
Abendessens-Vorbereitungs-Idylle
an der Maas im Mai 2007
Hallo zusammen!
Schon wieder ist
ein Jahr um und es ist Zeit für die BBB-JHV 2007.
Termin: Montag,
19.11.2007 um 19:30 Uhr
Ort: Seminarraum
über der BBB-Halle am Kemnader See
Programm:
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TOP1 |
Begrüßung +
Feststellung der Tagesordnung |
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TOP2 |
Genehmigung der
Protokolle vom November 2006 und vom 16.04.2007 |
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TOP3 |
Bericht des
Vorstandes und der Mitglieder über die Aktivitäten2007 |
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TOP4 |
Kassenbericht |
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TOP5 |
Bericht der
Kassenprüfer |
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TOP6 |
Entlastung des
Vorstandes |
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TOP7 |
Neuwahl/Bestätigung
des Vorstandes |
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TOP8 |
Anschaffungen |
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TOP9 |
Reparaturen/Reparaturtermine |
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TOP10 |
Wintertermine
2007/2008 |
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TOP11 |
Planung/Bekanntgabe
der Sommeraktivitäten und Termine Saison 2008 |
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TOP12 |
Verschiedenes |
Wir freuen uns
auf ein Wiedersehen
Herzliche Grüße
Achim & Birgit
Frohsinn, Reibekuchen und Schwentine
Wenn Engel
rudern, lacht der Himmel - so, na ja so ähnlich spricht der weise Volksmund.
Recht hat er.

Als wir Sonntag früh am 22. Juli vom Seefrieden zum Frohsinn wechseln,
schweben wir freilich nicht gerade engelgleich. Es regnet nämlich Strippen.
Macht aber gar nichts. Denn: Wir, die Wanderfahrer vom Blauen Band Bochum,
haben am Samstag gerudert, und die Sonne schien, wir haben am Freitag gerudert,
und die Sonne schien. Wir haben am Donnerstag gerudert, und die Sonne schien.
Wir haben am Dienstag gerudert, und... Wir haben am Montag gerudert, und...Wir
haben am Sonntag gerudert, klaro im Sonnenschein. In der Gewässerlandschaft
Plön-Malente haben wir an sechs Tagen an die zehn Seen befahren. Und auch der
Wind hat durchweg Maß gehalten.
Was Mittwoch war?
Da hatten wir sportiven Bildungsbürger Kulturtag. Da durfte es regnen und hat
es auch. Sogar ein Gewitter hat uns gestreift. Um genau zu sein. Nicht immer
war purer Sonnenschein. Manchmal hat der Himmel mit Wolken gespielt, die jedoch
stets dicht gehalten haben.

Wir - wer sind das diesmal? Es sind: Elke, Ulla, Doris, Allu, Dirk,
Hein, Helli, Jürgen, Karl-Heinz, Norbert, Peter, Theo, Herbert. Macht 13, doch
trotz dieser Zahl ist die Harmonie vom Anfang bis Ende ungetrübt. Alle sind
aufmerksam zu allen. Wenn einer redet, machen alle interessierte Gesichter -
auch wenn es um medizinische Fachfragen geht. Greift einer zum zehnten Mal in
seine etwas müffelnde Witzkiste, brechen alle in schallendes Gelächter aus. So
sind Ruderer eben. Noch eins zu vermerken: Zwei vom Team sind leidenschaftliche
Radfahrer, die dem Rollsitz entsagt haben. - Falsch! Unter uns ist noch ein
dritter, an Leidenschaft nicht zu übertreffender Zweiradtreter, der aber ebenso
leidenschaftlich-olympisch die Skulls durchs Wasser zieht. Helli heißt er.
Als am 22. Juli
die Kilometer abgerudert und die Gläser Pils (respektive Schorle) geschluckt
sind, können die Wanderfahrer auf eine respektable Leistungskurve zurückblicken
mit Höhepunkten zu Lande und zu Wasser. Zum Beispiel Freitagmorgen, 20. Juli.
76 (in Worten: sechsundsiebzig) Lichter brennen auf der Frühstückstafel. Als
Karl-Heinz den Raum betritt, sieht er sich eingehüllt von
Wunderkerzenfunkensprühen. K.-H. muss sich Gratulationsliedchen anhören aus
teilweise noch morgendlich belegten Kehlen: Karl-Heinz hat nämlich heute
Geburtstag. An alles haben die Arrangeure Elke und Ulla gedacht. So fehlt es
trotz der Tischlichterkette auch nicht an der Torte mit Kerzengesteck, mit dessen
Hilfe

sich beim Auspusten fantasieanregendste (bzw. phantasieanregendste)
Gebilde auf die Tischdecke auftragen lassen. Alle sind frohgemut. Das
Geburtstagskind ob der spürbaren Zuneigung, seine Gattin Doris, weil auch sie
angemessen was von der Sympathiewelle abkriegt. Alle anderen in der Erwartung
der Runden, die am Abend fällig sein werden.
Aber mal von
vorn:

14. Juli, Samstag
2007
Es starten am
Kemnader See: Doris, Elke, Ulla, Hein, Allu, Karl-Heinz, Jürgen, Theo und
Peter. Wieder ein Fiat Ducato, der farblich den Ferrari markiert, drangehängt
Felix und Suomi, Begleitfahrzeug der bewährte Volvo. De-luxe-Ticket für
Herbert. Er darf sich vor der Haustür in Dortmund in die Volvo-Lederpolster
werfen. Dirk wird in Gütersloh vom Geleitzug aufgegabelt. Helli, der nicht von
seinem Radl lassen will, und Norbert, der mit seinem Daimler aus Stade kommt,
werden am Ziel erwartet. Neun Stunden Anfahrt. Zeit genug, um widerliche
Autobahnstaus und angenehme menschliche Hilfsbereitschaft zu erleben. Auf einem
Parkplatz, wer weiß wo, lässt sich die Schiebetür des erst 8 000 km gelaufenen
Ducato nicht mehr öffnen. Fummel, Fummel unserer Fachleute - nix. Ein junger
Mann lässt seine Familie warten, holt sein Werkzeugkistchen und Fummel, Fummel
- Tür geht wieder. Allu weiß zu erzählen, die junge Mann sei VW-Mechaniker.
Wir glauben, nun
sei der Einstieg zum "Fahrgastraum" ein für alle Mal gesichert.
Denkste! Noch zwei Mal springt die verfluchte Tür-Laufrolle aus der Führung. Es
gibt zwar immer noch ältliche Wanderfahrer, denen der Umgang mit Handys
unheimlich zu sein scheint. Aber wie hätten wir ohne dieselben die zuständigen
Callcenter erreicht, welche uns den Weg zu den zuständigen Fiat-Werkstätten
wiesen? Nach der dritten Reparatur behandeln wir auf Jürgens Rat die Tür, als
staple ich dahinter eine Großladung Eier - mit Erfolg.
Zweite
menschliche Hilfe: Nach einem Halt setzt sich ein Motorradfahrer neben den
Volvo und brüllt gegen den Fahrtwind: "Die Klappe steht offen."
Welche? Tatsächlich tut die Heckklappe das, aber noch ist nichts rausgefallen,
fällt auch nichts mehr raus bis zum nächsten Parkplatz.
Nachmittags
Ankunft in Bosau am Gasthaus Frohsinn. Norbert wartet schon ungeduldig, Helli
hat inzwischen tief in die Lebensgeschichte eines redseligen alten Herrn
eintauchen können. Bezug der Zimmer im Haus Seefrieden. Durststillen, Essen,
Restdurststillen. Zwischendurch erstes Seelenweiten beim Blick über das Märchenpanorama
des Großen Plöner Sees. Man könnte dichten, wenn man´s könnte.
15. Juli, Sonntag
Frühaufsteher sehen
sich im Dorf um. Im Dorfkern die Kirche des Bischofs Vicelin aus dem 12. Jahrhundert.
Drumherum ein romantischer Kirchhof, der bis ans Wasser reicht - und den Toten
nasse Füße macht? Ein dicker Stein am Eingang des Friedhofs behauptet:
"HIER ENDET JEDERMANNS WEG". Aber, bitteschön, doch nicht so bald.
Frühstück lässt nichts zu wünschen übrig. Helli hat exklusiv was erlebt. Tollende
Buben haben sein Haus zerstört, aber hilfreiche Anwohner mitten in der Nacht
beim Wiederaufbau geholfen.
Dann endlich an
die Boote und in die Boote. Erste Ruderstrecke von Bosau nach Dersau. So
säuisch, wie sich das anhört, verläuft der erste Tag keineswegs. Weites,
glattes Gewässer, Sonne vom blauen Himmel, nur vereinzelte Wolkenschlieren,
grüne Ufer, lauschige Inselchen. Vorbei am Naturschutzgebiet und der schnatternden
Gänse-Großkolonie. Norbert probiert seine Bandscheiben aus und ist glücklich:
Das Kreuz hält.
Rast in Dersau am
Ufer der "Mühle am See". Auch die Radfahrer treffen ein. Rudern ist
herrlich. Aber ankommen und Doris, Elke und Ulla ihre Lachsbütterkes und andere
Spezialitäten genießen, dabei von Helli und Karl-Heinz innerlich bierfeucht
gehalten werden - das ist auch klasse.
Beim
Bootsbesatzungswechsel für die Rückfahrt nach Bosau geht einiges durcheinander.
Elke und Hein schwingen sich auf die Räder zur auf Tour de Plön, Doris und
Norbert schiffen sich ein und nehmen im Touristenboot Kurs auf Bosau. Der
Landdienst ist früh zurück. Das Hotel hat totale Ruh´. Muss der Landdienst
folglich die Natur genießen oder sich ein kühles Gesäß im kalten Seewasser
holen - bis die Boote endlich anlegen.
Episode beim
Abendessen: In Erinnerung ans große Schmausen bei der Wanderfahrt vor einem
Jahr die vorsichtige Frage, ob wir denn auch einmal Reibekuchen serviert
bekommen könnten. "Reibekuchen! Is was fürn Kindergeburtstag!!!"
entgegnet Frau Wirtin und rauscht davon. War das nun unfreundlich? Der allzeit
gut gelaunte und pfiffige Kellner Christof fragt nach Frau Wirtins Abgang:
"Reibekuchen? - etwa Kartoffelpuffer? In der Küchenkulisse klärt Christof
offenbar seine Chefin auf - und wir kriegen an einem Abend
Kartoffel-Reibe-Kuchen-Puffer -reichlich.
Ins Bett gehen
wir mit den Gedanken an Theo und seinen verschwundenen Kugelschreiber. Theo
leidet tagelang. Bis unsere mitfühlenden Frauen den schmerzlichen Verlust
vergessen machen durch einen weit schöneren Stift im Leuchtturmdesign.
16. Juli, Montag
Klar doch, nicht
um zu essen, zu trinken und mehr oder weniger geistvoll daherzureden, sind wir
auf Wanderfahrt, sondern des Ruderns wegen. Der Plan der Unternehmensleitung
für heute: übern Großen Plöner See bis Spitzenort, Boote an der Schurre umsetzen
und übern Kleinen Plöner See , in die Schwentine rein, übern Kron- und Lanker
See bis Preetz. Wer in Spitzenort ins Boot steigt, rudert aber erst einmal bis
Dörnick, ein idealer Anlege- und Rastplatz. So ideal nun doch nicht. Eine
streng dreinblickende, anscheinend einheimische Dame bedeutet uns, so nahe
dürfe unser Versorgungswagen gar nicht an die in Sonne und Wasser Badenden
heranfahren. Weil Privatgelände! Wir geben uns ahnungslos. Hinter Dörnick macht
die Schwentine erst einmal den Eindruck, als sei bei der großen Schmelze am
Ende der Eiszeit schon an die Ruderer gedacht worden. Breit und brav bietet sie
sich an, lässt die Ruderer nur stückweis Enge trainieren, bevor sie sich in den
Lanker See öffnet.
Beim Preetzer
Kanuheim Ende für heute. Boote bleiben hier. Sondermission für Dirk und
Herbert, wg Tür haben sie eine Fiat-Werkstatt aufzusuchen. Als alle
einschließlich der Radfahrer beisammen sind, lassen die Männer sich in die
Bestuhlung der Kanutenterrasse sinken, während die emsigen Frauen Fingerfood
zubereiten. Ulla greift in die Kühlkiste und lässt eine Flasche Becherowka
kreisen. Dann geht es mit vergnügtem Sinn zurück nach Standort Bosau hin (hätte
Theo deklamiert).
17. Juli, Dienstag
Das Befahren der
Schwentine wird zum Abenteuer. Ab Preetz, wo die Boote über Nacht gelegen
haben, zum Rosensee. Jetzt sind alle Künste der Steuerleute gefordert. Schmales
Gewässer, noch verengt durch überhängende oder umgestürzte Bäume, starke
Strömung, knappe Biegungen und tückisch-niedrige Kopf-ab-Brücken. Am Ende des
Rosensees, auf dem hier und da Wasserrosen schwimmen, werden für die Rückfahrt
nach Preetz noch einmal die Besatzungen gewechselt, damit jeder, der will, die
Schwentine genießen kann - ein Genuss ist sie nämlich trotz oder gerade wegen
der Schwierigkeit, sie zu befahren Den Spaß an der Fahrt durch die grüne Hölle
vermag auch ein Angler nicht zu verderben, der, bräsig in seinem Kahn sitzend,
fragt: "Da wollt ihr lang? Ohne umzukippen? Vor zwei Wochen sind hier noch
zwei Vierer abgesoffen." Erstens rudern wir klugerweise keine Vierer. Und
zweitens sind wir unumkippbar. Verstanden?

Randbemerkung: Auf den Seen paddeln viele Menschen herum, die sich weit
unterhalb des Leistungsniveaus der Goldkanuten bewegen. Meist sind es
freundliche Familien, die sich noch im Vor-Amateurstatus befinden und nicht
begreifen, dass ein Ruderboot eine breitere Angelegenheit ist. Aber dafür haben
wir Helli dabei. Der springt an kritischer Umsetzstelle in die Strömung und richtet
alles.
Dienstags gönnt
sich Haus Frohsinn einen Ruhetag. Deshalb - als die Boote wieder in Bosau
angelandet sind- Essen beim Dorfbalkanesen. Der stopft uns voll, als wolle er
uns übermorgen gewinnbringend schlachten. Auf die schweren Bäuche dann noch Norberts
Geständnis, er wolle uns morgen verlassen. Mit nach Schleswig will er noch,
aber von dort haut er ab nach Stade. Wir müssen einsehen, dass der Mediziner
und Bandscheiben-Rekonvaleszent sich medizinisch vernünftig verhält.
18. Juli, Mittwoch, Kulturtag
Die Autokarawane
steuert Schleswig an, noch mit Norbert, aber ohne Helli, der Besuche anderswo
auf seinem Programm hat. Zuerst Gottorf, das Juwel von Schloss mit dem
zauberhaften Barockgarten, den historischen Sammlungen sowie den Galerien
voller Kostbarkeiten an Gemälden und Plastiken. Im Globushaus, dessen moderne
Architektur mitten in barocker Umgebung ein prächtiges Gesamtkunstwerk
ausmacht, klettern wir in die Nachbildung der Erdkugel, deren äußere Hülle die
Erde kartografisch abbildet und deren Inneres den Sternenhimmel ausbreitet. Von
einem kundigen Führer lassen wir uns berichten, dass das technisch äußerst raffiniert
konstruierte Original 1713 von Zar Peter dem Großen "als Geschenk
erbeten" worden sei, nachdem die Gottorfer in einer militärischen Balgerei
mit der dänischen Krone den Kürzeren gezogen hatten. In solchen Zusammenhängen
ist heute von Beutekunst die Rede.
Freunde von Ulla
und Hein führen uns in die Stadt zum Mittagessen. Danach lassen wir den
mächtigen Bau des St. Petri-Doms und seinen berühmten Bordesholmer Altar von
Hans Brüggemann auf uns wirken. Danach Gang durch die Altstadt zum Holm. Das
ist ein Friedhof, wieder einer, aber einer von ganz besonderer Art. Mitten in
einem Rund von schmucken Fischerhäusern liegt das eisenumzäunte Gräberfeld, nur
für zahlende Vereinsmitglieder. Gezahlt wird von Geburt an, dafür umsonst
beerdigt. Ergo: früher Tod spart Geld.
Zurück zum
Schloss. Die einen gehen das Nydam-Boot und Moorleichen gucken, die anderen
laufen durch die reich ausgestatteten Galerien. Kleine Auswahl: Ernst Noldes
Blumengarten, Ernst Barlachs Der Schwebende, Otto Müllers Badende in
Landschaft, Alexej von Jawlenskys Frau aus Ascona, die Pietà von Käthe Kollwitz
in ihrer ursprünglichen Gestalt als Kleinplastik. Wer nicht genug kriegen kann,
schaut sich noch die wunderlichen Bilder von Paul Wunderlich an.
19. Juli, Donnerstag

Große Fahrt, Ziel Eutin. Erste Etappe über Fegetasche Behler See,
Dieksee nach Malente Gremsmühlen. Warum heißen hier oben eigentlich alle
schmalen Wasserläufe Schwentine? Und warum stehen dann, wenn die Strömung am
stärksten ist, mittendrin noch Pfähle mit unlesbaren Schildern, an denen die
Boote sich so gerne quer legen? In Gremsmühlen sind "Felix" und
"Suomi" runde 300Meter weit und über eine stark befahrene Straße zu
tragen. Schaffen wir auch und genehmigen uns eine Kartoffelsuppe oder sonst was
in der Mühle von Grevesmühlen bei Frau - wie hieß sie noch?
Schwentine-Abenteuer,
zweiter Teil. Der Wasserlauf bis zum Kellersee wird wieder zum (hin)reißenden
Erlebnis. Der Landdienst hat inzwischen Stellung bezogen am letzten
Schwentine-Stück vor Eutin. Hier an der Fissauer Mühle müssen die Boote
vorbeikommen. Tun sie nicht. Anruf: Sind umgekehrt und haben ein schönes
Plätzchen gefunden. Landdienst hin. Ruderer sitzen schon auf der Terrasse des
Seeschlosses am Kellersee, Boote liegen davor auf dem Rasen. Vor der
Autorückfahrt nach Bosau vertilgen wir den Restkuchen des Seeschlosses, welches
sich Hotel und Erholungszentrum mit geistlichen Angeboten nennt. Im Haus
Frohsinn besagte Reibekuchen. Das sagt alles über den Abend des 19. Juli.

20. Juli, Freitag
Morgenfeier für
K.-H. Zurückgerudert vom Seeschloss am Kellersee nach Gremsmühlen und nach der
Mittagspause weiter über Dieksee, Behler in den Großen Plöner nach Bosau. Gegen
16 Uhr liegen die Boote bereits wieder auf Frohsinns Rasen.
Die Abendrunde
spaltet sich. Die nach Höherem Strebenden hören sich in der Kirche die
Trompetenorgel an. Der Rest - na was tut der wohl? (Oder war die Musike am
Samstag? Egal.) In der Runde der spätberufenen Freitagstrinker fragt plötzlich
jemand nach
dem Ducato-Schlüssel. Suchaktion! Allu, schon im Bett, murmelt: Herbert
hat ihn. Herbert, der sich auch schon zurückgezogen hat, hat ihn nicht. Theo,
schon im attraktiven Nachtflanell, hat ihn auch nicht. Am nächsten Morgen
Jürgen: "Klar, ich habe ihn, hat ihn jemand gebraucht?"
21. Juli, Samstag
Skulls zur
letzten Tour eingelegt. Nach Plön zum Schüler Ruder und Segler Verein. Kann der
Kemnader Hallenmieter schon neidisch werden, wenn er sieht, wie unterhalb des
weißstrahlenden Plöner Schlosses den Mägdelein und Knaben ein Wassersportparadies
geschaffen wurde. Dabei ist weit und breit kein Nachwuchs zu sehen. Der
Bootsbauer, der das weite Gelände hütet und freundlicherweise das Tor öffnet, erklärt
die Leere: die Jugend hat Ferien und erholt sich als Ferntouris vom Stress der
Schule und des Sports.
Hauptsache unsere Ruderer können an einem der zahlreichen Schüler-Stege
der nächsten Besatzung Platz machen, und die Neuen können Kurs auf Dersau
nehmen. Als das zweite Boot sich dem Dersauer Ufer nähert, haben die drin
sitzenden Ruderer eine Erscheinung, die sich - O Wunder - als Realität erweist:
Helli schwebt übers Wasser heran - mit einem Tablett voller Pils, darunter versteckt
auch Apfelschorle. Wenn Herbert später mit einen der Plastiksessel zusammenkracht,
hat das damit gar nichts zu tun. Zurück in Bosau sind wir nach dem frühen Abgang
von Norbert wieder 13, eine weitere Ulla bereichert uns, Jürgen seine.
22. Juli, Sonntag
Heimfahrt in
Regen und Staus. Nach erneut neun Stunden wieder im alten Revier Kemnader See.
Dank an Ulla,
Dank an Hein. Die Wanderfahrt 07 war hervorragend geplant, vorbereitet und
abgewickelt. Standort Bosau zu allseitiger höchster Zufriedenheit ausgewählt.
Betten weich, Essen gut, Pilz frisch, was will man mehr. Exkursion in Kultur
wunderschöne Sache. Einen Haufen von individualistischen Älteren und Alten bestens
gelenkt und geleitet. Dankeschön.
Herbert Wagner
„In diesem Jahr
wird die Himmelfahrtstour eine etwas anderen Charakter haben als in den
vergangenen Jahren, weil:
1.
die RWF durch drei Länder geht (Personalausweis!),
2.
zunächst ein Fluss bergab (Maas) und dann ein Flüsschen bergauf
(Niers) gerudert wird,
3.
die Übernachtungen unterschiedlicher Natur sein werden“

....so war es im STIPP 1/2007 angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt ahnten
wir allerdings noch nichts von Punkt Nr.4, der wahren Bedeutung des
jahrzehntelang unreflektiert benutzten zusammengesetzten Substantivs
Ruderwanderfahrt und der praktischen Umsetzung der einzelnen Wortbausteine.
Doch dazu später mehr.
Der Wetterbericht
verhieß nicht nur Gutes, Helli zeigte sich diesbezüglich sogar recht
pessimistisch, versuchte trotzdem zu stimulieren mit der Äußerung: „Das Wetter
wird definitiv nicht schön, aber die Fahrt“.
15 Teilnehmer
ließen sich durch nichts abschrecken und nahmen unter der Voraussetzung der
Punkte 1-3 an der Himmelfahrtstour teil: Helli, Andrea, Anja, Kathy, Achim,
Michael, Jutta, Kiki, Martin, Andreas, Willu, Robert, Anne, Jürgen und Doro.
Verladen wurden die Boote „Zappa“, „Weichei“, „Und Tüss“ und „Suomi“. Margit entschloss
sich zur Landschutz-, Rettungs- und Pionierbegleitung auf ihrem Drahtesel –
wohl einzigartig in der BBB –Ruderwanderchronik.

Bis auf einen kleinen Zwischenfall –Andreas konnte dem Drang und der
Sucht nicht widerstehen und lotste die nichtsahnende Kathy in Venlo direkt zu
einem Coffeeshop, wo er sich großzügig bediente, den ganzen Stoff dann über die
belgische Grenze schmuggelte und Kathy an einer Polizeikontrolle mit überhöhter
Geschwindigkeit vorbeirauschte (Alles wird gut!) – kamen alle, teils zu
mitternächtlicher Stunde, aber wohlauf in Maaseik an. Und dann kam auch der vom
Orakel Lebert prophezeite Regen.
1. Etappe: Maaseik - Kessel (37 km)
Jedoch: als Doro und Jutta zum Antritt des Frühstücksdienstes aus dem
Zelt krabbelten zog sich der Regen sofort zurück. Gut gesättigt und durch Kaffeegenuss
aufgepäppelt, fühlte sich auch die/der Letzte in der Lage, unseren Geburtstagskindern
Andrea und Jürgen ein Ständchen zu bringen und die Geschenke (äußerst praktische,
dem Alter angemessene Outdoor-Sitzgelegenheiten - siehe links) zu übergeben.
Es folgte eine
kurze Wanderung zum Startsee, einem ausgebaggerten Nebenarm der Maas, mit Parallel-Einsatzmöglichkeit
am Strand. Der Abschnitt zwischen Maaseik und Roermond ist wegen seiner
zahlreichen Nebenarme und Baggerseen ein beliebtes Motorbootrevier, aber ob des
bedeckten Wetters hatten wir eine ruhige erste Teiletappe. Ruderer und Kanuten
gelten auf diesem Abschnitt als Exoten und sind eher selten anzutreffen.
In Roermond (sehr
schönes Städtchen) erwartete uns eine winkende Margit, lotste uns zum Anlegen
in die Roer-Mündung und verbrachte mit uns die Mittagspause. Und dann kam auf
den letzten 10 Kilometern auch die Sonne durch.

Als etwas problematisch erwies sich am Zielort Kessel das Ausladen und
Ausheben der Boote, da es am Ufer des Campingplatzes vor kleinen hohen Motorbootanlegern
nur so wimmelte. Kessel entpuppte sich als ein nettes Städtchen mit ehemaligem
Mädchenpensionat und einer malerischen Burgruine, die von Martin, Jürgen und
Doro zu mitternächtlicher Stunde noch besichtigt wurde.
2. Etappe: Kessel - Maashees (40 km)
Eitel Sonne und
zunehmend schöner werdende Landschaft charakterisierten die zweite Etappe.
Venlo wurde durchrudert und ein
sanfter Rückenwind lud ein zu Segelwettbewerben in den Pausenphasen.
Der Suomi mit
Steuermann Michael entpuppte sich als schwuchtelndes Verniedlichungsboot („in
die Auslage – lös-chen“, „nur noch 5 Kilometerchen“, „Stößchen“, „Böötchen Steuerbord
voraus“, usä.)
Es folgte eine Bilderbuch-Mittagspause im kleinen Passantenhafen von
Arcen mit nahegelegener Eisdiele und einem Wasserschloss, das von etlichen
BBBlern auch in Augenschein genommen wurde.
Nur der
Supermarkt war ein wenig weit vom „Häfchen“ entfernt. Der zweite Teil der
Etappe verlief ebenfalls in angenehmer Atmosphäre und mit nur mäßigem Berufsschifffahrtsverkehr
relativ ereignislos (abgesehen vom Frontalangriff auf eine grüne Tonne durch
Steuerfrau Jutta). Das wurmte den Fahrtenleiter und er nötigte die Crew des
Suomi kurz vor dem Ziel in ein kleines „Kanälchen“ zur Burgruine von Geysteren
hineinzurudern, ein Weiterfahrtverbotsschild zu missachten und schlussendlich
in einem kleinen videoüberwachten Hafenbereich zu landen, in dem sich
gleichermaßen kleine wie dubiose Schabrackenbarkassen befanden. Man hätte hier
anlegen müssen um über einen Wall zur Burgruine hätte gelangen können, doch man
entschloss sich dann lieber doch zum Rückzug mit freundlichem Winken in die
Kamera.
Der Campingplatz
in Maashees, der uns erwartete, war dann aber ganz im Sinne der
Fahrtenteilnehmer: eine langgezogene Wiese mit Waldhintergrund am Flussufer und
recht malerischem Blick auf die Maas. Schadenfroh konnte unter Applaus
beobachtet werden, wie es einen Wassermotorrad-Typen zerlegte, der zuvor durch
sein Hin- und Her das Ausladen der Boote erschwerte.
Alles schien sich
prächtig zu entwickeln, wäre da nicht das Wasser gewesen, das frecher Weise in
das vorzügliche und nett anzuschauende Abendessen hineinregnete.
Ein
bemerkenswerter Akt fand an diesem Abend auch noch statt.
Achims
langjährige, hautenge Begleiterin wurde offiziell entsorgt - seine mittlerweile
partiell transparente Ruderhose.
3. Etappe:
Maashees – Viller Mühle (33 km)
Die dritte Etappe versprach Einiges. Zunächst 20 km die Maas abwärts,
dann 13 km die mit Spannung erwartete Niers aufwärts. Irgendeinem Kanuführer
konnte man entnehmen: bei Kilometer 0,2: „ Krautfanganlage (links umtragen)“.
Mental bestens
auf Aufwärtsrudern und Umtragen eingestellt setzte man sich in die Boote. Die
20 Maaskilometer wurden recht locker abgerudert. Lediglich eine Schleuse und
ein paar Fähren unterbrachen das zyklische “Vor-und-Zurück“.
Leidlich Zeit um darüber zu sinnieren, ob es
sich bei der zu erwartenden Fanganlage möglicherweise um eine für „The Krauts“
handeln könnte. Und dann begann der sportliche Teil des Tages, bei dem auch die
Steuerleute auf ihre Kosten kamen.
Die Niers entpuppte sich als recht ansehnliches Wald- und Wiesenflüsschen,
teilweise sehr eng und mit vielen Windungen, aber ruderbar. Nur, die Krautfanganlage
wollte einfach nicht kommen. 200m vor der Mündung war nichts und erst nach ungefähr
einem (gefühlten) Kilometer warteten heimtückisch gespannte Drähte und ein quer
über den Fluss ragender Stahlarm mit gierig wartenden Eisenkrallen auf the
Krauts vom BBB. Doch mit ein paar „Dicken“, „Ruder lang!“ und „Köpfe runter!“
wurde dieses Hindernis souverän bewältigt.
Der Umstand, nicht umtragen zu müssen stimmte froh und machte den folgenden
Aufwärtskilometer bis zur Pausenstation in Gennep erträglich. Auch in diesem
Städtchen ließ sich bei Sonnenschein gut pausieren. Dann ging es auf
die restlichen 11,5 Kilometer flussauf.
Bisweilen musste aus erholungs-technischen Gründen „eingeschilft“ werden um
keinen Zentimeter zurückgetrieben zu werden. Irgendwann wurde die Niers zum
Grenzfluss zwischen NL und Deutschland.
Und plötzlich war
das deutsche Ufer gespickt mit Panzern, Panzern und nochmals Panzern! Man hatte
in der Tat den Eindruck, dass ein gewisses Misstrauen gegenüber der ehemaligen
Kolonialmacht Holland besteht. Nach einer Rechtskurve ging es auf die letzten
zwei rein deutschen Flusskilometer bis zum Tagesziel: das Wehr an der
Villerschen Mühle. Und hier offenbarte sich, dass auch gegenüber den
Fahrtenleitern ein gewisses Misstrauen angebracht gewesen wäre, denn die
Angaben im oben erwähnten Kanuführer waren eindeutig: „Wehr Villersche Mühle,
keine Umtragemöglichkeit, Befahrung vermeiden“. Bei der Erkundungsfahrt
unterließen es Doro und Jürgen, genau dieses Wehr ob der herrschenden
Dunkelheit um 23.00 Uhr in Augenschein zu nehmen und vertrauten den Worten des
Mühlenbesitzers „alles möglich, alles kein Problem!“ Irrte der Kanuführer bei
der Krautfanganlage, so hatte er diesmal recht. Das Ausladen, Herausnehmen und
dann sehr weite Umtragen wäre bereits an den steilen verkrauteten U
ferböschungen gescheitert. Was also tun? Jürgen schwang sich auf Margits
Rad und radelte zur Viller Mühle. Hier waren die Vorbereitungen zum kabarettistischen
Abendevent mit Winfried Schmickler und ca.200 Zuschauern in vollem Gange. Der
WDR war da, um eine Hörfunkaufzeichnung zu machen. Der Hausherr der Mühle, der
wahnsinnige Puppenspieler Heinz Boemler, rotierte, bemühte sich aber uns nach
Kräften zu helfen und gestattete ein Hineinrudern in den Graben, der zu Betriebszeiten
der Mühle als Abflusskanal diente.
Da die Mühle jedoch
seit ewigen Zeiten nicht mehr als solche in Betrieb war, gestaltete sich das Hineinrudern
in den verschlickten Graben (einige Boote benötigten dazu mehrere Anläufe
kombiniert mit ruderischen Finessen um die Kurve zu kriegen) und das Herausnehmen
der Boote als etwas problematisch. Aber für das kampferprobte BBB-Team war es
lediglich eine Herausforderung mehr, die es abzuhaken galt. Es sollte die teuerste
Übernachtung werden, zumindest auf Himmel-/Fronleichnamsfahrten und das Nennen
des Preises sorgte zunächst für Verstimmung. Doch es wurde ein legendärer
Abend, der schlussendlich alle zufrieden stellte. Da war zunächst die Villersche
Mühle. Sie entpuppte sich als ein Panoptikum voller historischer Kuriositäten
(kurzum: authentischer alter Krempel – vor allem Blechschilder). Übernachten
durften wir in einem echten Bunker aus dem 2.Weltkrieg, der bisweilen für private
Feten zu Verfügung steht.
Vor dem Bunker befand sich ein Biergarten mit herrlichem Blick auf
unseren Zieleinlauf-Kanal, mit verrosteten Tischen und Stühlen und leider auch
dem Generator des WDR, der auch erst nach der Vorstellung abgeschaltet wurde.
Während Kiki aus dem korrodierten Mobiliar eine schmucke Tafel zauberte und der
Küchendienst um Anne (die gleichzeitig kochte, nicht unwesentlich dem Alkohol
zusprach, sich mit dem Mitarbeiter des wahnsinnigen Puppenspielers anlegte und
nebenbei mit Doros Handy mit dem ihr unbekannten Carsten flirtete) ein
köstliches Mahl zubereitete, amüsierten sich die restlichen Ruderer köstlich
bei der geduldeten, kostenlosen Visitation des Kabarettprogramms (mit dem
Stargast Doktor Stratmann).
Mit der Absicht
die Übernachtungskosten erträglicher zu gestalten, wurde die mittelalterliche
Spargelschälerin Margit vor den Bunker gesetzt, die von etlichen Kabarettgästen
als lebendes Inventar identifiziert und abgelichtet wurde. Doch nicht ein einziger
Cent wurde eingespielt.
Als dann das
Essen fertig war und der Generator abgestellt wurde, gerieten die Frustrationen
des Tages und auch das zwischenzeitliche Fluten der Bunkerküche durch das
Nutzen der Bunkerdusche in Vergessenheit.
4. Etappe: Viller Mühle – Jan an de Fähr (15 km)
Am Vorabend wurde
nicht lange diskutiert, wie es denn nun weiter gehen solle, beim Frühstück
wurden nur noch die organisatorischen Details geklärt. Der Beschluss war
eindeutig: wir wandern die 4. Etappe an der Niers entlang!
Gleichwohl wurde
die obligatorische Bootsplatzverlosung durchgeführt, bei der Anja, Kathi und
Helli den „und Tüss“ zogen.

Den ursprünglich geplanten Zielort, „Jan an de Fähr“ in Goch erreichten
schlussendlich nur Doro, Anne, Anja, Willu und Jürgen denn dort stand der
Hänger. Währenddessen suchen sich die anderen Wanderer ein schmuckes Cafe um
das restliche Bargeld aus der Wanderfahrtskasse auszugeben. Andreas, Kathy und
Andrea nahmen dann als krönenden Abschluss noch ein Bad in einem Baggersee, an
dem wir vorbeikamen. Ein Teil unserer Wanderung an der Niers entlang
absolvierten wir übrigens auf dem Jakobsweg. Es handelte sich also quasi um:
Promi-Pilgern!
Wer hat’s erfunden?
Doro Erlemann – Jürgen Dassow
Sein alter
Arbeitsplatz ist nicht wegrationalisiert, nur sein Büro existiert nicht mehr.
Ob er sich noch einmal einarbeiten könnte, ist schwierig zu beantworten. Aber
den Mut dazu hätte er allemal.
Herbert lud uns in „seine

“ Ruhr Nachrichten nach Dortmund ein.
Über 30 Jahre
gestaltete er als stellvertretender Chefredakteur dieses renommierte Blatt mit.
Die Lensing - Gruppe stellt sich als respektables Medienunternehmen dar, mit
Druckhäusern in Münster und Dortmund. Die RN betreut den Großraum Dortmund,
Münster und Münsterland mit einer Auflage von täglich 260.000 Exemplaren mit 32
lokalen Ausführungen. Die Investitionen des letzten Jahres beliefen sich auf 38
Mio €
Einen Teil dieser
Investitionen hatten wir Gelegenheit zu besichtigen. Riesige Druckanlagen mit
einer computergesteuerten Peripherie sind heute das technische Herzstück eines
Druckhauses. In diesem technischen Teil eines Verlages sind nur noch wenige
Menschen beschäftigt. Die tonnenschweren Papierrollen werden vollautomatisch
gewechselt, ohne dass die Rotationsgeschwindigkeit der Druckanlage vermindert
wird. Der Ausschuss durch den Rollenwechsel liegt bei 30 – 50
Zeitungsexemplaren. Ausgerollt misst das Druckpapier einer Rolle rund 1,5 km.
Die Zeiten des alten Gutenbergs sind Urhistorie, aber das Rohrsystem der guten
alten Rohrpost, das die Vernetzung zwischen den Redaktionen und Setzerei
ermöglichte, ist noch vorhanden. Nur die Druckluft gibt es nicht mehr.
Die eigentlichen
Zeitungsmacher sind heute Computerspezialisten, der Setzkasten mit den
Bleilettern hat nur noch museale Bedeutung.
Aber ohne die
Redakteure wie Herbert, der nach seinem Germanistikstudium seinen Job von der
berühmten Pike auf erlernt hat, läuft gar nichts. Die Spannung und Hektik zum
Redaktionsschluss ist seit je her die gleiche. Die Kundennähe und damit
verbunden die Themen von lokalem Interesse, sind jedem Journalisten heilig. Die
neuen Techniken erlauben Schnellschüsse, von denen Herbert zu Beginn seines
Journalistenlebens nur träumen konnte.
Die
überregionalen Informationen müssen neutral, genau und vor allem schnell
übermittelt werden. Eine spannende Aufgabe.
Herbert hat nie
richtig aufgehört, Ruhr-Nachrichtler und Journalist zu sein. Nach kurzer
Anwesenheit in der Redaktion war er wieder mitten im Zeitungsgeschehen und
übernahm wie selbstverständlich teilweise die Führung und Erklärung in der Redaktion,
bis er merkte, dass auch er nur Besucher war. Seine Wanderfahrtberichte sind
ein Genuss zu lesen und spiegeln sein Zeitungsherz wider.
Der gemütliche
Teil unserer Bildungsreise endete in der sympathischen Atmosphäre von Hövels
Hausbrauerei. Hier durften wir Herberts Gäste sein.
Lieber Herbert,
Du hast uns einen Einblick in Dein Berufsleben mit seinen rasanten
Veränderungen verschafft. Vieles, was wir sehen konnten, war Neuland für uns
und wird haften bleiben. Danke für diesen gelungenen Tag.
Allu Lehmann
Themen-Schwerpunkt: Ruder – Weltmeisterschaft München
2007

Nach 1981 (München), 1983 (Duisburg) und 1998 (Köln) fanden die Ruder-
Weltmeisterschaften zum vierten Mal in Deutschland statt, vom 26.08. – 02.09.,
wieder mal in München.
Weltmeisterschaften
im eigenen Land sind eine Chance, sich als Zuschauer sein eigenes Bild zu
machen. Sechs Mitglieder des Blauen Bands haben diese Chance genutzt. Hier die
Eindrücke von fünf dieser Teilnehmer.
Meine Ruder-WM München 2007 (Andrea Kahnert)
Mein Besuch bei
der Ruder-WM in München beschränkte sich auf 3 Tage. Zu den Halbfinals am
Freitag reisten wir mit insgesamt 12 Kollegen gesponsert von der Uniklinik Ulm
früh morgens aus Ulm an und nahmen auf den noch relativ leeren Rängen der
sichtbar gealterten Regattatribüne Platz. Diesmal gab es nichts Dienstliches
für mich zu tun, so dass ich mich ganz auf die Rennen und das Drumherum
konzentrieren konnte. Kurz nach der Ankunft schloss ich mich per Handy mit
Helli kurz und traf ihn kurze Zeit später für ein kleines Pläuschchen. Wieder
neben meinen Kollegen sitzend erblickte mich Allu wenig später und winkte mir
freundlich zu („Du kennst aber viele alte Leute hier“ – Kommentar einer Kollegin).
Mich interessierten dieses Mal besonders die Rennen der Skuller, da ich
an vier Messterminen in diesem und letztem Jahr in Ratzeburg, Berlin und
München deren Ohren zur Laktatabnahme zerstechen und ihre hübschen Gesichter
durch das Aufsetzen von Masken zur Messung der Sauerstoffaufnahme verschandeln
durfte („Ist doch scheiße mit der Maske“-
Maske?, welche Maske??). An so Tagen bekommt man doch recht viel von den
unterschiedlichen Charakteren mit… Es ist auch toll zu sehen, wie sich Ruderer
entwickeln. Hans Gruhne (Doppelvierer) zum Beispiel war in meinem ersten Jahr
in Ulm 2005 bei den Junioren auf der WM in Brandenburg dabei und wurde 2. im
Doppelzweier. Bei der WM 2006 in Amsterdam wurde er Juniorenweltmeister im Einer.
Und dieses Jahr fuhr er zum ersten Mal bei den Senioren im Doppelvierer mit und
gewann direkt die Bronzemedaille. Sehr beeindruckend.
Der Messtermin in
München lag ca. 2 Wochen vor Beginn der WM und ich wunderte mich etwas über den
noch sehr „unaufgeräumten“ Zustand der 35 Jahre alten olympischen Anlage und
die Selbstverständlichkeit der herumstehenden Bauzäune. Ich erwartete
eigentlich betriebsame Hektik angesichts des Großereignisses mit 1285 Athleten
aus 68 Nationen in 474 Booten und 60000 Zuschauern. Das Gegenteil war der Fall:
alle wirkten sehr gelassen und die bereits angereisten Nationen trainierten
entspannt auf dem bayrischen Gewässer.
Zu Beginn der WM
sah es zwar nicht wesentlich besser aus, doch zumindest die Organisation stand
einigermaßen. In jedem Fall konnte man den Hauch von 1972 noch spüren.
An besagtem
Freitag waren Helli und Allu nicht die einzigen Bekannten aus dem Ruhrgebiet,
die ich traf. Mein Studien- und Hochschulsportskollege Jochen Wittor zeltete
mit einer ganzen Armada an Herner Vereinsmitgliedern neben Hellis Behausung.
Herner Ruderer können ja bekanntlich besonders gut feiern, sehr zu Hellis Leid.
Die Rennen waren schon am frühen Nachmittag zu Ende, so dass wir Ulmer
noch in Freising in einem netten Gasthaus eine Kleinigkeit aßen. Anschließend
bezogen einige von uns unsere Zimmer im recht einfachen, aber frommen Gästehaus
der Pallotiner. Abends kam Helli noch nach Freising raus und wir durften die
Eröffnung des großen Freisinger Volksfestes miterleben. Bei einem Absacker im
Cafe trafen wir lustigerweise den gesamten Ruderachter, der wohl noch vor dem
großen Finalen zu entspannen versuchte (kein Alkohol!).
Am Samstag wurden
die Tribünen wesentlich voller und die Ordner kontrollierten auch besser. Ich
hatte zwar eine Akkreditierung, aber keinen festen Platz, so dass die Platzwahl
sehr schwierig war. Ein weiteres Mitglied des BBB erschien schließlich an der
Regatta: Angela, die zu einem Betriebsausflug in München unterwegs war.
Angela, Helli und ich schauten uns die Rennen gemeinsam an und genossen
die gute Stimmung. Nach dem Ende gelang Angela im Shuttlebus Richtung Bahnhof
Oberschleißheim ein grandioses Foto von
Helli, das auf Anfrage eingesehen werden kann. Ich sach nur: “Ein voll
aufgeblasener Riesenballon hätte den Wettbewerb um Prallheit mit Hellis Gesicht
kläglich verloren. So kamen wir nach einem Lach-Spektakel hervorragend gelaunt
in
München City an, wo sich unsere Wege dann trennten, d.h. Helli und ich
zogen gemeinsam noch einige Stunden durch die bayrische Landeshauptstadt. Am
Finaltag am Sonntag war für mich dann gar kein Platz mehr auf der Tribüne, so
dass uns der Chef auf die Pressetribüne schmuggelte. Von dort hatte man aber einen
grandiosen Überblick. Dies gelang aber auch nur bis zum Mittag, danach stellte
ich mich ans Ufer hinter der Ziellinie. Von dort konnte man die Rennen nicht perfekt
verfolgen, aber dafür bekam ich unmittelbar die ersten Reaktionen der Ruderer
und deren Betreuer nach der Zieldurchfahrt mit.
Der DRV kann mit
einigen Booten sicherlich sehr zufrieden sein, jedoch gab es auch
Enttäuschungen. Die Erwartungen waren angesichts des „Heimvorteils“ sehr hoch Fehlendes
Gold wurde von vielen Seiten beklagt, aber in dieser Leistungsdichte ist es
auch nicht einfach, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Die Zuschauer haben
diese Weltmeisterschaft stimmungsmäßig in jedem Fall zur Heim WM gemacht und
ich bin froh, dabei gewesen zu sein.
Ruder-WM München 2007 (Angela Andree)
Es traf sich gut,
dass wir mit unserer Geschäftsstelle des Judo-Verbandes just an diesem Wochenende
einen Betriebsausflug nach München machten. Paul, unser ehemaliger Bayer,
suchte die Programmpunkte aus, die - allerdings - zumeist kulinarisch waren:
Brauhäuser, Cafés, Brotzeit im Englischen Garten und im Kloster Andechs . . . –
man hätte meinen können, eine Gruppe der Zeitschrift „Essen & Trinken“ wäre
zum Testen unterwegs . . .. Meinem Vorschlag „wir sind doch ein Sportverband,
lasst uns zur Ruder-WM fahren“ folgten wenige (um nicht zu sagen keine der
Mitreisenden) - glücklicherweise wusste ich, dass das Blaue Band vor Ort war
und freute mich auf ein Wiedersehen mit Andrea, Helli und weiteren Blauen Bändlern.
Ruder – WM – Eindrücke (Allu Lehmann)
Die nicht
gewonnene Ruder-Goldmedaille war für uns WM-Zuschauer gar nicht so tragisch,
obwohl es schön gewesen wäre, auch einmal die deutsche Hymne zu hören.
Aber wir waren
dabei und haben spannende Rennen und begeisterte, großartige Zuschauer gesehen.
Sage nur noch
einmal jemand, deutsche Fans wären „lahm“. Die Fußball- und
Handball-WM-Euphorie wurde nach Oberschleißheim transportiert. Eine klasse
Stimmung, obwohl die Bierlogistik eine Katastrophe war. Auch die dem Bier
zwangsläufig nachgeschaltete Entsorgung war wenig weltmeisterschaftlich. Aber
so sind se nun `mal, die Bayern.
Vor mir saß am
letzten Finaltag eine kleine Gruppe Kanadier. Es war eine Freude, diesen temperamentvollen
jungen Leuten zuzuhören und –zusehen, wie sie ihre Mannschaften anfeuerten.
In ähnlicher
Gruppierung waren Fans aller teilnehmenden Nationen über die Tribünen verteilt.
Natürlich war die Gruppenstärke der Anrainerstaaten (Holland, Frankreich etc.)
höher als z.B. der Blauen Bändler, Neuseeländer, Australier, Amerikaner,
Chinesen. Es war ein wunderbares, buntes Völkergemisch und dementsprechend war
auch die Gesamtstimmung.
Dass Rudern nur
eine Randsportart ist, zeigte sich vor allem am „äußerst schlappen“ Catering
für die normalen Fans. Und so ein WM-Tag ist sehr lang. Also musste an einem
der Regattatage der „Fressnapf“ von Karstadt an der Kaufinger Str. unsere
Mampflust befriedigen. Die Fischsuppe und der trockene Riesling waren vom
Feinsten und sind wirklich zu empfehlen. Wenn alle diese Suppe mit Zubehör
essen, macht Knoblauch gar nicht einsam.
Am ersten
Finaltag klappte der Bus – Shuttle vom Bahnhof Schleißheim zur Regattastrecke
nicht so richtig (riesiger Stau) und die Schlachtenbummler standen zunächst
etwas hilflos an der Bushalte. Es wurde nicht gemeckert, vielleicht ein wenig
gegrummelt, aber mehr nicht.
Wie es sich für
wahre Sportler gehört, suchten viele Gruppen auf dem nächsten Stadtplan den
kürzesten Fußweg und ab ging`s über 3,5 km. Wahrlich weltmeisterlich.
Meine Münchener
Freunde und ich hatten das Glück, von einem Oberschleißheimer, der gerade für
seine Familie die Frühstücksemmel kaufen musste, per PKW auf Schleichwegen in
Tribünennähe gefahren zu werden. Eine Kostenbeteiligung in Höhe der Taxigebühren
o.ä. lehnte er ab: „Schließlich sind wir das unseren Gästen schuldig“. Ich
glaube, solch eine Haltung ist auch „weltmeisterlich“. Nochmals danke schön.
Die WM war ein
schönes Erlebnis und München ist es immer.
Meine Ruder-WM München 2007 (Helli Lebert)
Zwei Welten:
Akkreditierte und zahlende Zuschauer
: Die Ruder-WM hatte viel Zulauf an Prominenz: Bundesinnenminister Schäuble,
Ministerpräsident Platzeck (Brandenburg), Deutsche Bank - Chef Ackermann, Theo
Waigel mit Gattin Irene Epple-Waigel, Blacky Fuchsberger, die IOC-Mitglieder
Bach und Tröger, drei bayrische Staatsminister und viele bekannte Sportgrößen
aus Vergangenheit und Gegenwart. Diese alle schwärmten von einer gelungenen Veranstaltung.
Sie befanden sich ja auch auf der Sonnenseite der Veranstaltung. Die WM habe
gezeigt, dass die für die Spiele 1972 errichtete Regatta-Anlage „immer noch
eine tolle Sportstätte ist“, so der für den Leistungssport zuständige Bundesminister.
Die Ruder-WM demonstriere nach vielen großen Sportereignissen 2006 und 2007 in
Deutschland einmal mehr, „dass wir solche großen Sportveranstaltungen sehr gut
organisieren können“. Erstaunlicherweise fehlten der Münchner Oberbürgermeister
Ude und der damalige Noch-Ministerpräsident Stoiber.
Auch die überaus zahlreichen Zuschauer (am zweiten Finaltag 15.000) –
unter anderem auch ich - hatten viel Spaß an den spannenden Wettkämpfen.
Hier zum Beispiel
das Finale im Frauen-Achter. Deutschland wurde „nur“ Fünfter. Die Statistik ist
gnadenlos. Tatsächlich lag das Boot nur 2.79 sec hinter dem Gold-medaillen-gewinner
und nur 0.33 sec hinter der Bronzemedaille. Der Männer-Achter gewann mit 2.27
sec hinter Kanada Silber. Aber so ist das eben im Sport, der Platz ist
entscheidend, und zwischen Platz 1 und 2 und zwischen Platz 3 und 4 klaffen in
der Bewertung von außen Welten.
Wir Zuschauer hatten mit Widrigkeiten zu leben, und das muss auch gesagt
werden. Selten so viele lange Schlangen gesehen, vor den Toiletten (sogar vor
den Männer-Toiletten!?!), an den Shuttle-Bushaltestellen zu Beginn und Ende der
Wettkämpfe, am S-Bahnhof, vor den Essensständen (tagelang gab es dort ausschließlich
nur die Varianten „Semmel mit Leberkäse“ und „Semmel mit einem Paar Wiener“,
immerhin aber mit zwei Senf-Varianten „süß“ und „mittelscharf“). Ich habe mich
da als Deutscher bayrischer Herkunft schon öfter mal vor unseren vielen - eigentlich
immer freundlichen – aus- und inländischen Gästen etwas geschämt. Die S-Bahn
hätte für zwei Stunden an den Finaltagen die Vertaktung intensivieren können,
oder wenigstens mit drei statt zwei Zugteilen fahren können, anstatt im
üblichen Trott, der den Zuschauermassen nicht gewachsen war.
Franchise-Unternehmen hätten die Essens- und Toiletten-Situation entspannen
können. Bei den Shuttle-Bussen hätte man für einen begrenzten Zeitraum einfach
die dreifache Zahl einsetzen müssen, zumal die Zugangs- und Abgangsstraßen
durch die Pkw’s zusätzlich massiv belastet waren und die Busse am Hin- und
Zurückkommen hinderten. Die Anlagen waren ohne Renovierung noch original 1972
spartanisch, der Zahn der Zeit hat verschiedentlich sehr genagt. Das größte
Chaos war am ersten Finaltag. Die Zugänge zu den ca. 80 verschiedenen,
natürlich qualitativ sehr unterschiedlichen Tribünenblöcken wurden nicht kontrolliert.
Jeder setzte sich dorthin, wo er wollte, Folge: unendlicher Frust bei den
Inhabern der besseren Plätze. Man stelle sich vor, was in der Schalke-Arena
passieren würde, wenn die Zugänge zu den Sitzplätzen auf der Haupttribüne nicht
kontrolliert würden. Die Zeltplätze hinter der Tribüne waren limitiert und zumindest
theoretisch an eine Voranmeldung mit Bestätigung gebunden. Praktisch pflanzte
aber jeder – egal ob angemeldet oder nicht - sein Zelt oder seinen Wohnwagen
dort auf, wo er wollte, in der Mitte eine streng verteidigte große holländische
Wohn-Wagenburg. Der nette ältere Herr, der allein ohne Unterstützung mit dem
Fahrrad herum fuhr und die Gebühren kassierte – ein letzter echter Amateur -,
konnte eine solche Kontrolle nicht leisten und war hoffnungslos überfordert.
The Mamas and the Papas:
Zufälllig saß ich in meinem Block nahe bei Müttern
und Vätern von startenden Ruderern. Deren Schicksal ist ein schönes und hartes
Los zugleich. Ich konnte tagelang die Gefühls-Höhen und –Tiefen bei den Eltern
des Achter-Ruderers Ulf Siemes aus Oberhausen miterleben. Sie hatten eine große
Deutschlandfahne mit dabei, die von der sehr erfolgreichen Riemenruderer-Generation
nach dem Achter-Desaster Sydney 2000 Jahr für Jahr mit Autogrammen
kontinuierlich bestückt worden war. Vater Siemes schwenkte die Fahne bei jedem
Auftritt deutscher Ruderer, eine wahrhaft athletische Leistung. Sohn Ulf hatte
sich trotz zahlreicher SMS und Telefonate der Eltern eher rar gemacht. Das ZDF
wollte parallel zum Endlauf des Achters die Eltern filmen, ich habe dafür auch
gerne meinen Platz geräumt. „Ist mir eigentlich etwas peinlich“, sagte Mutter
Siemes. Aber offensichtlich hat sich das ZDF dann spontan doch anders entschieden.
Und da waren auch
die Eltern der erfolgreichen Zwillinge im leichten Zweier-ohne der Männer,
Martin und Jochen Kühner. Die Fahne vom sympathischen Vater Kühner war kleiner
und war auf einer flexiblen Angelrute befestigt, deutlich einfacher zu handeln.
Den Zwillingen hatte ich am ehesten Gold zugetraut, sie schafften Silber.
Allerdings ist ihre Bootsgattung nicht-olympisch. Ich bin aber zuversichtlich,
dass sie nächstes Jahr den Kern eines guten leichten Vierer-ohne bilden. In
dieser Bootsgattung und im Frauen-Einer muss im nächsten Jahr die Olympia-Qualifikation
noch geschafft werden, in allen anderen zwölf Bootsgattungen ist man vom DRV
her glücklicherweise durch. Denn im olympischen Jahr ist die Rest-Qualifikation
deutlich schwieriger als die normale Qualifikation im vorolympischen Jahr.
Hinter mir saß eine kleine italienische Kolonie. Diese flippte beim
Rennen des Zweier-mit völlig aus, vor allem eine leicht korpulente Frau, deren
Stimme sich mehr und mehr überschlug und die dem Kollaps bedrohlich nahe kam.
Nachdem das Rennen beendet war (Italien gewann Silber), informierte sie die Umstehenden
entschuldigend mit einem herrlichen italienischen Redeschwall, dass sie die
Mamma eines der Ruderer sei. Dann griff sie zum Handy und rief sofort zuhause
an und schwärmte von „fantastico“ und „entusiasta“. Nur ganz allmählich kriegte
sie sich wieder ein, es war einfach wunderschön, da daneben stehen zu dürfen.
Damals und heute:
Wenn ich so an meine Wettkampfzeit vor über 40 Jahren zurück denke und
sie mit heute vergleiche, fallen mir Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.
Gemeinsam ist ein
langes, hartes Training, auch bei uns im Sommer bereits 14x die Woche. Auch die
unendlich lange Wartezeit vom Trainingsbeginn im Herbst bis zum nächsten Sommer,
an dem endlich klar wird, wo man tatsächlich steht, ist gleich geblieben. Wir
haben allerdings - nach heutigen trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen -
völlig falsch trainiert, insgesamt sehr, sehr wenig Ausdauer, Kraft nur im Winter,
im Sommer ausschließlich intensives Intervalltraining (vormittags und
nachmittags jeweils 8 x 560 m) mit kurzen Erholungspausen.
Gemeinsam ist das
Gefühl einer kleinen, aber intensiven Ruder-Familie aus Athleten, Trainern und
Fans. Es gab viele herzliche Wiedersehens-Erlebnisse, als wäre zwischendurch
keine Zeit vergangen, bei mir etwa u.a. mit meinem Partner und Freund von Tokio
1964, Josef Steffes-Mies, und mit meinem – mittlerweile 80jährigen, aber immer
noch sehr fitten - Trainer Heinz Beham aus erfolgreichen Passauer Zeiten, und
vielen Anderen mehr.
Unterschiedlich ist die Attraktivität von Ruderwettkämpfen für Zuschauer.
Bei uns kriegten die Zuschauer nur mit, was auf den letzten 250 Metern
passierte, und da war manches Rennen natürlich schon längst entschieden.
Zuschauen beim Rudern war damals langweilig. Heute hat man eine sehr
professionelle Streckenreportage und eine große Video-Leinwand, die einen von
Start bis Ziel aktuell informiert.
Unterschiedlich ist die heutige enorme Breite in der Spitze. Bei uns
starteten damals neben allen europäischen Nationen nur noch Australien,
Neuseeland, USA und Kanada erfolgreich. In München waren 68 Nationen am Start.
Die große Zahl liegt zum einen daran, dass europäische Staaten auseinander
gefallen sind. Früher gab es nur die Sowjetunion, heute gibt es dafür Russland,
Litauen, Lettland, Estland, Belarus, Ukraine, Armenien, Georgien, Kasachstan
und Usbekistan. Ähnlich ist es mit Jugoslawien und der Tschechoslowakei. Und
von anderen Kontinenten (Asien, Afrika, Südamerika) melden immer mehr Mannschaften,
die eindrucksvollste Entwicklung hat zweifellos China zu vermelden; man kann
nur hoffen, dass es dabei auch immer mit rechten Dingen zuging.
Unterschiedlich
ist das Betreuungssystem. Zu „meiner“ Zeit gab es noch keine Bundestrainer,
jedes Boot bei internationalen Meisterschaften hatte seinen Heimtrainer dabei,
heute sind die Mannschaften in der Obhut von Bundestrainern. Die einzelnen deutschen
Bundestrainer im Rudern scheinen sich heute eher voneinander abzuschotten und
im Wettbewerb untereinander zu stehen, wer denn am erfolgreichsten ist. Ich
kann das nicht belegen, ist nur ein persönliches Gefühl. Wie im wirklichen Leben
gibt es auch im Rudern in Deutschland noch ein Ost und West, allerdings ist das
Gefälle hier noch anders rum als im wirklichen Leben.
Und sonst? Noch
ein paar Erlebnisse:
Bei der Siegerehrung im Vierer-ohne fiel mitten in der neuseeländischen
Nationalhymne peinlicherweise der Lautsprecher komplett aus. Ein neuseeländischer
Schlachtenbummler sang die Hymne unter gleichzeitigem Schwenken der Fahne
textsicher und lautstark bis zum Ende … Tosender Applaus von allen Zuschauern,
zu Recht.
„Ruderwelt hackt auf Hacker rum.“ „Am Ende war er nach einem Albtraum im
Einer im Eimer.“ Schöne Wortspiele, Kollege!
(Wiesbadener Kurier, 03.09.07.)
Am Zeltplatz Wiedersehen
mit Jochen Wittor, ehemaliger Sportstudent, heute erfolgreicher Ruder-Trainer
in Wanne und nebenbei Lehrbeauftragter für Rudern an der Ruhr-Uni. Er war mit
60 Leuten aus seinem Verein gekommen, um den Schlagmann des Deutschland-Achters,
Bernd Heidicker aus Wanne, anzufeuern. Wahnsinn, wo gibt es so was noch?
Zu Beginn der A-Finals am Samstag und Sonntag marschierten jeweils fünf
Schützen aus dem nahe gelegenen
Unterschleißheim unter Begleitung der Hierarchie des Vereins in Trachtenanzügen
wortlos an die Strecke, luden auf präzises Kommando hin schweigend ihre historischen
Waffen, hielten sie in die Luft, und dann machte es kräftig „Puff!“. Die
Rauchwolken verzogen sich langsam. Dann traten die Schützen ebenso wortlos
wieder ab.
Mein junger Sitz-Nachbar aus NRW. „Das ist nicht wahr?!?“
Ich sage nur: Zwei Welten!
Helli Lebert
Dirk Masuhr aus Garmisch besuchte auch die WM
Die
Eröffnungsfeier fand am Samstag, 25.08.2007, Beginn 18.00 Uhr, statt.
Für die Anreise
Garmisch-Oberschleißheim hatte ich eine Fahrzeit von ca. 60 Minuten eingeplant.
Laura und Lukas nörgelten im Auto, warum wir bei einem so schönen Wetter
überhaupt so weit fahren müssen. An meine "Rudervergangenheit"
verschwendeten sie natürlich überhaupt keinen Gedanken. Sie wollten viel lieber
im Garten auf dem Trampolin springen. Nun ja, die Anreise war eigentlich ganz
prima, bis zu dem Zeitpunkt, als wir auf die Bundesstrasse zwischen Dachau und
Oberschleißheim einbogen. Hier waren dann doch sehr viele Verkehrsteilnehmer
mit dem gleichen Fahrtziel unterwegs....
Somit hatten wir
dann nach dem Bezahlen eines weltmeisterschaftswürdigen Parkbeitrags, in einer
ungemähten Wiese, gleich die ersten 30 Minuten der Eröffnungsfeier verpasst.
Der Eintritt war erstaunlicherweise frei und wir setzten uns auf die Haupttribüne.
Dann ging es los, aber für mich eher enttäuschend: Über den Programminhalt
einer solch großen Veranstaltung lässt sich mit Sicherheit lange diskutieren,
doch es wurde für meinen Geschmack zu viel oberbayerische Kultur der
Weltöffentlichkeit und dem verwöhnten Münchner Publikum geboten. Die
Schleißheimer Schlosspfeifer erinnerten mich mit Ihren alten Uniformen und den
blonden Perücken an eine Faschingskapelle und auch der Einmarsch der
Wallgauer-Musikkapelle mit Gebirgssschützen und Trachtlern war doch eher
klischeehaft. Zur Steigerung des Bayerischen Kulturguts moderierten die zwei
Rehmmadln aus Partenkirchen, eine in bajuwarischem Englisch, eine in Deutsch,
den Abend. "Mittenwalder-Hoachhaxate", d.h. Stelzengeher in historischen
Kostümen waren für die Kinder nett anzuschauen. Die Bootsparade mit einem großen
Römerschiff und venezianischen Gondeln war eine nette Idee, die durch
eine riesige (Sport)-Ruderbootarmada ergänzt wurde. VIP`s dürfen natürlich auf
so einer Veranstaltung auch nicht fehlen; u.a. winkte "unsre" Magdalena
Neuner aus Wallgau ins Publikum.... Der Einmarsch der Nationen war dann aber
wirklich sehenswert: 70 Models der AMD Akademie für Mode & Design München
führten die Teilnehmer in bezaubernden Eigenkreationen an...., einfach schön!!!
Die Showtanzgruppe des TSV-Schleißheim und Kunstradfahrer sorgten für etwas
Kurzweil nach dem offiziellen Teil, doch leider nervte immer wieder die
musikalische Unterhaltung: entweder spielte die Wallgauer Blaskapelle oder es
sang eine Murnauer Chanson-Sängerin in Begleitung eines Jazz-Orchesters. Für
meinen Geschmack eher unpassend. Das nächtliche Feuerwerk haben wir uns daher geschenkt.
Am Schlusstag der
WM bin ich mit dem Motorrad alleine nach Oberschleißheim gefahren; vorbei an
den Bootshallen und an der Tennisschule Niki Pilic in einem Rutsch vors
Tickethäuschen: bester Gratis-Parkplatz inklusive!!! Die 8 Euro Eintritt für
die "Picknick-Area" neben der großen Haupttribüne waren o.k. Die
Wiese war in den Morgenstunden noch etwas feucht, aber die Stimmung
war auch bei den B-Finals, insbesondere bei deutscher Beteiligung, nicht
schlecht. Mit dem Beginn der A-Finals war dann auch das
"Münchner-Publikum" ausgeschlafen, was man an den unqualifizierten
Kommentaren hören konnte. Sportlich hat es dann leider für die deutsche
Nationalmannschaft nicht für WM-Gold gereicht, aber trotzdem war auf der Wiese
und auf den Rängen eine prima Stimmung. Die Siegerehrungen fanden für meinen Geschmack
an einem unmöglichen Platz, in der Nähe des Zielturms, statt. Ohne die Videowand
hätte ich nur wenig davon mitbekommen.
Etwas nervig fand ich den VIP-Fahrdienst während den Rennläufen am
Finaltag, sowie den Wahnsinnigen in seinem Audi RS4 Safety-Car, (warum
eigentlich? Die Schiedsrichter saßen doch in den Motorbooten), der immer wieder
die zwei Kilometer zum Start in einem Höllentempo runterbretterte. Die
Abschlussfeierlichkeiten hatten dann nur noch offiziellen Charakter: es wurden
den vielen Helfern symbolisch eine FISA-Medaille überreicht, und die üblichen
Dankesreden zelebriert. Trotzdem war es
ein unterhaltsamer, schöner Sonntag für mich, der mit einer ruhigen Motorrad-Tour
zurück in die Berge endete.
Die mail von Andrea unter dem Stichwort „Sommermärchen“ an die lieben
Blaubändler:
„Wie auch in den letzten Winterausgaben des Stipps sammle ich kurze oder
lange Beiträge über Eure Sommererlebnisse, gerne auch mit Fotos. Also, wenn ihr
etwas zu erzählen habt, raus damit und schickt mir oder Helli Eure literarischen
Ergüsse.“
Und hier sind sie nun:
Jürgen Dassow
Mein
"Sommermärchen" ist eine kleine "Prinzessin", die am 4.8.07
zur Welt gekommen ist und Carolin heißt.
Helli Lebert
Meine
Outdoor-Saison 2007. Unterm Strich mittlere Unternehmungen: zwei Ruderwanderfahrten
mit dem Blauen Band (Himmelfahrt Maas und Niers; Juli Schwentine und angrenzende
Seen), drei Rad-Touren (Juni Zürich – Passau, einige Tage dabei auf dem
Bodensee-Königssee-Radweg zusammen mit Andrea (zum jährlichen Familien-Treffen
mit meinen vier Brüdern), Juli/August Neisse/Lausitz - zu fünft mit Aktiven vom
Wittener ADFC, September Kaiserstuhl/Elsass/Schwarzwald – zu acht mit der
traditionellen, latent übergewichtigen ADFC-Herren-Crew) und eine
Solo-Kanu-/Fahrrad-Tour um Augustow im äußersten Osten Polens. Diese letztgenannte
Tour war die unsicherste (weit weg, keine Ortskenntnisse, kaum
Sprachkenntnisse, allein unterwegs), also genau der richtige Mix für einen emotionalen
Schub, sofern die Fahrt gelingt. Von dieser letztgenannten Tour will ich ein
wenig berichten.

Ich hab auf die Mitnahme meines Fahrrads verzichtet, und konnte deshalb
entspannt im ICE erst mal nach Berlin fahren. Dort ließ ich von mittags bis
abends die unvorstellbaren Veränderungen im Regierungsviertel, um das Brandenburger
Tor und am Potsdamer Platz einfach auf mich wirken. Ich hatte in meiner
Lebensspanne einen Zusammenbruch der DDR nie einkalkuliert, und nun eine solch
atemberaubende Entwicklung in den vergangenen 17 Jahren.
Um 21 h bestieg
ich dann den Masuren-Express, der mich um 13 h des nächsten Tags nach Elk
bringen sollte, für den Preis von 29 €. Wir waren fünf Fahrgäste in zwei
Kurswagen, die ganze Fahrt über flankiert von zwei deutschen Schaffnern, kann
nicht sehr gewinnbringend für die DB gewesen sein.
Samstagnachmittag
in Elk, das Touri-Büro war grade noch offen, ich hatte keine Zlotys, „very
difficult“ meinte die Dame, die Banken hatten zu. Gibt es vielleicht Automaten
für ec-Karten? Es gab sie, das erste Problem konnte gelöst werden. Weiter mit
dem Linienbus nach Augustow. Ich ging zur angegebenen Adresse meines
Kanu-Vermieters, keiner da, außer zwei Schäferhunden, die aber einen wenig
einladenden Eindruck vermittelten. Über das Touri-Büro erreichte ich am
nächsten Morgen den Chef von SZOT (www.szot.pl), er konnte erfreulicherweise
ganz passabel Deutsch. Und von nun an ging alles seinen Gang: Als Boot empfahl
er mir einen breiten Zweier-Kajak, als Startort einen privaten Zeltplatz nahe
dem Kloster Wigry. Für eine Woche Kajak-Miete, den Transport zum Start und das
Abholen vom Ziel drückte ich umgerechnet et

wa 100 € ab, was ich als ausgesprochen preiswert empfand. Es waren zwei
sehr schöne Wochen, im Kajak auf der Czarna Hancza mit ihrem klaren Wasser und
auf dem Augustow-Kanal, mit dem Fahrrad sternförmig in alle Richtungen von Augustow
aus. Und das Wetter war die ganze Zeit über super. Die zweite Woche wohnte ich
für billiges Geld in einer einfachen, aber soliden polnischen Ferienwohnung,
gönnte mir aber leckeres Essen und aß mich durch alle polnischen Spezialitäten
von barszsz und bigos über zahlreiche Süßwasser-Fischsorten bis pierogi mit
allen erdenklichen Füllungen. Und eine Idee für eine spätere Unternehmung hat
sich bei mir auch festgesetzt: Eine Kanu-Tour wieder von Wigry aus, dann bei
der Einmündung in den Augustow-Kanal aber links ab durch Belarus und weiter
nach Litauen. Diese Tour würde ich aber nur geführt durch SZOT machen, da ist
mir die Situation in Belarus zu unsicher.

Ein kleines Erlebnis zum Schluss. Am dritten Tag fand ich an der Czarna
Hancza abends einen wunderschönen Zeltplatz unterhalb eines Bauernhofs. Etwas
weiter flußabwärts war ein PTTK-Zeltplatz, zu dem ich am Spätnachmittag
hochschlenderte. Ich fragte den bärtigen Wirt der Kneipe, ob ich was zu essen
bekommen könnte. „Na, klar!“ Er empfahl mir Fisch aus der Czarna Hancza. Wir einigten
uns auf eine bestimmte Sorte, die er mir empfahl, und auf das Gewicht des
Fisches (es gibt in Polen bei Fisch keinen festen Preis, sondern er wird nach
Gewicht bezahlt). Dann setzte ich mich mit einer Flasche Pivo Zubr auf die
Terrasse und genoss die Sommersonne und den Blick auf den Fluss. Nach einer
halben Stunde holte ich mir ein zweites Zubr. Als ich das dritte Zubr nach
einer Stunde holte, fragte ich vorsichtig, ob es Probleme bei meiner Bestellung
gäbe. „Nein, aber nein!“ Aber der Wirt hatte entgegen meiner Vermutung gar
keinen Fisch in der Tiefkühl-Truhe gehabt, sondern umgehend einen befreundeten
Fischer über Handy gebeten, den bestellten Fisch möglichst schnell zu angeln.
Es hat geklappt, wenn auch mit Zeitverzögerung. So kam ich in Francki zum frischesten
Fischgericht meines Lebens.
Anja und Kathy: Urlaubsbericht 2007
Auch in diesem
Jahr verbrachten wir unseren Spätsommerurlaub wandernd auf vertrautem
griechischem Boden…
Wir hatten über
den „Corfu-Trail“ gelesen, einen die griechische Insel von Süd nach Nord
durchziehenden Wanderweg, den es erst seit etwas 5 Jahren gibt. Er bindet vor
allem alte, beinahe vergessene Hirten-/Eselpfade mit ein und soll abgelegene,
teilweise verlassene Dörfer anbinden.
Leider war der
einzig existierende englischsprachige Wanderführer bereits seit 2 Jahren
vergriffen, so dass wir uns mit wenig, nicht sehr genauen Infomaterial auf den
Weg machten. Dieser gestaltete sich dann auch oft schwierig, wir haben
sicherlich einige Kilometer zu viel gemacht und oft das dornige Gestrüpp verflucht.
Entschädigend für alle Umwege waren doch zahlreiche malerischen
Küstenausblicke, die jeden brennenden Kratzer und jede Blase für einen magischen
Augenblick vergessen ließen.
Korfu ist eine
wunderschöne, sehr, sehr vielseitige Insel. Da die 10-tätige Wanderung immer im
Zick-Zack-Kurs zwischen der eher lieblichen Ost- und der rauen Westküste hin-
und herführte, konnten wir wirklich die ganze Insel erkunden. Wie schon früher
stellten wir fest, dass die Griechen kein Wandervolk sind – wir ernteten zwar
Zuspruch und Anerkennung, aber warum nicht den Bus zum nächsten Ort nehmen?…
Für
Wanderinteressierte ist Korfu wirklich zu empfehlen – und vielleicht gibt es ja
doch irgendwann eine Neuauflage des „Corfu-Trail“-Wanderführers…?

Angela: Burhave 2007
In diesem Jahr
haben wir es endlich wieder geschafft – unser geliebtes Frauen-Wochenende in
Burhave zu erleben und uns (fast) von Kopf bis Fuß zu pflegen. Leider fing der
Wellness-Trip mit einem dicken Stau von Duisburg über Bochum nach Unna an und
setzte sich dann nahtlos über Münster fort. Entgegen unserer Gewohnheiten kamen
wir – nicht weniger erfreut – gegen 23 Uhr in Burhave an. Trotz diversen
Fahr-Sektes gelang es uns noch eine hervorragende Mahlzeit zu zaubern (ein Dank
an Susanne - alias Püppi - und ihrem Griechen). Der nächste Tag war dann voll
mit den Dingen, die wir immer in Burhave zu tun pflegen und lieben: gut &
ausgiebig frühstücken, Bernie – unseren einzigen an diesem Wochenende
zugelassenen männlichen Besucher – zu besuchen, um ihn zum Doko spielen
einzuladen, laufen und natürlich gut essen & trinken). Der Tag danach
sollte dann ganz im Zeichen des Wellness-Programms stehen, aber auch dieser Tag
begann bereits mit einer ungewollten Verzögerung - der frühmorgendliche Lauf
mit Anja erwies sich als „Ausdauerlauf über fast zwei Stunden“ –
glücklicherweise hatte Anja selbst den Weg ausgesucht, so dass sich keine von
uns irgendwelche Vorwürfe anhören musste. Nach einem wiederum hervorragenden
Frühstück sollte die Wellness nicht zu kurz kommen. Annes hervorragendes
Haar-Massage-Gerät übertraf an diesem Tag allerdings fast alles und die weiteren
Massagen konnte da nicht mehr mithalten. Gestärkt durch ein weiteres Doko-Spiel
und diverser Speisen bei unserer Fisch-Kajüte brachen wir in Richtung Heimat
auf, die wir diesmal staufrei erreichten!!!
Und vom Urlaub 2007:
Nach dem zweiten
verregneten Sommerurlaub hintereinander machte Frederic (16jähriger Sohn von
Dieter) nachfolgende Feststellung: „Vielleicht sollten wir den Papa mal nach
Griechenland schicken . . .“ (Zitat an einem schönen Sommerabend in Nieder-Olm
– nach unserem Urlaub -, während in Griechenland die Feuer wüteten. . .).
Wind und Wasser

Auf der Seite
„Aktuelles“ findet Ihr einen Rahmen mit ruderrelevanten Wetter- und Wasserstandsnachrichten.
Rechts befindet sich eine Ampel.
Bei grün
ist alles ok, bis
auf das Wetter von oben. Da hilft zu Entscheidung ein Blick aus dem Fenster.
Bei gelb
ist entweder der
Wasserstand sehr hoch (>280cm),
die Strömung
doppelt so hoch wie normal (>140m³/s)
oder der Wind
stark (>25Km/h, Kleine etwas längere Wellen, vereinzelt Schaumkronen) ist.
Bei rot:
Ist der
Wasserstand höher als 323cm. Dies ist der Wasserstand bei dem der See offiziell
gesperrt wird.
Die Strömung drei
mal so hoch wie normal (>220m³/s ),
oder der Wind
stark (>35Km/h, Lange Wellen mit weißen Schaumkämmen - Gischt) ist.
Durch Klick auf
die beiden Knöpfe erhält man weitere Informationen.
Hält man den
Mauszeiger über den Windknopf, wird die Auswirkung der Windstärke angezeigt.
Bei Maus über der Ampel wird die Begründung für die Farbe angezeigt.
Events
Dort werden
Fotoserien von Zusammenkünften/Ausflügen ohne Boot gezeigt. Ich stelle noch
gerne Bilder von anderen Zusammenkünften ein.
Mitgliederbereich
Hier sind Adressen
aller Mitglieder sichtbar und Protokolle der Hauptversammlungen. Der Zugang ist
nur über Passwort möglich. Passwort vergessen? Kein Problem, Ihr werdet nach
der uns bekannten Email gefragt und bekommt das Passwort zugeschickt. Wem das
Einloggen zu umständlich ist, der kann über sich „Autologin“ jedes Mal
automatisch einloggen lassen. Es wird hierzu ein Cookie auf Eurem PC gesetzt.
Peter Seibold
Der Ruderverein Datteln hat am 19. August den 3.
Dattelner-Bungee-Ruderwettbewerb durchgeführt. Die ungewöhnliche Idee hat mich
gereizt, das einmal persönlich anzusehen. Und so bin ich zum Dattelner
Kanalfestival gefahren, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfindet. Dort
wird Eintritt (4 € für die Tageskarte) verlangt, dafür wird aber auch viel
geboten. Auch das ganze Ambiente zu beiden Seiten des Dortmund-Ems-Kanals und
auf der Brücke zwischen beiden Ufern gibt vom Rahmen schon einiges her.

Das Rudern am Gummiseil findet vom Bootssteg des RV Datteln aus statt.
Es gab drei Wettkämpfe (Junioren, Senioren, Mixed).
Die Erläuterung des gastgebenden Vereins fast die Idee knapp zusammen:
„Gerudert wird in einem Doppelvierer, dessen Heck durch ein 20m langes Latexseil
mit dem Ufer verbunden ist. Wegen der enormen Dehnfähigkeit des Gummiseils, ca.
250%, lassen sich Strecken bis zu 70 m zurücklegen. Das Rudern gegen den sich
aufbauenden Widerstand des Gummiseiles ist vergleichbar mit dem Rudern gegen
eine stärker werdende Strömung; ist kein Vortrieb mehr möglich, wird die
Mannschaft bei ausgehobenen Blättern zwangsläufig von der aufgebauten
Seilspannung zurückgezogen.
Gewinner dieses
Wettbewerbs ist die Mannschaft, die das Seil am weitesten gedehnt hat, die Länge
des Seils wird mit einem mitlaufenden Messband erfasst. Das Boot wird vom Ruderverein
Datteln gestellt, Startgelder werden nicht erhoben. Pro Mannschaft werden zwei
Wertungsläufe gerudert, der bessere geht in die Platzierung ein. Die
Siegerehrungen erfolgen am Ende des Wettbewerbs gegen 16.00 Uhr.“
Der Wettbewerb
war eine vorwiegend lokale Angelegenheit, fast alle Mannschaften kamen von den
Kanalvereinen Datteln, Waltrop, Marl und Rauxel. Insgesamt gingen neun Mannschaften
an den Start. Sehr viel mehr wäre in Datteln organisatorisch allerdings nicht
zu verkraften, da immer wieder auf durchfahrende Schiffe Rücksicht genommen
werden muss und der Bungee-Wettbewerbs-Zeitraum in ein konkurrierendes
Gesamtprogramm eingebettet ist, das nur relativ enge Zeitfenster ermöglicht. Da
jede Mannschaft einen Probe- und zwei Wertungsläufe macht, und die Rödelei vor
dem jeweiligen Start einiges an Zeit frisst, ist die Zahl möglicher Mannschaften
naturgemäß eingeschränkt.
Ich fand das Bungee-Rudern sehr kurzweilig für Zuschauer. Sie sind ganz
nah an den Mannschaften und dem Wettbewerb. Auf normalen Regatten werden Rennen
häufig auf der Strecke entschieden, wo kein Zuschauer ist. Der Zieleinlauf ist
dann häufig wenig spektakulär. In Datteln wird häufig beim Ablegen geflachst,
man kennt sich ja und die Zuschauer sind nur 10 Meter von den Mannschaften
entfernt. Im Maximum rudern sie dann etwas mehr als 70 Meter von den Zuschauern
weg und werden von der Flitsche schnell wieder zurückgeholt. Fazit: Mir hat’s
ausgesprochen gut gefallen.
Helli Lebert
Schwanenwerder im Kemnader See
Ein weißer
Schwan. Mein lieber Schwan. Stolz wie ein Schwan. Königlich wie ein Schwan. Sie
hat einen edlen Schwanenhals.
Man kann ins
Schwärmen kommen, wenn man diese Attribute für ein wirklich schönes Tier hört
oder liest.
Szenenwechsel.
Freitags, zu
bester Ruderzeit, treffen sich die Unentwegten und wollen Ruderboote zu Wasser
lassen.
Der Schwimmsteg
wappert ruhig und behäbig auf dem windbewegten Stausee. Er strahlt Sicherheit
aus. Muss er auch, denn er trägt rund 15 ausgewachsene weiße Schwäne und
diverse andere Schwimmvögel. Die restlichen, sehr vielen Schwäne gleiten, vielleicht
neidisch, um die Schwaneninsel (das ist unser Steg) herum und warten auf einen
frei werdenden Platz.
Aussichtslos!
Denn:
Hardenstein und
Felix mit ihren Transportkarren haben erheblich ältere Rechte auf den Steg und
vertreiben die faulenzende Vogelschar.
Keine Spur mehr
von Vogelidylle.
Das o.e.
Schwärmen mit den schönen Attributen ist weg. Einfach weg.
Schwanenwerder
war einmal.
Hardenstein und
Felix und die Conti-Reifen der Karren glitschen über „Côte D’azur“.
Die possierlichen
Tierchen hatten den Kunststoff– in einen „naturbelassenen“ Steg gezaubert.
Mit großer
Akribie haben sie über die gesamte Länge und Breite des Stegs das verarbeitete
erste und zweite Frühstück verteilt. Jeder ausgewachsene Schäferhund hätte im
Volumen-Ranking maximal die Silbermedaille gewonnen. Mein lieber Schwan.
Mit Eimern und
Schrubbern bewaffnet, begaben sich fünf (lt Achim) Honks an die Arbeit. Nach
rund einer Stunde blitzte der Steg wieder. Was Wasser und Schrubber nicht
geschafft haben, klebte in den Adidas-Profilen unserer Turnschuhe. Gerudert
wurde übrigens auch noch.
Wenige Tage
später war ich am See: „Wie war das
damals noch mit dem alten Korinther – König Sisyphus?“
Vielleicht
spendiert der Kassenwart ein paar 10 – l – Eimer für die Steg-Honks.
Allu Lehmann
Sonntags-Sport in der Sporthalle Markstraße
Eine schöne
Tradition ist unser Sonntags-Sport im Winter, für den wir die Dreifach-Sporthalle
Markstraße der RUB nutzen dürfen.
Wir haben in
diesem Winter wieder zwei Exclusiv-Zeiträume:
Sonntag,
25.11.07, 14 – 17 h
Sonntag,
27.01.08, 14 – 17 h
Um mögliche
Berührungs-Ängste zu reduzieren, einige Informationen zum üblichen Ablauf. Die
Sporthalle liegt quasi im Schatten des zweithöchsten Gebäudes von Bochum, dem
Uni-Hochhaus West. Mit dem Auto fährt man am besten von der Oesterendestraße
aus auf den großen Parkplatz des Uni-Hochhauses. Von dort geht man eine
Stichstraße geradeaus weiter, passiert die Sporthalle der Gesamtschule und die
Tennisplätze der RUB und geht direkt auf eine große Stahltür an der Stirnseite
der Uni-Sporthalle zu. Die müsste während unseres Sports angelehnt, aber offen
sein. Die Halle darf nur mit Sportschuhen betreten werden. Den Ablauf bestimmt
jeder selbst: man kann sich an den mitgebrachten Kuchen, Chips und Getränken
laben, mit anderen klönen, sich mit seinen eigenen und anderen Kindern beschäftigen,
und natürlich … auch Sport treiben. Favorisiert werden dabei erfahrungsgemäß Badminton,
Volleyball mit etwas vereinfachten Regeln und Basketball in einer etwas ruppigen
Form, auch Fußball wurde schon mal gespielt..
Die beliebte
Veranstaltung findet am Montag, dem 17.12.07 wieder bei Angela (Andree),
xxxxxxstr. xx, 45525 Hattingen ab 19.30 h statt. Anmeldung bis spätestens
12.12. bei Angela (Tel. 02324/xxxxx oder über email).
Das 2005 erstmals
schriftlich fixierte Regelwerk zur Erinnerung:
Mitbringen eines
verpackten Wichtelgeschenkes für etwa 5 € (2006 von 3 auf 5 € erhöht),
Vorhandensein eines 6seitigen Würfels
In der ersten
Runde blindes Ziehen eines Geschenkes
Beginn der ersten
Würfelphase, Geschenke bleiben verpackt, dürfen getastet werden
In Abhängigkeit
von der Augenzahl des Würfels ergeben sich folgende Spielzüge:
„1“
Pflichttausch nach links
„2“
Pflichttausch nach rechts
„3“
Pflichttausch diagonal
„4“
alle schieben in die vom Würfelnden
bestimmte Richtung
„5“
Richtungswechsel
„6“
Tausch mit einem Partner nach Wahl, das
aktuelle Geschenk darf nicht behalten werden
Die Spielzeit der
ersten Würfelphase kann nach Absprache erfolgen (z.B. 20 min.)
Auspacken der
Geschenke der Reihe nach, Sichten des Bestandes.
Würfelphase zwei
– man versucht etwas Schönes zu ergattern bzw. das Schreckliche, das gerade vor
einem steht, los zu werden. Letzteres werden natürlich alle anderen zu verhindern
versuchen (vor dieser Phase unbedingt die Zeit bestimmen, um am Ende schlimme
Ausschreitungen zu vermeiden)
Das endgültige
Geschenk darf weder aus Versehen vergessen noch im Folgejahr wieder mitgebracht
werden.
Traditionelles Winter-Wochenende – na klar, aber
wo?!?
Margit hatte sich
in gewohnt professioneller Planung rechtzeitig um ein Wochenende in der
Sauerland-Hütte des DAV Dortmund bemüht. Angeblich waren aber alle Winterwochenenden
2007/08 mit Ausnahme des letzten Wochenendes im März (Wochenende nach Ostern)
bereits belegt. Man muss es so hinnehmen …
Margit hat sich
dann alternativ um ein Wochenende in der Hütte der DAV Sektion Hochsauerlandkreis
in Olsberg-Heinrichsdorf bemüht. Dort ist – ohne Gewähr – bislang nur noch das
letzte Februar-Wochenende frei. Die Gewähr mit einer Zu- oder Absage kann erst
Mitte Dezember erfolgen. Näheres zur Hütte unter:
http://www.dav-hochsauerland.de/index.php?id=43
In dieser
Situation habe ich bei meiner DAV-Sektion Witten nachgefragt, ob deren Hütte in
Langenbach bei Kirburg im Hohen Westerwald noch frei ist. Sie ist es, und zwar
derzeit noch an allen Wochenenden im Januar und Februar. Ich habe die Hütte
nach einem Missverständnis mit Margits Terminangabe vorläufig für den
15.-17.02.08 reservieren lassen und zugesagt, Mitte Dezember definitiv Bescheid
zu sagen. Vermutlich ginge es aber auch ein Wochenende später. Näheres zur
Hütte unter: http://www.dav-witten.de/ - weiter zu Wittener Hütte.
In Absprache mit
Margit schlage ich vor, dass wir vorerst zweigleisig fahren. Falls es in Heinrichsdorf
klappt, fahren wir unter Margits Organisationsleitung dorthin. Falls wir von
der Sektion Hochsauerlandkreis Mitte Dezember eine Absage bekommen sollten,
organisiere ich das Wochenende in Langenbach. Der Termin in Heinrichsdorf ist
der 22.-24.02.08., die Alternative versuche ich im Fall des Scheiterns auch auf
dieses Wochenende zu legen.
Anmeldung bis
21.12.07 bei Margit.
Margit Petzold – Helli Lebert
ideen-geber und
vor-läufer für den BBB-wandersonntag 2008 ist helli, der die strecke mitte
oktober mit radl-kolleginnen und -kollegen aus dem ADFC durchwandert hat. die
markierungsgerechte abkürzung "U" steht für "universität":
der wanderweg führt von der uni dortmund zur uni bochum durch den dortmunder süden,
herdecke, den wittener raum, herbede, am kemnader see vorbei auf den kalwes -
oder vice versa, wie wir ihn gehen wollen. die ursprüngliche vorstellung, am
bootshaus loszugehen, hat helli abgewandelt und ergänzt um eine einladung an
alle wanderwilligen zu einem vorstart-frühstück bei ihm in herbede, wonach dann
alsbald in den "U" eingestiegen werden kann. treff bei ihm in der meesmannstraße
67 am .Sonntag, dem 06.04.2008 um 9.30 uhr. für die wanderung von etwas weniger
als 20 km brauchen wir insgesamt mit pausen ungefähr 6 stunden. eine pause ist
am haus almfrieden des bayernvereins einigkeit dortmund von 1909 (das gelände
dort „hat was“) eingeplant. zurück gehts dann mit S-bahn und anderen
öffentlichen verkehrsmitteln. rucksackverpflegung mit warmen getränken und
butterbrot mitzunehmen ist empfehlenswert, da auch ein gutes frühstück nach
einiger zeit "abgelaufen" ist. wär natürlich toll, wenn das wetter
auch 2008 so wunderbar sonnig und warm mitspielt wie 2007!
margit petzold
L’Alpe d’Huez für Arme: BBB-Rad-Tour
2008
Das Ziel unserer
nächsten Frühjahrs-Rad-Tour ist wie im vergangenen Jahr wieder mit einer
Bergankunft nach dem Motto „L’Alpe d’Huez für Arme“ verbunden. Wir besuchen
Ines, Thomas und ihre Kinder am höchsten Punkt des Ennepe-Ruhr-Kreises südlich
von Breckerfeld. Start am Bootshaus Kemnade
am Samstag, dem 19.04.08 um 9.30 h.
Da zu jedem Ziel
bekanntlich mehrere Wege führen, müssen wir für den Hinweg eine Entscheidung treffen.
Ich plädiere für eine ruhige Einroll-Phase im Ruhrtal aufwärts bis
Hagen-Vorhalle. Dann geht es im Hagener Stadtwald von Vorhalle auf die Halle
kräftig bergauf, Schieben ist dabei kein Zeichen von Schwäche. Von dort geht es
relativ steil ins Ennepetal nach Hagen-Haspe hinunter. In Haspe beginnt dann
ein sehr schönes Stück auf der alten Trasse der Straßen-Bahn Nr. 11 stetig
bergauf, vorbei bei Hans Voigt am Plessen, weiter über die Spitz-Kehre in
Voerde bis Oberbauer. Dort geht es wieder auf die Hauptstraße, ehe wir in Delle
wieder auf die Trasse bis Breckerfeld kommen. Das letzte Stück durch und hinter
Breckerfeld ist dann leider wieder etwas verkehrsreicher.
Die vorgesehene
Route ist etwa 50 km lang, wir fahren mit den üblichen Auf’s und Ab’s vom Kemnader
See auf 75 m über NN nach Breckerfeld-Branten auf etwa 440 m über NN.
Bei Ines und
Thomas werden wir uns bei Kaffee und Kuchen stärken und in Ruhe entspannen. Wir
haben dann mit Nutzung des ÖPNV zwei Rückweg-Varianten:
(1) Wir lassen es
wie im vergangenen Jahr nach Rummenohl im Volmetal rollen. Von dort nutzen wir
den VRR und fahren mit dem RB 52 bis Dortmund-Löttringhausen. Anschließend geht
es mit dem Fahrrad etwa 15 km auf dem flachen „Rheinischen Esel“ durch Witten
zur Ruhr und zum Bootshaus Kemnade zurück.
(2) Wir fahren
zur Ennepetalsperre hinunter und im Ennepetal bis zum Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg.
Von dort geht es mit dem RE4 in 25 Minuten nach Witten Hbf. Bis zum Bootshaus
sind es dann noch 8 km.
Anmeldung bitte
bis zum 16.04. bei mir über email oder Telefon.
Helli Lebert
Neue T-Shirts für unseren Verein ?!?
Seit längerem
wird immer mal wieder die Überlegung zur Anschaffung von neuen T-Shirts für das
BBB zum Thema kleinerer interner Gesprächskreise. Nachdem unsere derzeitige Kollektion
an Vereins-T-Shirts nur noch Restposten aufweist und außerdem mittlerweile bei
jedem kaufwilligen BBB-Mitglied in meist mehrfacher Ausführung vorhanden ist
(der Mediziner würde sagen:“ Die Durchseuchungsrate ist bei nahezu 100%“), wird
der Ruf zur Neuauflage lauter. Von der Idee bis zur Umsetzung dauert es ja bekanntlich
etwas und so erfolgt in diesem STIPP zunächst die Bitte um Meinungsäußerung zu
diesem Thema, um zu eruieren, ob sich der Aufwand dann lohnt. Folgende Überlegungen
wurden bisher angestellt: da die Vorteile von Funktionsbekleidung selbst bei
langjährigen, hartnäckigen Kritikern nun bekannt und weitgehend akzeptiert
sind, kam der Vorschlag zur Anschaffung solchen Materials. Der klare Nachteil
der mehr oder weniger intensiven Geruchsentwicklung kann nicht weggeredet
werden, aber evtl. können wir in dann Selbsthilfegruppen lernen, besser damit umzugehen…
Es gibt sicherlich viele Anbieter in der Textilbranche, durch die ich mich noch
nicht gänzlich durchschlagen konnte, aber ich habe in diesem Jahr ganz gute Erfahrungen
mit den Shirts von DEE (www.dee.de
à
Running) gemacht. Sie sind qualitativ ganz gut, angenehm zu tragen und
recht preiswert. Demnach kostet ein T-Shirt 14,47€, ein langärmeliges Shirt
(auch schön!) 23,60€ plus Druckkosten. Im einfarbigen, einseitigen Druck wären
dies ab 20 ex 2,50€ pro Shirt, ab 50 ex 1,55€. Mit bedruckter Rückseite wohl
das Doppelte. Ihr könnt Euch ja mal die Internetseite anschauen und die
Favoriten (auch farblich) heraussuchen.
Da diese
Anschaffung etwas teurer würde als die der alten T-Shirts, wäre es diesmal
notwendig, das Ganze auf Bestellung und mit Vorabbezahlung abzuwickeln. Ich
denke, wir müssten pro Textilart (T-Shirt, Langarm-Shirt, Windweste?) eine
Mindestbestellung von 20 zustande bekommen, damit es sich lohnt. Darüber hinaus
wäre dann zu entscheiden, welches Logo wir als Vorderseite benutzen sollen.
Aber dies ist im Moment noch zu weit voraus gegriffen. Wäre schön, wenn ihr
Euch Gedanken macht, Euer Interesse oder/und Eure Meinung bekundet. Ich werde
ihm Internet-Forum des BBB dieses Thema noch zur Diskussion stellen, ansonsten
steht der E-Mail Verteiler zur Verfügung. Also, nach diesem Wortschwall noch
mal die Kurzfassung zu den anstehenden Fragen:
1.
Neue T-Shirts: ja oder nein?
2.
Funktions-Shirts oder Baumwolle (alternativ Merino Wolle für die Steuerleute)?
3.
Interesse an Langarmshirts oder/und Westen?
4.
Weitere Vorschläge zu Textildruckanbietern?
5.
Welches Logo des BBB auf Vorderseite?
Na dann mal los….
Andrea Kahnert
Da immer wieder
Anfragen von Interessenten kommen, die gerne Rudern lernen wollen, nenne ich
meine Eckdaten für 2008.
Blick zurück: Im
vergangenen Jahr waren Raffaela und Carsten relativ häufig da und haben
ruderisch gute Fortschritte gemacht, während Philipp gesundheitsbedingt und
Michael urlaubs- und gesundheitsbedingt größere Pausen einlegen mussten. Anja
W. und Doro haben mich netterweise während meiner Reisen kompetent bei der
Betreuung vertreten. Zwei ehemalige Spezialfächlerinnen (Ingrid 1978, Doris
1985), die im vergangenen Jahr wieder zu uns gestoßen sind, waren schnell
wieder in der Sportart. Christian, der in seinem Sportstudium keinen Ruderkurs
gemacht hatte, hat sich sehr geschickt angestellt und gute Fortschritte gemacht.
Blick nach vorn:
Für 2008 biete ich an, mir im Mai und Juni (außer Pfingstmontag) während des
Montagsruderns ab 18 h Zeit für interessierte Ruder-Lerner zu nehmen, danach
aber erst wieder 2009.
Helli Lebert
Wir begrüßen als neue Mitglieder im Blauen Band:
Dechardt
Carsten
Römer
Raffaela
Stiller
Doris
Bei folgenden
Mitgliedern klappt die Abbuchung immer noch, die Adresse stimmt aber längst
nicht mehr. Wer kennt die neue Adresse?
Brand
Christoph
Clamor
Claudia
Hanke
Detlef
Bei folgenden Mitgliedern hat sich die Adresse geändert
Gröschell
Anja
Hercher
Jutta
Reckendorf
Manuela
Schalla
Nicole
Stopp
Thorsten
Und sonst?
Erlemann
Doro, so heißt
Doro neuerdings wieder, nachdem sie ihren ursprünglichen Namen wieder
angenommen hat, ihre email-Adresse lautet nun: xxxxxxx@web.de
Aus dem BBB sind ausgetreten:
Dainat
Jörg
Görlich
Roland (Roland
ist mit seiner Partnerin nach Neuseeland ausgewandert, alles Gute!
Dringender
Hinweis:
Bitte Änderungen bei Bankverbindungen bitte umgehend unseren neuen Schatzmeister
Joachim „Penny“ Pentrop verständigen. Eine Retoure wegen falscher
Bankverbindung kostet unseren Verein 8,50 € und zusätzlich Zeit für Rückfragen
und Neubuchung!
Vorstand des Blauen Bands Bochum e.V. –
Geschäftsjahr 2007:
Achim Haase (Präsident), Birgit Knieper (Vizepräsidentin), Anja Weber (Geschäftsführerin),
Joachim Pentrop (Schatzmeister) als engerer Vorstand.
Frieder Jakstadt, Arnulf Lehmann und Helmut Trepczyk (Geräte); Andrea Kahnert,
Anne Müller und Angela Andree (Kultur), Wiltrud Hölsken (Jugend) als erweiterter
Vorstand.
Kassenprüfer: Andreas Hubbert, Helmut Trepczyk
Anschrift:
Blaues Band Bochum e.V., Oveneystr. 71, 44797 Bochum
Internet:
www.blaues-band-bochum.de
Email:
bbb@blaues-band-bochum.de - Web-Master
ist Peter Seibold.
Impressum:
Stipp 2/2007. Vereinszeitschrift des Rudervereins „Blaues Band Bochum
e.V.“ Herausgeber: Vorstand des BBB
e.V.
Redaktion und Layout: Helli Lebert.
Auflage: 100 Exemplare
Regelmäßige Termine
|
Durchgehendes
Winter- und Sommerrudern
Montags
14.00 h |
Zeit
verändert sich manchmal, Anruf bei Karl-Heinz 02327/73908
|
Treffpunkt:
BBB Halle 7 im Hauptgebäude Oveneystr. 69
|
|
Sommer-Montags-rudern
und Grillen
montags
18.00 h
|
|
Außer an
Feiertagen wöchentlich während der Sommerzeit
31.03. –
20.10.08
|
|
Durchgehendes
Winter- und Sommerrudern
Freitags
11.00 h |
Zeit
verändert sich manchmal, Anruf bei Karl-Heinz 02327/73908
|
Treffpunkt:
BBB Halle 7 im Hauptgebäude Oveneystr. 69
|
|
Montag, 19.11.07, 19.30h
|
Jahreshauptversammlung
BBB 2007 (Info im Heft) |
Oveneystr. 69, Raum 1. |
|
Sonntag, 25.11.07
14.00 – 17.00 h |
Bewegungsnachmittag
Kinder
willkommen! |
Uni-Sporthalle Markstr.
Halle I – III
|
|
Mittwoch, 28.11.07
19.00 h
|
Doppelkopf
bei Helli |
xxxxxxxstr. xx, 58456 Witten, Anmeldung bis
25.11. bei Helli
|
|
Sonntag, 09.12.07
19.00 h
|
Doppelkopf
bei Andreas |
xxxxxxstr. xx, 45657 Recklinghausen, Anmeldung
bis 06.12. bei Andreas
|
|
Montag, 17.12.07
19.30 h |
Nikolaus-Wichteln
mit und bei Angela (vgl. Info im Heft, Geschenk im Wert von 5 €)
|
xxxxxxstr. xx, 45525 Hattingen, Anmeldung bis
12.12. bei Angela
|
|
Sonntag, 06.01.08
18.00 h
|
Erst
Tapas, dann Doppelkopf bei Anja und Kathy |
xxxxxstr. xx,
44797 Bochum, Anmeldung bei Anja und Kathy bis 03.01.
|
|
Sonntag, 27.01.08
14.00 – 17.00 h |
Bewegungsnachmittag
Kinder
willkommen! |
Uni-Sporthalle Markstr.
Halle I – III
|
|
Freitag 22.02. abends - Sonntag, 24.02.08
|
9.
Winterwochenende
Olsberg-Heinrichsdorf
oder Langenbach (vgl. Info im Heft)
|
Anmeldung bis 21.12.07 bei Margit |
|
Mittwoch, 27.02.08
19.00 h |
Doppelkopf
bei Angela
|
xxxxxstr. xx, 45525 Hattingen, Anmeldung bis
25.02. bei Angela
|
|
Mittwoch, 09.03.08
19.00 h
|
Doppelkopf
bei Doro |
xxxxxxxx, 45527 Hattingen, Anmeldung bis 06.03.
bei Doro
|
|
Montag, 31.03.08
18.00 h |
Anrudern
und Angrillen |
Erstes Montagsrudern 2008
|
|
Sonntag, 06.04.08, 9.30 h |
Wanderung
nach Dortmund (vgl. Info im Heft), Start mit Frühstück bei Helli in Witten
|
Anmeldung bei Margit bis 04.04.
|
|
Mittwoch, 16.04.08 19.00 h |
Doppelkopf
bei Margit |
xxxxxxx Str. xx, 44892 Bochum, Anmeldung bis
14.04. bei Margit
|
|
Samstag, 19.04.08 9.30 h |
Radwanderung
zu unseren Mitgliedern Ines und Thomas Reiling (vgl. Ankündigung im Heft)
|
Treffpunkt Boothaus Kemnade, Anmeldung bis 16.04.
bei Helli
|
|
Montag, 05.05.08 |
Redaktionsschluss
für den Sommer-STIPP 08 |
Beiträge wie immer sehnlichst erwünscht!
|
Frohsinn,
Reibekuchen und Schwentine
Herbert
lud uns in „seine“ Ruhr Nachrichten nach Dortmund ein.
Themen-Schwerpunkt:
Ruder – Weltmeisterschaft München 2007
Schwanenwerder
im Kemnader See
Sonntags-Sport
in der Sporthalle Markstraße
Traditionelles
Winter-Wochenende – na klar, aber wo?!?
L’Alpe
d’Huez für Arme: BBB-Rad-Tour 2008
Neue
T-Shirts für unseren Verein ?!?
Zwei Zitate am DOKO-Abend am 28.10. bei
Doro:
·
Helli: „Sechs kenne ich, aber was bedeutet zwölf?“
·
Helli: „Erzähle ruhig weiter, ich kann zuhören.“
Daraufhin Anja: „Bist du eine Frau?“