lt Achim) Honks an die Arbeit. Nach rund einer Stunde blitzte der Steg wieder. Was Wasser und Schrubber nicht geschafft haben, klebte in den Adidas-Profilen unserer Turnschuhe. Gerudert wurde übrigens auch noch.

Wenige Tage später war ich am See:  „Wie war das damals noch mit dem alten Korinther – König Sisyphus?“

Vielleicht spendiert der Kassenwart ein paar 10 – l – Eimer für die Steg-Honks.

Allu Lehmann

 

Sonntags-Sport in der Sporthalle Markstraße

Eine schöne Tradition ist unser Sonntags-Sport im Winter, für den wir die Dreifach-Sporthalle Markstraße der RUB nutzen dürfen.

Wir haben in diesem Winter wieder zwei Exclusiv-Zeiträume:

Sonntag, 25.11.07, 14 – 17 h

Sonntag, 27.01.08, 14 – 17 h

Um mögliche Berührungs-Ängste zu reduzieren, einige Informationen zum üblichen Ablauf. Die Sporthalle liegt quasi im Schatten des zweithöchsten Gebäudes von Bochum, dem Uni-Hochhaus West. Mit dem Auto fährt man am besten von der Oesterendestraße aus auf den großen Parkplatz des Uni-Hochhauses. Von dort geht man eine Stichstraße geradeaus weiter, passiert die Sporthalle der Gesamtschule und die Tennisplätze der RUB und geht direkt auf eine große Stahltür an der Stirnseite der Uni-Sporthalle zu. Die müsste während unseres Sports angelehnt, aber offen sein. Die Halle darf nur mit Sportschuhen betreten werden. Den Ablauf bestimmt jeder selbst: man kann sich an den mitgebrachten Kuchen, Chips und Getränken laben, mit anderen klönen, sich mit seinen eigenen und anderen Kindern beschäftigen, und natürlich … auch Sport treiben. Favorisiert werden dabei erfahrungsgemäß Badminton, Volleyball mit etwas vereinfachten Regeln und Basketball in einer etwas ruppigen Form, auch Fußball wurde schon mal gespielt..

 

Nikolaus-Wichteln 2007

Die beliebte Veranstaltung findet am Montag, dem 17.12.07 wieder bei Angela (Andree), xxxxxxstr. xx, 45525 Hattingen ab 19.30 h statt. Anmeldung bis spätestens 12.12. bei Angela (Tel. 02324/xxxxx oder über email).

Das 2005 erstmals schriftlich fixierte Regelwerk zur Erinnerung:

Mitbringen eines verpackten Wichtelgeschenkes für etwa 5 € (2006 von 3 auf 5 € erhöht), Vorhandensein eines 6seitigen Würfels

In der ersten Runde blindes Ziehen eines Geschenkes

Beginn der ersten Würfelphase, Geschenke bleiben verpackt, dürfen getastet werden

In Abhängigkeit von der Augenzahl des Würfels ergeben sich folgende Spielzüge:

„1“     Pflichttausch nach links

„2“     Pflichttausch nach rechts

„3“     Pflichttausch diagonal

„4“     alle schieben in die vom Würfelnden bestimmte Richtung

„5“     Richtungswechsel

„6“     Tausch mit einem Partner nach Wahl, das aktuelle Geschenk darf nicht behalten werden

Die Spielzeit der ersten Würfelphase kann nach Absprache erfolgen (z.B. 20 min.)

Auspacken der Geschenke der Reihe nach, Sichten des Bestandes.

Würfelphase zwei – man versucht etwas Schönes zu ergattern bzw. das Schreckliche, das gerade vor einem steht, los zu werden. Letzteres werden natürlich alle anderen zu verhindern versuchen (vor dieser Phase unbedingt die Zeit bestimmen, um am Ende schlimme Ausschreitungen zu vermeiden)

Das endgültige Geschenk darf weder aus Versehen vergessen noch im Folgejahr wieder mitgebracht werden.

 

Traditionelles Winter-Wochenende – na klar, aber wo?!?

Margit hatte sich in gewohnt professioneller Planung rechtzeitig um ein Wochenende in der Sauerland-Hütte des DAV Dortmund bemüht. Angeblich waren aber alle Winterwochenenden 2007/08 mit Ausnahme des letzten Wochenendes im März (Wochenende nach Ostern) bereits belegt. Man muss es so hinnehmen …

Margit hat sich dann alternativ um ein Wochenende in der Hütte der DAV Sektion Hochsauerlandkreis in Olsberg-Heinrichsdorf bemüht. Dort ist – ohne Gewähr – bislang nur noch das letzte Februar-Wochenende frei. Die Gewähr mit einer Zu- oder Absage kann erst Mitte Dezember erfolgen. Näheres zur Hütte unter: http://www.dav-hochsauerland.de/index.php?id=43

In dieser Situation habe ich bei meiner DAV-Sektion Witten nachgefragt, ob deren Hütte in Langenbach bei Kirburg im Hohen Westerwald noch frei ist. Sie ist es, und zwar derzeit noch an allen Wochenenden im Januar und Februar. Ich habe die Hütte nach einem Missverständnis mit Margits Terminangabe vorläufig für den 15.-17.02.08 reservieren lassen und zugesagt, Mitte Dezember definitiv Bescheid zu sagen. Vermutlich ginge es aber auch ein Wochenende später. Näheres zur Hütte unter: http://www.dav-witten.de/ - weiter zu Wittener Hütte.

In Absprache mit Margit schlage ich vor, dass wir vorerst zweigleisig fahren. Falls es in Heinrichsdorf klappt, fahren wir unter Margits Organisationsleitung dorthin. Falls wir von der Sektion Hochsauerlandkreis Mitte Dezember eine Absage bekommen sollten, organisiere ich das Wochenende in Langenbach. Der Termin in Heinrichsdorf ist der 22.-24.02.08., die Alternative versuche ich im Fall des Scheiterns auch auf dieses Wochenende zu legen.

Anmeldung bis 21.12.07 bei Margit.

Margit Petzold – Helli Lebert

 

 

BBB – Wandersonntag

ideen-geber und vor-läufer für den BBB-wandersonntag 2008 ist helli, der die strecke mitte oktober mit radl-kolleginnen und -kollegen aus dem ADFC durchwandert hat. die markierungsgerechte abkürzung "U" steht für "universität": der wanderweg führt von der uni dortmund zur uni bochum durch den dortmunder süden, herdecke, den wittener raum, herbede, am kemnader see vorbei auf den kalwes - oder vice versa, wie wir ihn gehen wollen. die ursprüngliche vorstellung, am bootshaus loszugehen, hat helli abgewandelt und ergänzt um eine einladung an alle wanderwilligen zu einem vorstart-frühstück bei ihm in herbede, wonach dann alsbald in den "U" eingestiegen werden kann. treff bei ihm in der meesmannstraße 67 am .Sonntag, dem 06.04.2008 um 9.30 uhr. für die wanderung von etwas weniger als 20 km brauchen wir insgesamt mit pausen ungefähr 6 stunden. eine pause ist am haus almfrieden des bayernvereins einigkeit dortmund von 1909 (das gelände dort „hat was“) eingeplant. zurück gehts dann mit S-bahn und anderen öffentlichen verkehrsmitteln. rucksackverpflegung mit warmen getränken und butterbrot mitzunehmen ist empfehlenswert, da auch ein gutes frühstück nach einiger zeit "abgelaufen" ist. wär natürlich toll, wenn das wetter auch 2008 so wunderbar sonnig und warm mitspielt wie 2007!

margit petzold

 

L’Alpe d’Huez für Arme: BBB-Rad-Tour 2008

Das Ziel unserer nächsten Frühjahrs-Rad-Tour ist wie im vergangenen Jahr wieder mit einer Bergankunft nach dem Motto „L’Alpe d’Huez für Arme“ verbunden. Wir besuchen Ines, Thomas und ihre Kinder am höchsten Punkt des Ennepe-Ruhr-Kreises südlich von Breckerfeld. Start am Bootshaus Kemnade

am Samstag, dem 19.04.08 um 9.30 h.

Da zu jedem Ziel bekanntlich mehrere Wege führen, müssen wir für den Hinweg eine Entscheidung treffen. Ich plädiere für eine ruhige Einroll-Phase im Ruhrtal aufwärts bis Hagen-Vorhalle. Dann geht es im Hagener Stadtwald von Vorhalle auf die Halle kräftig bergauf, Schieben ist dabei kein Zeichen von Schwäche. Von dort geht es relativ steil ins Ennepetal nach Hagen-Haspe hinunter. In Haspe beginnt dann ein sehr schönes Stück auf der alten Trasse der Straßen-Bahn Nr. 11 stetig bergauf, vorbei bei Hans Voigt am Plessen, weiter über die Spitz-Kehre in Voerde bis Oberbauer. Dort geht es wieder auf die Hauptstraße, ehe wir in Delle wieder auf die Trasse bis Breckerfeld kommen. Das letzte Stück durch und hinter Breckerfeld ist dann leider wieder etwas verkehrsreicher.

Die vorgesehene Route ist etwa 50 km lang, wir fahren mit den üblichen Auf’s und Ab’s vom Kemnader See auf 75 m über NN nach Breckerfeld-Branten auf etwa 440 m über NN.

Bei Ines und Thomas werden wir uns bei Kaffee und Kuchen stärken und in Ruhe entspannen. Wir haben dann mit Nutzung des ÖPNV zwei Rückweg-Varianten:

(1) Wir lassen es wie im vergangenen Jahr nach Rummenohl im Volmetal rollen. Von dort nutzen wir den VRR und fahren mit dem RB 52 bis Dortmund-Löttringhausen. Anschließend geht es mit dem Fahrrad etwa 15 km auf dem flachen „Rheinischen Esel“ durch Witten zur Ruhr und zum Bootshaus Kemnade zurück.

(2) Wir fahren zur Ennepetalsperre hinunter und im Ennepetal bis zum Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg. Von dort geht es mit dem RE4 in 25 Minuten nach Witten Hbf. Bis zum Bootshaus sind es dann noch 8 km.

Anmeldung bitte bis zum 16.04. bei mir über email oder Telefon.

Helli Lebert

 

Text Box: Neue T-Shirts für unseren Verein ?!?

Seit längerem wird immer mal wieder die Überlegung zur Anschaffung von neuen T-Shirts für das BBB zum Thema kleinerer interner Gesprächskreise. Nachdem unsere derzeitige Kollektion an Vereins-T-Shirts nur noch Restposten aufweist und außerdem mittlerweile bei jedem kaufwilligen BBB-Mitglied in meist mehrfacher Ausführung vorhanden ist (der Mediziner würde sagen:“ Die Durchseuchungsrate ist bei nahezu 100%“), wird der Ruf zur Neuauflage lauter. Von der Idee bis zur Umsetzung dauert es ja bekanntlich etwas und so erfolgt in diesem STIPP zunächst die Bitte um Meinungsäußerung zu diesem Thema, um zu eruieren, ob sich der Aufwand dann lohnt. Folgende Überlegungen wurden bisher angestellt: da die Vorteile von Funktionsbekleidung selbst bei langjährigen, hartnäckigen Kritikern nun bekannt und weitgehend akzeptiert sind, kam der Vorschlag zur Anschaffung solchen Materials. Der klare Nachteil der mehr oder weniger intensiven Geruchsentwicklung kann nicht weggeredet werden, aber evtl. können wir in dann Selbsthilfegruppen lernen, besser damit umzugehen… Es gibt sicherlich viele Anbieter in der Textilbranche, durch die ich mich noch nicht gänzlich durchschlagen konnte, aber ich habe in diesem Jahr ganz gute Erfahrungen mit den Shirts von DEE (www.dee.de à Running) gemacht. Sie sind qualitativ ganz gut, angenehm zu tragen und recht preiswert. Demnach kostet ein T-Shirt 14,47€, ein langärmeliges Shirt (auch schön!) 23,60€ plus Druckkosten. Im einfarbigen, einseitigen Druck wären dies ab 20 ex 2,50€ pro Shirt, ab 50 ex 1,55€. Mit bedruckter Rückseite wohl das Doppelte. Ihr könnt Euch ja mal die Internetseite anschauen und die Favoriten (auch farblich) heraussuchen.

Da diese Anschaffung etwas teurer würde als die der alten T-Shirts, wäre es diesmal notwendig, das Ganze auf Bestellung und mit Vorabbezahlung abzuwickeln. Ich denke, wir müssten pro Textilart (T-Shirt, Langarm-Shirt, Windweste?) eine Mindestbestellung von 20 zustande bekommen, damit es sich lohnt. Darüber hinaus wäre dann zu entscheiden, welches Logo wir als Vorderseite benutzen sollen. Aber dies ist im Moment noch zu weit voraus gegriffen. Wäre schön, wenn ihr Euch Gedanken macht, Euer Interesse oder/und Eure Meinung bekundet. Ich werde ihm Internet-Forum des BBB dieses Thema noch zur Diskussion stellen, ansonsten steht der E-Mail Verteiler zur Verfügung. Also, nach diesem Wortschwall noch mal die Kurzfassung zu den anstehenden Fragen:

1.   Neue T-Shirts: ja oder nein?

2.   Funktions-Shirts oder Baumwolle (alternativ Merino Wolle für die Steuerleute)?

3.   Interesse an Langarmshirts oder/und Westen?

4.   Weitere Vorschläge zu Textildruckanbietern?

5.   Welches Logo des BBB auf Vorderseite?

 

Na dann mal los….

Andrea Kahnert

 

Ruder-Lerner 2008

Da immer wieder Anfragen von Interessenten kommen, die gerne Rudern lernen wollen, nenne ich meine Eckdaten für 2008.

Blick zurück: Im vergangenen Jahr waren Raffaela und Carsten relativ häufig da und haben ruderisch gute Fortschritte gemacht, während Philipp gesundheitsbedingt und Michael urlaubs- und gesundheitsbedingt größere Pausen einlegen mussten. Anja W. und Doro haben mich netterweise während meiner Reisen kompetent bei der Betreuung vertreten. Zwei ehemalige Spezialfächlerinnen (Ingrid 1978, Doris 1985), die im vergangenen Jahr wieder zu uns gestoßen sind, waren schnell wieder in der Sportart. Christian, der in seinem Sportstudium keinen Ruderkurs gemacht hatte, hat sich sehr geschickt angestellt und gute Fortschritte gemacht.

Blick nach vorn: Für 2008 biete ich an, mir im Mai und Juni (außer Pfingstmontag) während des Montagsruderns ab 18 h Zeit für interessierte Ruder-Lerner zu nehmen, danach aber erst wieder 2009.

Helli Lebert

 

Mitglieder-Bewegung 2007 /2

Wir begrüßen als neue Mitglieder im Blauen Band:

Dechardt Carsten

Römer Raffaela

Stiller Doris

 

Bei folgenden Mitgliedern klappt die Abbuchung immer noch, die Adresse stimmt aber längst nicht mehr. Wer kennt die neue Adresse?

Brand Christoph

Clamor   Claudia

Hanke Detlef

 

Bei folgenden Mitgliedern hat sich die Adresse geändert

Gröschell Anja

Hercher Jutta

Reckendorf   Manuela

Schalla Nicole

Stopp Thorsten

 

Und sonst?

Erlemann Doro, so heißt Doro neuerdings wieder, nachdem sie ihren ursprünglichen Namen wieder angenommen hat, ihre email-Adresse lautet nun: xxxxxxx@web.de

 

Aus dem BBB sind ausgetreten:

Dainat Jörg

Görlich Roland (Roland ist mit seiner Partnerin nach Neuseeland ausgewandert, alles Gute!

 

 

 

 

Dringender Hinweis:

Bitte Änderungen bei Bankverbindungen bitte umgehend unseren neuen Schatzmeister Joachim „Penny“ Pentrop verständigen. Eine Retoure wegen falscher Bankverbindung kostet unseren Verein 8,50 € und zusätzlich Zeit für Rückfragen und Neubuchung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

Vorstand des Blauen Bands Bochum e.V. – Geschäftsjahr 2007:

Achim Haase (Präsident), Birgit Knieper (Vizepräsidentin), Anja Weber (Geschäftsführerin), Joachim Pentrop (Schatzmeister) als engerer Vorstand.

Frieder Jakstadt, Arnulf Lehmann und Helmut Trepczyk (Geräte); Andrea Kahnert, Anne Müller und Angela Andree (Kultur), Wiltrud Hölsken (Jugend) als erweiterter Vorstand.

Kassenprüfer: Andreas Hubbert, Helmut Trepczyk

 

Anschrift: Blaues Band Bochum e.V., Oveneystr. 71, 44797 Bochum

Internet: www.blaues-band-bochum.de

Email: bbb@blaues-band-bochum.de  - Web-Master ist Peter Seibold.

Impressum: Stipp 2/2007. Vereinszeitschrift des Rudervereins „Blaues Band Bochum e.V.“  Herausgeber: Vorstand des BBB e.V.

Redaktion und Layout: Helli Lebert.  Auflage: 100 Exemplare

 


Termine

Regelmäßige Termine

 

Durchgehendes Winter- und Sommerrudern

Montags 14.00 h

Zeit verändert sich manchmal, Anruf bei Karl-Heinz 02327/73908

 

Treffpunkt: BBB Halle 7 im Hauptgebäude Oveneystr. 69

 

Sommer-Montags-rudern und Grillen

montags 18.00 h

 

 

Außer an Feiertagen wöchentlich während der Sommerzeit

31.03. – 20.10.08

 

Durchgehendes Winter- und Sommerrudern

Freitags 11.00 h

Zeit verändert sich manchmal, Anruf bei Karl-Heinz 02327/73908

 

Treffpunkt: BBB Halle 7 im Hauptgebäude Oveneystr. 69

 

 

Einzel-Termine

 

Montag, 19.11.07, 19.30h

 

Jahreshauptversammlung BBB 2007 (Info im Heft)

Oveneystr. 69, Raum 1.

Sonntag, 25.11.07

14.00 – 17.00 h

Bewegungsnachmittag

Kinder willkommen!

Uni-Sporthalle Markstr.

Halle I – III

 

Mittwoch, 28.11.07

19.00 h

 

Doppelkopf bei Helli

xxxxxxxstr. xx, 58456 Witten, Anmeldung bis 25.11. bei Helli

 


 


Sonntag, 09.12.07

19.00 h

 

Doppelkopf bei Andreas

xxxxxxstr. xx, 45657 Recklinghausen, Anmeldung bis 06.12. bei Andreas

 

Montag, 17.12.07

19.30 h

Nikolaus-Wichteln mit und bei Angela (vgl. Info im Heft, Geschenk im Wert von 5 €)

 

xxxxxxstr. xx, 45525 Hattingen, Anmeldung bis 12.12. bei Angela

 

Sonntag, 06.01.08

18.00 h

 

Erst Tapas, dann Doppelkopf bei Anja und Kathy

xxxxxstr. xx,  44797 Bochum, Anmeldung bei Anja und Kathy bis 03.01.

 

Sonntag, 27.01.08

14.00 – 17.00 h

Bewegungsnachmittag

Kinder willkommen!

Uni-Sporthalle Markstr.

Halle I – III

 

Freitag 22.02. abends - Sonntag, 24.02.08

 

9. Winterwochenende

Olsberg-Heinrichsdorf oder Langenbach (vgl. Info im Heft)

 

Anmeldung bis 21.12.07 bei Margit

Mittwoch, 27.02.08

19.00 h

Doppelkopf bei Angela

 

xxxxxstr. xx, 45525 Hattingen, Anmeldung bis 25.02.  bei Angela

 


 

Mittwoch, 09.03.08

19.00 h

 

Doppelkopf bei Doro

xxxxxxxx, 45527 Hattingen, Anmeldung bis 06.03. bei Doro

 

Montag, 31.03.08

18.00 h

Anrudern und Angrillen

Erstes Montagsrudern 2008

 

Sonntag, 06.04.08, 9.30 h

Wanderung nach Dortmund (vgl. Info im Heft), Start mit Frühstück bei Helli in Witten

 

Anmeldung bei Margit bis 04.04.

 

Mittwoch, 16.04.08 19.00 h

Doppelkopf bei Margit

xxxxxxx Str. xx, 44892 Bochum, Anmeldung bis 14.04. bei Margit

 

Samstag, 19.04.08 9.30 h

Radwanderung zu unseren Mitgliedern Ines und Thomas Reiling (vgl. Ankündigung im Heft)

 

Treffpunkt Boothaus Kemnade, Anmeldung bis 16.04. bei Helli

 

Montag, 05.05.08

Redaktionsschluss für den Sommer-STIPP 08

Beiträge wie immer sehnlichst erwünscht!

 

 

 


Inhaltsverzeichnis

Jahreshauptversammlung 2007 3

Frohsinn, Reibekuchen und Schwentine .. 4

Ruder-WANDER-Himmelfahrt 2007 .. 13

Herbert lud uns in „seine“ Ruhr Nachrichten nach Dortmund ein. . 25

Themen-Schwerpunkt: Ruder – Weltmeisterschaft München 2007 .. 26

Sommermärchen .. 40

Neues von der Homepage .. 44

Dattelner Bungee-Rudern .. 45

Schwanenwerder im Kemnader See .. 47

Sonntags-Sport in der Sporthalle Markstraße .. 47

Nikolaus-Wichteln 2007 .. 48

Traditionelles Winter-Wochenende – na klar, aber wo?!? . 48

BBB – Wandersonntag .. 49

L’Alpe d’Huez für Arme: BBB-Rad-Tour 2008 .. 49

Neue T-Shirts für unseren Verein ?!? . 50

Ruder-Lerner 2008 .. 51

Mitglieder-Bewegung 2007/2 .. 51

Impressum ... 52

Termine .. 54

Inhaltsverzeichnis . 57

 

 

 

Zwei Zitate am DOKO-Abend am 28.10. bei Doro:

·        Helli: „Sechs kenne ich, aber was bedeutet zwölf?“

·        Helli: „Erzähle ruhig weiter, ich kann zuhören.“ Daraufhin Anja: „Bist du eine Frau?“